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Naturgewalten – Herbstauktion mit Kunst des 19. Jahrhunderts

K. Hagemeister, Bewegte See mit gischtenden Wellenkämmen. Öl/Lwd., um 1912. € 30.000-40.000

München, 12. Oktober 2020 (KK) – Von imposanten Gebirgszügen über felsige Schluchten bis hin zu stürmischen Meereslandschaften: Die Natur in ihren spannendsten Facetten beleuchtet die Kunst des 19. Jahrhunderts im Rahmen der Ketterer Kunst-Herbstauktionen am 11./12. Dezember in München.

Das Element Wasser begeistert in einer bezaubernden Suite von drei Arbeiten des großen Naturbeobachters Karl Hagemeister, an deren Spitze eines seiner Wellenbilder mit einer Taxe von € 30.000-40.000 steht. Das imposante Ölgemälde „Bewegte See mit gischtenden Wellenkämmen“ entstand um 1912 und zählt zu den gesuchtesten Motiven des Künstler. Etwas früher widmete sich der Künstler zwei idyllischen Seenlandschaften: Während er die mit € 8.000-10.000 bewertete Pastellarbeit „Uferlandschaft mit Kiefern und Seerosen“ um die Jahrhundertwende malte, stammt „Der Schwielowsee bei Kaputh – Frühling“ wohl aus dem Jahr 1882. Die Schätzung für das Ölgemälde liegt bei € 15.000-20.000.

Mit „Sylvretta vom grossen Maderer” bannt Edward Theodore Compton dagegen ein beeindruckendes Berggipfelerlebnis auf eine monumentale Leinwand. Nicht zuletzt durch die malerisch ungemein virtuose und variationsreiche Ausführung gelingt es dem begnadeten Künstler und Alpinisten den Betrachter in seinen Bann zu ziehen. Im Jahr 1911, bereits ein Jahr nach seiner Entstehung erwarb der Münchner Kunstverein die einzigartige Panoramalandschaft. Motive einer touristisch damals kaum erschlossenen einsamen Landschaft der Hochalpen dürften bei ihrer Ausstellung sicherlich für einiges Erschaudern und viel Bewunderung gesorgt haben, bedenkt man,
dass der Künstler selbst die Strapazen auf sich nahm, um am Gipfel zu zeichnen. Die Taxe von € 30.000-40.000 erscheint da durchaus moderat.

Ein ganz außergewöhnliches und sehr seltenes Blatt aus dem bedeutenden Frühwerk „Skizzenbuch der Neckargegend“ von Karl Philipp Fohr ist die „Ruine Frankenstein“. Im Winter 1813/1814 entstand das spannungsvolle Zusammenspiel von erzählerischer Komposition und realitätsgetreuer Naturansicht, das als Geschenk im Werben um die Gönnerschaft der Erbprinzessin Wilhelmine von Baden gedacht war. Nun könnte das ausdrucksreiche Aquarell, das eine lückenlose Provenienz aufweist und sich seit rund einem Jahrhundert in Familienbesitz befand, für € 25.000-35.000 zu haben sein.

Während Louis Gurlitt mit “Die Bucht von Palermo mit dem Monte Pellegrino” (Taxe: € 14.000-16.000) und “Die Akropolis im Abendlicht” (Taxe: € 7.000-9.000) sowie Johann Wilhelm Schirmer mit “Zypressen im Park der Villa d´Este bei Tivoli” (Taxe: € 6.000-8.000) noch in südliche Gefilde entführen, beschwören Fritz Overbeck (“Tannenwald im Schnee”, Taxe: € 10.000-15.000) und Max Clarenbach, der mit zwei Winterlandschaften (Taxen je € 4.000-6.000) vertreten ist, bereits die kalte Jahreszeit herauf. Mit “Eltville am Rhein” € 8.000-10.000 zeigt Carl Morgenstern Anzeichen von Urbanität in ländlichen Idyll. Einen herbstlichen mit € 7.000-9.000 bewerteten “Blick in den Odenwald” riskiert Wilhelm Trübner. Ebenfalls “Im Walde” unterwegs ist Ludwig Adrian Richter mit seinem 1864 entstandenen und mit € 6.000-8.000 angesetzten Aquarell.

Neben soviel Landschaft darf natürlich auch die menschliche Natur und die Welt der Fabelwesen nicht zu kurz kommen. Dafür sorgt u.a. Franz von Stuck mit zwei Bronzen, einer „Amazone“ aus dem Jahr 1897 (Taxe: € 15.000-20.000) und einer „Tänzerin“ von 1898 (Taxe: € 12.000-15.000) sowie der rund zehn Jahre früher entstandenen kleinformatigen Papierarbeit „Satyr mit Nymphen und Kind“ (Taxe: € 12.000-15.000).



Auktion in München
Kunst des 19. Jahrhunderts * Evening Sale
Klassische Moderne * Kunst nach 1945 / Contemporary Art
11.-12. Dezember 2020


Das Familienunternehmen Ketterer Kunst (www.kettererkunst.de und www.ketterer-internet-auktion.de) mit Sitz in München und Dependancen in Hamburg, Berlin und Düsseldorf sowie einem weltweiten Netz an Repräsentanten u.a. in den USA und Brasilien wurde 1954 gegründet. Es zählt zu den führenden Auktionshäusern für Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts sowie Wertvolle Bücher und ist Spezialist für Kunst aus Deutschland. Laut Halbjahresbilanz 2020 der artnet Price Database belegt Ketterer Kunst weltweit Platz 7 für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und ist gleichzeitig das umsatzstärkste Familienunternehmen überhaupt.



Kundenanfragen:

Ketterer Kunst
Joseph-Wild-Str. 18
81829 München
Tel. +49-(0)55244-0
Fax: +49-(0)55244-177
E-mail: infomuenchen@kettererkunst.de

Veranstaltungen zum Bericht:
508. Auktion: Kunst des 19. Jahrhunderts

www.kettererkunst.de

Quelle: © Ketterer Kunst Auktionen

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