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Vorbericht Auktion "Kunst, Antiquitäten, Russische Kunst & Schmuck"

Seltener Jungfrauenbecher, Hermannstadt, Petrus Erosem (Meister 1588 - 1600), um 1600, H. 28,5 cm

Das Auktionsangebot an den zwei Auktionstagen am 26. und 27.06.2020 ist dieses Mal sehr bunt gemischt und bietet zahlreiche Highlights. Zu Beginn der Auktion kommen knapp 400 Positionen aus dem Nachlass des Kunstsammlers- und händlers Herbert Wöhlers aus Bad Wimpfen zum Aufruf. Dieser Nachlass umfasst neben zahlreichen Jugendstilporzellanen und –glas, vor allem auch Gemälde verschiedenster Epochen.

Am Freitag werden rund 300 Objekte Russischer Kunst angeboten. Hierbei kommen neben russischem Silber, Porzellan, Glas und Gemälden verschiedenster Epochen, auch rund 200 russische und griechische Ikonen aus dem 16. - 20. Jh. zum Aufruf. Hervorzuheben ist hierbei eine monumentale Ikone mit der Gottesmutter von Kykkos (Kykottissa). Die griechische Ikone sticht nicht nur durch ihre Größe ins Auge, sondern zeigt auch noch eine seltene Gottesmutter Darstellung. Sie ist auf 1792 datiert (Taxe: 5.000 - 6.000 €). Eine seltene Darstellung des Heiligen Onuphrios "der Große" aus Griechenland aus dem 18. Jh. ist mit 500 – 600 € attraktiv angesetzt.

Der Samstag beginnt mit ein paar musealen Silberarbeiten. Siebenbürgische Goldschmiedearbeiten aus dem 15. – 19. Jahrhundert gehören in Europa zu den Spitzenstücken dieser Handwerksgattung. Die Siebenbürgischen Goldschmiede waren in dieser Zeit in ständigem Austausch mit Goldschmiedezentren wie Nürnberg und Augsburg. Aus dieser Periode werden nun in Heilbronn einige außergewöhnliche Stücke angeboten. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Arbeiten von bekannten Goldschmiedemeistern aus Hermannstadt und Kronstadt. Das bedeutendste Stück ist ein Brautbecher des Hermannstädter Meisters Petrus Erosem (Meister 1588 - 1600). Trinkgefäße als Scherzgefäße in den verschiedensten Formen waren in der Renaissance - einer sehr trinkfreudigen Zeit- verbreitet und beliebt. Jungfrauenbecher bestehen immer aus einem kleinen, beweglichen Becher für die Dame und einem größeren, unbeweglichen Becher für den Herrn (Rock). In Siebenbürgen sind nur sehr wenige Jungfrauenbecher bekannt. Der hier angebotene Becher gehört zu einem der früheren Exemplare. (Taxe: 125.000 – 135.000 €). Des weiteren gehören eine Ratskanne des Kronstädter Meisters Michael Schelling (1616 – 1652) zu der Offerte der Auktion. Auf der zylindrischen Kuppa befinden sich umlaufend stark reliefierte, detaillierte Darstellungen: drei Ovalmedaillons mit Darstellung "Jesus im Garten Gethsemane", der "Fußwaschung" und des "letzten Abendmahls" umgeben von Engeln mit den Arma Christi (Taxe: 95.000 – 110.000 €).
In der Silbersparte ist außerdem eine 62 cm lange Schauplatte, die Alexander den Großen den gordischen Knoten durchtrennend zeigt, hervorzuheben. Die große Schauplatte stammt vom Danziger Silbermeister Nathanel Schlaubitz (Meister 1690-1726) und ist auf 6.000 - 8.000 € taxiert.

Im Bereich des Jugendstilporzellans ist eine außergewöhnliche Meissener Figurengruppe "Nikolaus mit Amoretten" hervorzuheben. Die sehr detaillierte Gruppe nach einem Entwurf von Paul Börner wurde um 1935- 1947 gefertigt (Taxe: 23.000 – 25.000 €). Die seltene Faunbüste "Schreck" nach einem Entwurf von Ferdinand Liebermann ist auf 4.000 – 5.000 € geschätzt. Liebermann arbeitete ab 1909 für die Firma Rosenthal und war einer der wichtigsten Figurenentwerfer in der Anfangszeit. Die 40 cm hohe Büste stammt aus dem Jahr 1911.
In der Sparte des Kunstgewerbes ist eine museale Ratskanne aus Zinn zu erwähnen. Die 41,5 cm hohe Kanne des Schweizer Meisters Carl Schönbrunner aus Zug ist um 1650 entstanden. Sie ist auf 26.000 – 29.0000 € geschätzt.

Glitzern und funkeln wird es bei der rund 450 Objekte umfassenden Schmucksparte. Hervorzuheben ist hier ein hochkarätiger, facettierter Diamant in äußerst seltener fancy-Naturfarbe. Die Ringschultern sind zusätzlich mit zwei Trillianten besetzt (Taxe: 50.000 – 70.000 €). Ein hochwertiger grüner Beryllring mit Turmalin-Baguettes und zwei Reihen Brillianten ist auf 3.500 – 5.000 € geschätzt. Ein prachtvolles Collier mit siebenreihigen Aufbau mt 932 Opal-Rondellen, Diamanten, Onyxplatte und Saatperle ist auf 8.000 – 10.000 € geschätzt. Ein Silbercollier, welches Medaillons mit Putti-Darstellungen auf Elfenbein, gerahmt von Smaragden und Saatperlen zeigt, ist mit 800 – 1.000 € angesetzt. Das Schmuckangebot wird durch sehr aufwendig ausgeführte, hochwertige Edelsteinarbeiten ergänzt.

Die Objekte können nach vorheriger Terminvergabe von Montag, 22. Juni – Donnerstag, 25. Juni besichtigt werden. Weitere Informationen unter www.auctions-fischer.de.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktionen 280/281 Russische Kunst & Ikonen - Kunst Antiquitäten & Schmuck

www.auctions-fischer.de

Quelle: © Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

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