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Erste „Classic Week“ bei Van Ham

James Webb, Ansicht von Köln mit dem unvollendeten Dom, 1870

Interessante Unterhaltungen über die neue Classic Week bei Van Ham sind garantiert! Denn die Auktionswoche, die Sales der vier Abteilungen unter neuem Titel präsentiert, punktet mit spannenden Stücken. In der Tradition von William Turner kommt die größte Ansicht von Köln aus dem 19. Jahrhundert von James Webb zum Aufruf. Ein historischer Armreif Castellinis mit seltener Goldschmiedetechnik wäre bereits in der Antike hoch angesagt gewesen. Ein 22 Kilogramm schwerer Tafelaufsatz lädt zu atemberaubenden Festen ein. Eine elegante Seidenrobe wurde nicht nur in der Qing-Dynastie für besondere Anlässe genutzt – eine ganze Riege von internationalen Zauberern trug das besondere Gewand zu seinen Auftritten.

Fine Art

Das Angebot der Auktion „Fine Art“ setzt in der neuen Classic Week beeindruckende Akzente. Eine monumentale Stadtansicht Kölns (Schätzpreis: 100.000 – 150.000 Euro), ein museales Werk des englischen Malers James Webb (1825 – 1895) beeindruckt durch seine Größe und historisch exakter Darstellung des Kölner Doms. Das Gemälde zeigt den damaligen Bauzustand der Kathedrale. Es ist eine seltene Ansicht ohne Baukran auf dem Südturm, der über Jahrhunderte die Stadtsilhouette Kölns geprägt hat. Als James Webb diese großartige Vedute malte, stand er auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Karriere und wurde mit Turner und Constable verglichen, in deren künstlerischer Tradition er stand. Ein Ölgemälde des Sizilianers Pietro Novelli (1603 - 1647) stellt den jungen Heiligen Johannes den Täufer mit dem Lamm Gottes dar. Das Werk (Schätzpreis: 60.000 – 80.000 Euro) zeugt von Novellis eigenen Stil, der sich durch ein ausgeprägtes dunkles Licht und einen sinnlichen Pinselstrich auszeichnet. Die Technik erinnert an die vermutlich in Rom gesehene venezianische Malerei, aber auch an die Werke Van Dycks.

Ein Gemälde der römischen Schule aus dem 17. Jahrhundert (Schätzpreis: 25.000 – 30.000 Euro) zeigt die in einen roten Umhang gehüllte Katharina von Alexandrien, eine der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche. Bislang ist der Urheber des Werkes unbekannt. Aufgrund der stilistischen Elemente, wie der ungeschönte Naturalismus und der Kontrast zwischen Hell und Dunkel, ist davon auszugehen, dass das Gemälde aus der Hand eines in Rom tätigen Künstlers stammt, der sich die Werke von Caravaggio zum Vorbild nahm. Das großformatige Stillleben des Malers Adriaen von Utrecht (1595 – 1652) mit der Beteiligung seiner Werkstatt hat eine prestigeträchtige Provenienz: es befand sich im Besitz des Seitenzweigs des sächsischen Könighauses. Das üppige Szenario zeigt die Elemente der Natur und formt gleichzeitig eine Allegorie der Macht des Menschen über die Natur. Das angebotene Gemälde (Schätzpreis: 60.000 – 80.000 Euro) ist die zweite Fassung eines berühmten Stilllebens. Das Original ist im Bestand des Musée Royaux des Beaux-Arts in Brüssel.

Fine Jewels & Watches

Unter dem neuen Titel „Fine Jewels & Watches“ bietet Van Ham diesen Mai erstklassige Schmuckstücke an. Ein historischer Armreif (Schätzpreis: 6.000 – 7.000 Euro) besticht durch seine Goldschmiedetechnik, die an die Granulationstechnik der Etrusker erinnert. Der Armreif wurde von Pio Fortunato Castellani (1794 – 1865) entworfen und ist ein schönes Beispiel der detaillierten Granulationstechnik. Zu Castellanis Zeit war die Form und Beschaffenheit von authentischem Schmuck der Antike zum großen Teil noch unbekannt. Erst die Entdeckung der Tomba Regolini Galassi läuteten den Triumphzug der antiken Goldschmiedekunst ein, was Castellani zu diesem Schmuckstück inspirierte. Ein Collier (Schätzpreis: 11.000 – 13.000 Euro), welches üppig mit Diamanten höchster Qualität besetzt ist, macht jede Abendgarderobe zum exklusivem Ensemble. Die fünf grünen Turmaline im Treppenschliff, die zusammen circa 33,4 Karat aufweisen, sind von 189 Brillanten mit circa 18,7 Karat umgeben.

Decorative Art

Die neu benannte Auktion „Decorative Art“ des europäischen Kunstgewerbes wird durch einen monumentalen Tafelaufsatz (Schätzpreis: 30.000 – 35.000 Euro) bereichert: Ein 22 kg schweres Schmuckstück aus Silber zeigt zwei musizierenden Bacchantinnen, die von fröhlichen Kindern umringt werden. Ein solches Meisterwerk der Silberschmiedekunst ist die Krönung jeder Dinnerparty und eignet sich für eine Vielzahl von Anlässen als absolutes Conversation Piece. Ein prächtiges Speiseservice der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin (Schätzpreis: 25.000 – 30.000 Euro) basiert auf einem Entwurf, der im Jahre 1767 im Auftrag Friedrich des Großen geschaffen wurde. Es schmückte die Tafel seiner dritten Residenz Breslau und war der teuerste Auftrag, den der König seiner Manufaktur je erteilte. Mit seinen 95 Teilen – darunter alleine 36 Speisetellern – lässt sich mit dem Service mit Namen „Breslauer Stadtschloss“ eine Tafel schmücken, die ihresgleichen sucht.

Asian Art

Den Auftakt in der asiatischen Offerte macht in der Auktion „Asian Art“ ein Gewand mit schöner Geschichte. Eine offizielle Longua-Überrobe aus China (Schätzpreis: 4.000 – 6.000 Euro) in transparenter, schwarzblauer Seide und bestickt mit farbiger Seide und Goldfäden, gehörte einst dem in der USA lebenden Zauberer William Ellsworth Robinson (1861 – 1918), der wiederum einen berühmten Hofzauberer aus Peking, Chung Ling Soo (1854 – 1922) nachahmte. Robinson wurde 1918 bei einem Pistolentrick auf der Bühne so stark verletzt, dass er daran verstarb. Sein Nachlass ging in die Hände des berühmten britischen Zauberers Neil Sinclair Nesbitt (1886 – 1936), der die Robe in vielen seiner Auftritte als „Der Große Nesbitt“ trug. Das Material und traditionelle Dekoration mit acht Drachenmedaillons, ist eine wahre Kostbarkeit. Gedacht waren solche Roben ursprünglich für Damen von hohem Rang und wurden wohl bei Zeremonien am Kaiserhof getragen.

Quelle: © Van Ham Kunstauktionen

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