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Preußen-Auktion erzielt sehr gutes Ergebnis

Kaiserliche Präsentationstabatière, 1897

Die am 16. Mai bei Lempertz in Berlin veranstaltete Preußen-Auktion war mit einem Gesamtergebnis von knapp 1 Million Euro sehr erfolgreich. Aufgrund der aktuellen Situation waren nur wenige Sammler im Saal, die Zahl der Online- und Telefonbieter ist dafür erheblich gestiegen.

Den höchsten Zuschlag erhielt Lot 345, eine Kaiserliche Präsentationstabatière aus Gold von 1897. Das auf 6.000 bis 8.000 Euro geschätzte Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II. löste ein heißes Bietgefecht aus, das ein Internetbieter erst bei rekordverdächtigen 50.000 Euro für sich entschied. Eine weitere Tabatière mit Allegorien der bildenden Künste und Portrait Friedrichs II aus Porzellan ließ auch seinen unteren Schätzpreis von 15.000 Euro weit hinter sich und wurde erst bei 28.800 zugeschlagen (Lot 148).

Eine bedeutende Schale aus weißem Carrara-Marmor nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel aus dem Jahre 1810 kam auf 37.500 Euro (Lot 238) und die berühmte Prinzessinnengruppe Luise und Friederike aus Biscuitporzellan der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) ging für 8.100 Euro in eine Berliner Privatsammlung (Lot 206, Schätzpreis 2.000 - 3.000 Euro). Ein Beistelltisch mit vergoldeten Bronzebeschlägen der Gebrüder Spindler erzielte 18.800 Euro (Lot 156) und eine Bronzebüste Friedrichs II. von Johannes Eckstein aus dem Jahre 1786 wurde für 21.300 Euro zugeschlagen (Lot 197).

Bei einer KPM-Tasse mit Mikromosaikmalerei konnte sich ein Internetbieter erst bei 7.500 Euro gegen den Saal und etliche Telefone durchsetzen (Lot 252) und eine seltene Luisentasse mit mattblauem Fond erzielte das Ergebnis von 5.600 Euro (Lot 258). Ein weiteres langes Bietgefecht löste eine oktogonale Bildplatte mit arkadischer Landschaft aus und wurde erst bei 12.500 Euro entschieden (Lot 282). Ein Paar Eiflakons mit dem Palais Schwerin und Ludwigslust vervielfachten ihren Schätzpreis und erzielten 7.500 Euro (Lot 298) und ein Osterei mit Ansicht 'Potsdam über Glienicke' kam auf 2.800 Euro (Lot 299).

Das mehrfach vorbebotene „Bildnis Friedrich Wilhelm II.“ von Anton Graff verdreifachte seinen Schätzpreis und erzielte 35.000 (Lot 205); ein Portrait Friedrichs I, König in Preußen ging für 10.000 Euro an ein Museum (Lot 100, Schätzpreis 6.000 - 7.000 Euro) und ein „Portrait des Fürsten Otto von Bismarck“ von Franz von Lenbach kam auf 20.000 Euro (Lot 346, Schätzpreis 8.000 - 9.000 Euro).

Die in einem Sonderkatalog präsentierte Privatsammlung Wiener Porzellane begeisterte viele Sammler und manifestierte erneut, dass sich Wien in Preußen gut versteigern lässt. Hervorzuheben ist eine Tasse mit Amor hinter Gittern (Lot 28, Ergebnis 13.100 Euro) sowie ein seltener Satz von drei Tassen mit Ansichten von Schwetzingen für 9.400 Euro (Lot 56).

"Das wertbezogene Auktionsergebnis von fast 100 % ist sehr erfreulich und ein gutes Signal für unsere Auktionen Alter Meister, Schmuck und Kunstgewerbe nächste Woche in Köln", so Lempertz-Geschäftsführer Kilian von Seldeneck.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1150: Preußen - Wiener Porzellan aus einer Privatsammlung

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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