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Obama in Rudolstadt

Robert Silvers, Barack Obama, 2009

Kaum vorstellbar, dass man sich hierzulande ein Porträt von US-Präsident Trump an die Wand hängen würde. Mit Obama verhält sich das anders! Ein 122 x 91,5 cm großes Fotomosaik des bekannten Künstlers Robert Silvers mit dem Konterfei Barack Obamas ist eines der Lose der Sparte WENDLmoderne, die jede Herbstauktion in Rudolstadt abrundet (Limit 2.600 €).

Überhaupt lockt die kommende WENDL-Auktion mit zahlreichen Superlativen. Über 4.400 Lose, darunter 750 GEMÄLDE und mehr als 900 Positionen PORZELLAN, werden vom 24. bis 26. Oktober im thüringischen Rudolstadt versteigert. Die unglaubliche Flut der Einlieferungen, die aus zahlreichen Sammlungen stammt, sollte Schatzgräberstimmung aufkommen lassen; Entdeckungen sind garantiert.

Der Bogen spannt sich von Pretiosen der Renaissance und des Barock bis zur Neuzeit, und das Angebot ist international. Fernöstliches Flair verströmt der freundliche, 72 cm hohe Terrakotta-Palastlöwe, der um 1920 vom letzten regierenden Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha an einen Gothaer Industriellen verkauft wurde (Limit 2.400 €). Er kommt nun ebenso wieder an die „frische Luft“ wie die vielen hochwertigen KPM-Vitrinentassen und Jugendstil-Badeschönheiten der Manufakturen KPM und Rosenthal, die aus dem Nachlass des bekannten Berliner Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Dr. Klaus von Wysocki stammen. Ebenso aus seiner Sammlung sind die außergewöhnlichen Porzellanskulpturen "Prinz und Prinzessin" (Limit: 1.500 €) und der "Flötenspieler" (Limit: 800 €) des Bildhauers Gerhard Schliepstein. Sie wurden um 1930 in der Kunstabteilung Rosenthal ausgeformt. Große Tierskulpturen von Meissen und Rosenthal bilden ein gestalterisches Kontrastprogramm zu drei galoppierenden Rössern, die "Apollo im Sonnenwagen" ziehen. Diese um 1880 ausgeformte, beeindruckende Meissen-Gruppe aus der "Großen Russischen Bestellung" wurde 1773 von J. J. Kaendler für Zarin Katharina II. entworfen. Authentische Porzellane des 18. Jahrhunderts finden sich in reicher Menge unter den Figuren und Gebrauchsporzellanen, dazu zählen die mit hinreißend gemalten Putti dekorierten Teller und Platten der Manufaktur Frankenthal. Unter den zahlreichen Servicen ist auch ein Meissen-Service "Marseille" mit kupfergrüner Watteaumalerei für 24 Personen.

Das älteste Los der KERAMIK ist eine Siegburger Schnelle Ende 16. Jh. (Limit 750 €). Zeitlos schwarz-weiß präsentiert sich der von Michael Powolny entworfene große Putto mit Füllhorn (Limit 1200 €).

Sammeln kann süchtig machen. Tabak auch. Das Resultat beider Leidenschaften findet man in den ausgewählten Stücken einer TABAKSAMMLUNG, die nicht nur außergewöhnlich qualitätvoll beschnitzte Pfeifen, sondern auch Konvolute feinster Tabatieren aufweist.

Die wortwörtlichen Glanzstücke der Kategorie SILBER sind neben den vergoldeten Monstranzen und einem Augsburger Barockpokal von Johann Herkommer eine juwelenbesetzte und emailverzierte Prunkkutsche aus der Sammlung Josef Neckermann (Limit 1.900 €) sowie ein Jugendstil-Tafelaufsatz mit einer zweischwänzigen Meerjungfrau mit Spiegel (Limit 1.500 €). Wer Jugendstil liebt, findet unter den METALLARBEITEN besonders schöne Teller, Platten und Leuchter (Kayserzinn, Orivit, Urania, Norica, Gerhardi u.v.m.) aus Silberzinn, die über Jahrzehnte zusammengetragen wurden.

Aus einem fränkischen Sammlungsnachlass stammen die vielen schönen, authentisch gekleideten PUPPEN samt liebenswertem Zubehör. Darunter finden sich Wachspuppen und modisch gekleidete Französinnen (Gaultier, Eden Bébé). Aber auch die weltbekannten Disney-Mäuse Micky und Minnie warten auf neue Besitzer. Die historischen Vitrinen, in denen die Schätze aufbewahrt wurden, sind am letzten Tag der Auktion in der Kategorie MÖBEL zu haben. Hier finden sich auch hochwertige Teppiche und schöne Bauernschränke (Thüringer Nachlass) sowie etliche sehr gut restaurierte Biedermeiermöbel aus eingangs erwähntem Berliner Nachlass.

Leichter und sozusagen an der "Uhrkette wegzutragen" ist die rotgolden Savonette von Lange & Söhne aus Glashütte (Limit 2.400 €). Ebenso wie die goldene Herrenarmbanduhr von Jaeger-LeCoultre sind diese Wertanlagen sicher bald der Stolz neuer Besitzer.

Besonders umfangreich und hochwertig bestückt ist wieder einmal die Königskategorie der GEMÄLDE. Vertreten sind Werke von Frans von Bloemen, Frans III. Francken, Karl Hagemeister, eine Ivan Shishkin zugeschriebene Landschaftsstudie sowie die Gemälde von Sergei Vasilovsky, Paul Mucha und Walter Ophey. Ein Blickfang ist die mit nacktem Oberkörper an einem Mauerspalt lauschende „Thisbe“ von Clemens Bewer. (Limit 2.800.-) Klangvolle Namen finden sich ebenso in den Sparten GRAFIK (u. a. Lesser Ury) und WENDLmoderne. Außergewöhnlich ist das Gemälde der chinesischen Künstlerin Zhao Xiaojia (* 1970) (Limit 12.000 €), deren Werke überwiegend auf dem nicht-eropäischen Markt gehandelt werden. Künstler wie Robert Silvers, Paul Reichle und Eberhard Haverkost sind ebenso vertreten.

Für Lesefreudige hält die Kategorie BÜCHER Raritäten wie beispielsweise das 1672 veröffentlichte Werk der "Kriegsarbeit, oder neuer Festungsbau ..." vom französischen Kartographen und Ingenieur Alain Manesson-Malet (1630-1706) (Limit 550 €) parat. Die "Beiträge zur Gartenbaukunst", veröffentlicht von Friedrich Ludwig von Sckell, dem Erschaffer des Englischen Gartens in München, gelten als eines der ersten Lehrbücher zum Gartenbau. (Limit: 600 €).

Die Reihe der großen und kleinen Schätze, die es zu finden gilt, lässt sich noch lange fortsetzen. Als letztes "Beweisstück der Vielfalt" sollen noch die 18 originalen Bauhaus-Postkarten (Fotografien) erwähnt werden, die hervorragend erhalten und mit 240 € sehr günstig limitiert sind.

Bei dieser so reich bestückten Herbst-Auktion verhält es sich wie beim Pilze sammeln: Selbst finden und entdecken macht Spaß!

Der Katalog ist voraussichtlich ab dem 24. September online und wird gebunden am 2. Oktober verschickt. Das WENDL-Team freut sich ab Samstag, dem 19. Oktober in den Räumen der liebevoll und üppig eingerichteten Vorbesichtigung auf zahlreiche Besucher. Am darauffolgenden Donnerstag, 24. Oktober, beginnt die Auktion bereits ab 9 Uhr. Wer nicht anreisen kann, darf wie immer online mit dabei sein. Wir freuen uns auf Sie!

Veranstaltungen zum Bericht:
95. Herbstauktion 2019

Quelle: © Kunst-Auktionshaus Wendl

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