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Nachbericht Auktion 72

Am 27. und 28. Juni versteigerte Yves Siebers in Stuttgart über 2500 von 3000 Losen aus Kunst, Antiquitäten und Design.
Gleich mehrere Sammlungen bestimmten das Auktionsangebot in diesen beiden Tagen.
Die große Sammlung Spielzeug eines Stuttgarters kam am ersten Tag unter den Hammer und lockte zahlreiche Interessente in den Saal, ans Telefon und zum Onlinebieten. Besonderes Interesse zeigten die Sammler und Liebhaber an Blechspielzeug, Flug- und Eisenbahnmodellen. Um das Flugzeugmodell 52/3m von Junker - besser bekannt als „Tante Ju“ - gab es gleich zu Beginn ein Bietgefecht. Einer der beiden Telefonbieter setzte sich am Schluss gegen mehrere Saal- und Onlinebieter durch und erhielt den Zuschlag für € 7.500,- (Loss 122, Limit € 1.500,-). Das Herz der Blechspielzeug-Sammler dürfte bei den Losen 125 – 131 höher geschlagen haben. Gleich mehrere, sehr seltene und gut erhaltene Burganlagen und Bergpartien der oberschwäbischen Firma Rock&Graner kamen zum Aufruf. Das Modell des Heidelberger Schlosses wechselte für € 7.000,- (Los 127, Limit € 2.500,-) den Besitzer. Zwei Bergpartien (Los 128 und Los 129) waren einem Sammler aus der Region € 2.600,- (Los 128) und € 2.800,- (Los 129) wert. Ein kleiner Flügel (Los 439) für Puppenstuben, ebenfalls von Rock&Graner, wurde vom selben Bieter von € 1.600,- auf € 2.600,- gehoben. Das Ölgemälde des „Märklin Musterzimmers um 1900“ von Gennadi Sokolov (Los 135) wurde zum Limit von € 2.500,- an einen Onlinebieter in die USA verkauft. Eisenbahnliebhaber kamen am ersten Auktionstag gleichermaßen auf ihre Kosten. Ein großes Angebot von Märklin-Loks, Schuppen, Tunnels, Brücken und Bahnhöfen rundete die Offerten der Spielzeug-Sparte ab. Der Großstadtbahnhof von Märklin der Spur HO/O (Los 343, Limit € 500,-) war einem Stuttgarter Sammler nach erneutem Bietgefecht zwischen Saal- und Onlinebieter € 3.600,- wert. Das Modell des Stuttgarter Bahnhofs (Los 342) von Märklin wurde von € 1.000,- auf das Doppelte gesteigert.
Die äußerst seltene Sammlung von über 300 Stereokameras und -betrachtern sowie Stereodias wurde fast ausschließlich an Onlinebieter aus Frankreich und der Schweiz verkauft. Zwei sehr seltene Stereokameras zeichneten sich durch ihren guten Erhaltungszustand und die Vollständigkeit im Zubehör aus. Das Modell „Homéos“ von Jules Richard wurde um 1920 gefertigt und von € 1.500,- (Los 1547) auf € 2.000,- gesteigert. Die „Kern Small Stereo“ mit Torpedosucher (Los 1572) der Aargauer Firma Kern ging mit einem Zuschlag von € 2.600,- an denselben Sammler.
Der zweite Tag der Auktion begann mit der Versteigerung von Keramik, Porzellan und Glas. Ein kleiner Krug des Malers, Bildhauers und Objektkünstlers Pablo Picasso aus der Manufaktur Madoura (Los 1625) wurde durch einen Schweizer Onlinebieter vom Limit € 1.500,- auf € 1.900,- gehoben. Aus dem breiten Angebot an feinen Porzellanen konnte der Großteil der Service, Figuren und Prunkteller zum Limitpreis den Besitzer wechseln.
In der Region um Stuttgart blieben eine Vielzahl der kostbaren, großen und kleinen Zeitmesser.
Das Doppelte des Limitpreises erzielte ein Klassiker unter den Tischuhren. Das Modell „Atmos“ der Schweizer Firma Jaeger-LeCoultre ging für € 2.400,- an einen Onlinebieter (Los1825, Limit € 1.200,-). Der Namen A. Lange&Söhne weckt unter den Uhrensammlern Begehrlichkeiten und so verwunderte es nicht, dass das Interesse an einer Taschenuhr (Los 1877, Limit € 1.200,-) der Traditionsmarke aus Glashütte groß war. Ein Sammler aus der Region setzte sich gegen mehrere schriftliche Vorgebote durch und bekam den Zuschlag für € 2.600,-. Ein Marine Chronometer (Los 1824, Limit € 1.500,-), ebenfalls von A.Lange&Söhne, ging erneut an einen Bieter aus dem Internet und wurde mit € 2.000,- verkauft.
Der Auktionator konnte einem Saalbieter jeweils zum Limit von € 8.500,- (Los 2166) bzw. € 6.500,- (Los 2167) zwei prachtvolle historische Silber-Deckelhumpen zuschlagen. Johann Jebenz (1661-1737) aus Augsburg gestaltete das Gefäß (Los 2166, Limit € 8.500,-) mit einem figürlichen Dekor. Zentral auf der Schauseite sitzt Neptun von Nereiden begleitet auf einer Muschel. Hans Scholler (Meister ab 1642) aus Leipzig schmückte seinen Deckelhumpen (Los 2167, Limit € 6.500,-) mit Amoretten, Blüten und Blattwerk.
Aus dem Nachlass des ehemaligen Vorstandvorsitzenden der WMF Geislingen, Dr. Arthur Burkhardt, stammte eine Dokumentenschatulle (Los 2285, Limit € 1.000,-), die in der Lehrwerkstatt der WMF in den 1950er Jahren als Auftragsarbeit nach Zeichnungen gefertigt wurde. Einem Saalbieter war das zeitlose Design-Objekt mit zwei grünen Farbsteinen € 2.600,- wert.
Das nationale und internationale Auktionspublikum schätzte das Angebot historischer und moderner Skulpturen und Kunstwerke bei Siebers in Stuttgart. Eine kleine Bronze eines jungen Stares von Wilhelm Krieger (Los 2516) wurde für € 2.200,- einem Bieter über das Internet verkauft. Die Figur der Diane mit Gazelle des deutschen Bildhauers Fritz Behn (Los 2504), der eigentlich für seine afrikanischen Tierplastiken bekannt ist, wechselte zum Limit von € 5.000,- den Besitzer und geht nach Bayern. Im Bereich der zeitgenössischen, modernen Skulptur fanden zwei Salvador Dalí und eine Rudolf Hausner Bronze bei den Interessenten Anklang. Die beiden Bronzen von Salvador Dalí wurden jeweils mit einem Zuschlag von € 2.800,- verkauft. Die „surrealistischen Augen“ (Los 2542) ersteigerte ein Amerikaner, konkurrierend mit acht Gegenbietern. Die Figur „Toreador hallucinogène aux cuillères" wurde ebenfalls an diesen heißen Sommertagen über das Internet veräußert. Die surrealistische Darstellung „Adam und Anima“ (Los 2550, Limit € 2.000,-) von Rudolf Hausner ist ebenfalls mit € 2.800,- zugeschlagen worden und geht an einen Sammler nach Berlin.
Ein seltenes und imposantes Mezzotinto von John Young (Los 2611, Limit € 100,-) zeigt den Boxkampf zwischen John Broughton und George Stevenson nach dem Gemälde „The Set-To“ von John Hamilton Mortimer. Erst bei einem Preis von € 5.000,- stieg der Onlinebieter aus der Auktion aus und überließ dem Telefonbieter aus England den Zuschlag.
Ein Ölgemälde von Eduard Grützner mit Mönch, der den Betrachter mit einem verschmitzten Lächeln anblickt und dabei einen Laib Brot, einen Rettich und einen Krug hält, war einem Bieter aus Russland das Limit von € 10.000,- wert (Los 2783). Eine volkstümliche Portraitdarstellung (Los 2841) einer Dame in siebenbürgisch-sächsischer Tracht stammte vom Kronstadter Maler Friedrich Miess. Ein Saalbieter, der extra aus der Heimatstadt des Malers angereist war, konnte sich mit großer Freude für € 8.000,- den Zuschlag sichern.
Kämpfende Widder von Heinrich von Zügel (Los 2884) wechselten zum Limit von € 3.500,- den Besitzer. Ebenfalls zum Limit wurde ein Gemälde von Marcel Herrfeldt versteigert. Zwei weibliche Akte, die sich auf einem Felsen vor Meereskulisse sonnen, gingen für € 4.500,- an einen Telefonbieter (Los 2934).
Die Bedeutung des oberschwäbischen Malers Jakob Bräckle und des Murrhardters Reinhold Nägele spiegelte sich schon in den Zuschlägen vergangener Auktionen bei Yves Siebers wieder. Eine kleinformatige Ansicht mit Heinzen (Los 2914, Limit € 1.400,-) brachten in der Auktion € 1.600,-. Die Akt-Komposition (Los 2958) von Reinhold Nägele, welche aus einer Privatsammlung aus der Region eingeliefert wurde, wurde von € 1.500,- auf € 2.000,- gehoben.
Das Auktionshaus Yves Siebers verabschiedet sich nach dieser sehr erfolgreichen Sommerauktion in die Sommerpause und freut sich auf die nächste Auktion im Herbst 2019.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 72 – Kunst | Antiquitäten | Altes Spielzeug

www.siebers-auktionen.de

Quelle: © Yves Siebers Auktionen - Stuttgart

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