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Beachtliche Privatsammlungen

Museale Vase mit der Darstellung der drei Generäle, Japan, um 1880

In der wie stets zweitägigen Auktion werden am 7. und 8. Juni insgesamt 836 Lots, davon 499 Objekte aus Japan und 336 Kunstwerke aus China, Indien, Pakistan und Südostasien, offeriert. Von der bisher außerordentlich erfolgreich versteigerten Sammlung Kolodotschko mit Netsuke wird nun Teil VI offeriert und wie in der Vergangenheit in einem eigenen Katalog präsentiert.

China

Die China-Offerte wird von einem starken Angebot an Kunstgewerbe dominiert. Ein großes Angebot an chinesischen Möbeln bildet hierbei den Kern. Während der Qing-Dynastie ist im 18. Jh. ein Paar feine Armlehnstühle vom Typ sichutou guanmaoyi aus Huanghuali-Holz gearbeitet worden (Lot 743, € 60/70.000). Ein seltener und reich dekorierter Nashorn-Becher ist während des 18./19. Jh., ebenfalls zu Zeiten der Qing-Dynastie, geschnitzt worden (Lot 704, € 20/30.000). Ein mit 58 cm Durchmesser sehr großer Cloisonné-Teller des 19. Jh. ist auf € 5/7.000 geschätzt (Lot 668). Das älteste Objekt der China-Offerte ist ein Speisebehälter mit Deckel vom Typ ding aus dem frühen 5. Jh. v. Chr. von beachtlicher Größe. Der 36 cm messende Behälter aus Bronze ist im nördlichen Zentralchina in den Shanxi-Henan Provinzen während der östlichen Zhou-Zeit/späten Zeit der Frühlings- und Herbstannalen entstanden. Das Stück befand sich ehemals in den Sammlungen von Hugo (1926–2006) und Gerda Vedder (1932–2019), Lüdinghausen, und ist mit € 10/15.000 bewertet (Lot 647). Aus dem späten 19. Jh. stammt eine Drachenrobe (jifu) f+r € 25./30.000 (Lot 720).

Eine 137,5 x 240 cm große Malerei von Zou Yigui (1686 – 1722) mit Baron Léon Lambert-Provenienz trägt eine Taxe von € 20/30.000 (Lot 615). 60/80.000 Euro lautet die Taxe eines Bildes von Qi Baishi (1864 – 1957) (Lot 630). Unter der jungen Kunst fällt "Art in America", eine 270 x 225 cm große Mischtechnik von Zhou Tiehai, auf (Lot 638, € 50/80.000).

Auf € 30/50.000 ist eine prächtige Bronzefigur des Vajrasattva aus dem tibetischen 17. Jh. geschätzt (Lot 580).

Indien, Südostasien

Unter den Kunstwerken aus Indien ragen 15 insbesondere kulturhistorisch interessante silberne Lingam-Behälter der Lingavat aus einer norddeutschen Privatsammlung heraus. Die Anhänger der Shiva-Sekte der Lingavat in Südindien tragen diese kleinen Behälter sowohl als Halsschmuck, als auch zur Aufbewahrung eines kleinen Lingams aus Stein – Symbol der Gottheit Shiva (Lots 510 – 517). Einer der Höhepunkte der Indien-Offerte ist die Stele eines Uma-Maheshvara des 11./12. Jh. aus Nordost-Indien (Lot 502, € 15/20.000).

Aus einer Schwarzwälder Privatsammlung wird eine Sammlung von 12 Kris angeboten. Die Ritualschwerter stammen größtenteils aus Indonesien und Malaysia (Lots 544 – 550). Aus Birma kommt ein monumentaler Altarthron (hpaya khan) mit Bronzefigur des Buddha Szhakyamuni aus dem späten 19./frühen 20. Jh. (Lot 528, € 10/15.000). Ein Avalokiteshvara des 12. Jh. aus Kambodscha, Angkor Watt ist auf 40/45.000 geschätzt (Lot 529); ein gleichalter Kalkstein-Torso mit derselben Herkunft liegt bei € 30/35.000 (Lot 530). Ein lebensgroßer Bronze-Buddha des 15./16. Jh. aus Thailand kommt auf 22/25.000 Euro (Lot 534).

Japan

Das Kunstgewerbe wird von der Meji-zeitlichen Offerte dominiert und ist qualitativ und quantitativ stark aufgestellt. Darunter befindet sich eine feine kleinere US-Privatsammlung mit sehr gut erhaltenen Satsuma-Keramiken, die durch ausgefallene Motive auffallen (Lot 31, € 6.000 – 10.000 / Lot 30, € 5.000 – 7.000, Lot 33, € 3.000 – 4.000).

Highlight der Offerte japanischer Kunst ist Lot 51: Die museale Elfenbeinvase mit der Darstellung der drei Generäle ist von beträchtlicher Größe, befindet sich in einem exzellenten Erhaltungszustand und steht auf einem bemerkenswerten, aufwendig gefertigten Sockel aus Holz mit aufwendigen Metallarbeiten. Die um 1890 in Tokyo entstandene Vase ist insgesamt 58,2 cm groß, signiert von Komei mit Siegel und mit € 20.000 – 30.000 Euro bewertet. Angeboten werden ferner wie stets zahlreiche Holzschnitte und Malerei aus verschiedenen Privatsammlungen(bis € 4.000), ferner eine kleine Sammlung Yabu Meizan-Keramiken (Lots 31 – 37, bis € 10.000) und eine Gigaku-Maske für 8/10.000 Euro (Lot 1).

Die Netsuke der Sammlung Kolodotschko – der inzwischen sechste Teil dieser Sammlung, die Lempertz in den letzten Jahren mit außergewöhnlichem Erfolg versteigert hat – werden wieder in einem Sonderkatalog präsentiert. Die Offerte wird mit Inrô und Sagemono aus verschieden weiteren Privatsammlungen angereichert; insgesamt weist der Katalog rund 250 Positionen auf (Lots 250–499, darunter 117 Netsuke von Kolodotschko). Zu den Spitzen-stücken dieser Offerte gehört ein seltenes Netsuke eines Kirin aus dem späten 18. Jh. (Lot 367, € 4/5.000).

Lempertz Auktionen 1136
7. Juni: Japan, Slg. Kolodotschko VI
8. Juni: China, Tibet/Nepal, Indien, Südostasien

Vorbesichtigung Köln
1.–6. Juni

Kataloge online / Live-Auktion
http://www.lempertz.com/kataloge.html

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1136: Asiatische Kunst - Netsuke, Inro und Sagemono

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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