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Lovis Corinth, Blumen in Vase, 1923

Lovis Corinth, Blumen in Vase, 1923

Öl auf Leinwand. 50,5 x 40,6 cm. Gerahmt. Oben links schwarz signiert und datiert 'Lovis CORiNTH./1923.'. - In schönem Erhaltungszustand. - Kleine punktuelle Farbabplatzungen professionell restauriert.

Berend-Corinth 902

Provenienz

Ehemals Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, lt. Charlotte Berend-Corinth 1937 als "entartet" beschlagnahmt; Galerie Interkunst, München; Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer, Stuttgart, 36. Auktion, 3.-4.5.1961, Lot 53 ("Blumenstilleben"), mit Farbtafel 11; Ehemals Privatsammlung Nordrhein-Westfalen, Nachlass

Losnummer: 262


Sehr charakteristisch für die intensive, sich verströmende Malerei Corinths - insbesondere für die des Spätwerks - ist das Blumenstillleben. Hans-Jürgen Imiela betonte, wie sehr der Künstler sich spontan an die Blüten vergab, ohne jegliche Vorstudien, und wie sehr die Hinfälligkeit der gepflückten und gebundenen Sträuße, ihr Verwelken und ihr Vergehen, welches beim Arbeiten "sich unter seinen Augen vollzog", ein den Gemälden immanentes Thema ist - ein klassisches "Memento Mori", das sich aus bewegten Details und dunklen Schwärzen zu lebendiger Farbigkeit entfaltet und dem Corinth, "naß in naß", seine Signatur einschrieb "als wünsche er seinen Namen mit dem Übergangsprozeß in Bezug zu setzen." (H.-J. Imiela, in: Charlotte Berend-Corinth, Lovis Corinth. Die Gemälde, Werkverzeichnis, München 1992, Einführung, S. 43).

Diese angedeutete Symbolik mag sich auch in der starken Bildwirkung der hier dargestellten Chrysanthemen erweisen. Sie erklärt sich insbesondere und in erweitertem Verständnis noch durch die Malweise, die die Pinselarbeit an sich herausstellt - den pastosen, abstrahierenden Farbauftrag als fulminante künstlerische Gebärde, die ein expressiver Gestus der Selbstbehauptung ist, als male Corinth gegen alle existentiellen Gefährdungen an. Die Blüten stehen gebündelt dicht an dicht und doch in alle Richtungen entfaltet und finden ein diffuses Zentrum in einem dunklen Gefäß, von Charlotte Berend-Corinth - sie mag es definitiv gewusst haben - als "Bronzekübel" beschrieben. Lovis Corinth gelingt es meisterhaft durch die ausgewählten tonalen Kontraste eine bildnerische Einheit zu schaffen, die alle Unruhe in eine Form überführt und die ihn als großen späten Impressionisten auszeichnet.


Veranstaltungshinweise:

Am 31.05.2019 Auktion 1134: Moderne Kunst


Schätzpreis: 150.000 - 200.000  EURO

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