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Gottardo Segantini, Lagrev in autunno, 1921

Gottardo Segantini, Lagrev in autunno, 1921

Öl auf Leinwand. 101,5 x 81,5 cm. Gerahmt. Unten links rot signiert und rechts datiert 'Gottardo 1921' und rückseitig rot signiert, bezeichnet und betitelt 'Gottardo Segantini Maloja Lagrev in autunno'. - Tadellos erhalten.

Mit einer Bestätigung von Matthias Oberli und Barbara Nägeli, Schweizer Institut für Kunstwissenschaften, Zürich, vom 20. März 2019. Das Gemälde ist im Archiv des SIK-ISEA unter der Nr. 1903130005 als eigenhändige Arbeit registriert.

Provenienz

Privatbesitz Norddeutschland

Losnummer: 254


Gottardo Segantini erhält wichtige Impulse durch seinen Vater Giovanni, dessen einziger Schüler er ist, und durch den Zeitgenossen Ferdinand Hodler. Mit Hingabe widmet er sich den Motiven aus der ihn unmittelbar umgebenden Bergwelt; die Familie Segantini lebt im italienisch-schweizerischen Maloja, situiert zwischen Gebirgszügen und dem Silsersee, Gottardo verbringt den Großteil seines Lebens dort. Er führt in der Liebe zur Natur und seiner persönlichen Anspruchslosigkeit das Leben eines Bergbauern, ein Leben inmitten der ewigen Landschaft des Tales zu Füßen seiner Berge, in deren Licht und Schatten, zu jeder Tages- und Jahreszeit. Der Piz Lagrev ist für Gottardo Segantini wie der Mont Sainte Victoire im Werk von Paul Cézanne. Ähnlich wirkt die symbolische Deutung dieser pointierten Erscheinung der Natur und wird ebenso in präziser Malweise mit farbenreicher Palette zu einer bemerkenswerten Erinnerung: Eine herbstlich gestimmte Landschaft unterhalb der Erhabenheit der schroffen felsigen Bergwelt. Man spürt das botanische Interesse an der unvergleichlichen Flora und die Spuren der vergangenen Gletscherwelt, die Färbung der Macchia, das Herbstlaub an den Lerchen und Arven, das besondere Licht auf den höheren Plateaus in den Nebentälern von Maloja. Das weiche Ineinanderfließen der Farben vermeidet Gottardo Segantini; im Gegenteil, die Farben sind in Punkten und akkuraten Strichen nebeneinander gesetzt, ähnlich der Malweise der Postimpressionisten um Georges Seurat oder Paul Signac, nur viel feiner: sie erzeugen im Auftrag und mit der Kraft der Farben eine ungeheure Leuchtkraft. Schon sein Vater Giovanni Segantini verändert die Bergdarstellung der Romantik. Für ihn und seinen Sohn Gottardo ist das Unerreichbare, das Majestätische wie es noch die Romantiker Caspar David Friedrich und Joseph Anton Koch sehen, ganz nahe. Sie dramatisieren den Berg nicht im Blick von der Talsohle, sondern von dem davorliegenden Plateau ausgehend, finden sie eine andere Empfindung: die intensive Stille und feierliche Andacht vor dem Gipfel.


Veranstaltungshinweise:

Am 31.05.2019 Auktion 1134: Moderne Kunst


Schätzpreis: 80.000 - 120.000  EURO

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