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Carl Maria von Weber, Brief an Verleger Schott, 1822

Carl Maria von Weber, Brief an Verleger Schott, 1822

Weber, Carl Maria von, Komponist und Dirigent, Hofkapellmeister in Dresden (1786-1826). Eigh. Brief m. U. "Carl Maria von Weber". 2/3 S. Doppelblatt mit Adresse. 4to. Dresden 18.I.1822.

Losnummer: 2391


An den Mainzer Musikverlag B. Schott's Söhne, der vom Leiter des Mainzer Theaters gebeten worden war, bei Weber wegen des Erwerbs der "Freischütz"-Partitur für seine Bühne anzufragen. Der Komponist antwortet: " ... Da ich wegen so manchem Mißbrauch der mit Partituren getrieben wird, mir von jeder geehrten Theater Direktion einen Revers wegen des nicht weiter Verkaufs, Vertauschs e.c. ausgebeten und erhalten habe, So muß ich Sie ersuchen, mir statt eines Hoftheaters, zu sagen welches Hoftheater meine Oper zu haben wünscht. Berlin, Wien, München, Hannover, Koppenhagen, Carlsruh e. c. besizzen sie bereits. - Bühnen des 1ten Ranges haben sie mit 100 - 60 - und selbst Privatdirektionen mit 40 Thl. honorirt. Das geehrte Hoftheater für das Sie sie zu haben wünschen, kann hier seinem eigenen Ermessen gemäß wählen ...". Bedankt sich "aufs freundschaftlichste" für die ihm bezeugte Teilnahme. - Darunter hat der Musikverleger den Entwurf für die Antwort an Weber notiert: "In obiger Angelegenheit schreiben Sie Herrn Carl M. von Weber, daß die Oper, für das hiesige Hoftheater ist, daß nie von hier aus eine Abschrift einem andern Theater mitgetheilt u. daß ebenso wenig gegen andere Opern eingetauscht wird. Se Königl. Hoheit haben allergnädigst bestimmt für die Oper 60 Dukaten auszahlen zu lassen, so wie solche eingegangen ist. Wagner". - Mit der Bezeichnung "Hoftheater" hatte der Schott Verlag wohl absichtlich etwas hoch gegriffen, um Vertrauen zu erwecken. Das unter ständigem Wechsel privater Direktoren leidende Mainzer Nationaltheater hatte endlich 1817 einen festen Zuschuß des Großherzogs Ludwig I. von Hessen erlangen können und nannte sich fortan "Großherzoglich Hessische Nationalbühne". Als die städtische Verwaltung bereits Anfang 1819 wieder aufgeben mußte, übernahm der Stadtrat Ludwig Kramer die Direktion und führte sie bis 1823; dann hatte auch er sein gesamtes Vermögen investiert und eingebüßt. "... Gelang es Kramer, zunächst auch die Zustimmung der theaterinteressierten Kreise zu erringen; dann aber ließ ... die Teilnahme des Publikums nach, die nur noch einmal durch die Erstaufführung des Weberschen 'Freischütz' am 16. November 1822 geweckt wurde" (Merbach, Das Mainzer Stadttheater). Nach der bejubelten Uraufführung des "Freischütz" in Schinkels neuem Berliner Schauspielhaus im Juni 1821 folgten rasch andere Bühnen, und im Jahr 1822 gab es mehr als 20 Inszenierungen der Oper in Deutschland. Die Mainzer Aufführung, 10 Monate nach vorliegendem Brief, erfolgte also recht spät. - Aus der Sammlung Künzel.


Veranstaltungshinweise:

Am 16.04.2019 bis 18.04.2019 113. Auktion: Wertvolle Bücher, Bibliotheca Scholastica, Dekorative Graphik und Autographen


Schätzpreis: 3.500,-  EURO

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