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Ausstellung Estate Sarah Schumann bei Van Ham

Sarah Schumann, Selbstportrait, 2000

Vom 5. - 28. April 2019 präsentiert Van Ham Art Estate mit der Ausstellung "Sarah Schumann - Wirkliche Welt. Collagen und Gemälde von 1958 bis 2008" die erste umfassende Ausstellung der deutschen Nachkriegskünstlerin. Im Rahmen des 60. Firmenjubiläums von Van Ham Kunstauktionen und parallel zur 53. Art Cologne wird anhand von achtzig ausgewählten Gemälden, Gouachen, Fotocollagen und Buchillustrationen aus fünf Jahrzehnten das breite Wirkungsspektrum erstmals anschaulich nachvollziehbar. Darüber hinaus wird Sarah Schumann in Filmporträts von Harun Farocki und von Bettina Böttinger der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Ausstellung in den Räumlichkeiten von Van Ham Kunstauktionen in Köln eröffnet mit der Premiere des Filmporträts zu Sarah Schumann von Bettina Böttinger am 4. April 2019. Ein besonderer Dank gilt der Künstlerin, den Leihgeberinnen der Ausstellung und Bettina Böttinger für ihr Engagement.

Im Jahr 1953 beginnt Sarah Schumanns künstlerische Laufbahn mit einer Einzelausstellung in der Zimmergalerie Franck in Frankfurt am Main. Diese war 1949 von Klaus Franck eröffnet worden und hatte 1952 unter dem Titel "Neuexpressionisten" der Quadriga-Gruppe mit K.O. Götz, Bernard Schultze, Heinz Kreutz und Otto Greis, und damit dem deutschen Informel, zum Durchbruch verholfen.

Die damals zwanzigjährige gebürtige Berlinerin, Tochter des Bildhauerpaares Kilian und Dora Schirmer, ist inspiriert durch die Kunst der Avantgarde und des Surrealismus. Von Beginn an setzt sie sich in ihrem Werk diskursiv mit "Schrecken und Schönheit" auseinander, die frühen "Schock-Collagen" der 1950er Jahre reflektieren entsprechend ihre Kindheit im Zweiten Weltkrieg und Jugenderlebnisse in der Nachkriegszeit. Demzufolge zählt das Forschungsprojekt des Städel Museums "Café Deutschland" Sarah Schumann zur ersten Kunstszene der BRD. In dieser Zeit wird ihr Blick als Malerin durch Museumsbesuche in den europäischen Kunstzentren geschärft, die sie zusammen mit ihrem damaligen Mann, dem Kunsthändler Hans Brockstedt, unternimmt.

Die Künstlerin geht schließlich ihre eigenen Wege, wechselt den Wohnsitz, zieht zunächst nach London und schließlich ins Piemont. Ihr Lebensmittelpunkt aber ist seit 1968 die Stadt Berlin. Im Kontext der gesellschaftspolitischen Umbrüche ist Schumann Co-Kuratorin der historisch bedeutenden Ausstellung "Künstlerinnen international 1877-1977". Zu den 150 ausgestellten künstlerischen Positionen zählen neben ihrer eigenen Person u.a. Paula Modersohn-Becker, Frida Kahlo, Louise Bourgeois, Agnes Martin, Carolee Schneemann, Martha Rosler, Katharina Sieverding, Ulrike Rosenbach, Diane Arbus sowie Meret Oppenheim, mit der Sarah Schumann anlässlich der Ausstellung ein Interview in Paris führt.

Sarah Schumanns Werke der 1970er und 1980er Jahre handeln von ihrer Zeit als Stipendiatin in der Villa Massimo in Rom und ihrer internationalen Tätigkeit für Goethe-Institute u.a. in Neu-Delhi, Mumbai und Nairobi. Die poetischen Bilder fangen den Blick auf die menschliche Existenz und ihre Umgebung ein. Recherchen zu historischen Parkanlagen und Friedhöfen führen in die damalige DDR. Ihre Erfahrungen in Moskau spiegeln sich in dem Zyklus "Moskau, Erz + Körper" von 1992, der in der Ausstellung präsentiert wird. Darüber hinaus gestaltet Sarah Schumann von 1989 bis 2008 die Buchumschläge der Werkausgabe von Virginia Woolf im S. Fischer Verlag.

Sarah Schumanns Werk wurde in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und Moskau in Galerien und Institutionen gezeigt. Die Werke der Künstlerin befinden sich in deutschen und internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen. Leben und Werk von Sarah Schumann wurden von Michaela Melián künstlerisch gewürdigt und darüber hinaus von ihrer Lebensgefährtin Silvia Bovenschen in dem Buch "Sarahs Gesetz" literarisch verewigt.

Seit 2018 wird der künstlerische Vorlass von Sarah Schumann, geboren 1933 in Berlin, durch Van Ham Art Estate betreut. Nach der Ausstellung "Friedrich Gräsel. Working heart - Skulptur und Zeichnung im Dialog" im April 2018 wird die Ausstellungreihe zu den Van Ham Art Estate-Künstlern nun fortgesetzt. Das Künstlernachlassmanagement Van Ham Art Estate betreut zudem die Nachlässe von den bedeutenden Nachkriegskünstlern Bernd Berner, Karl Fred Dahmen, Friedrich Gräsel, Bernard Schultze und Ursula Schultze-Bluhm sowie den Nachlass der Fotokünstlerin Tata Ronkholz und den Teilnachlass sowie das Archiv zu Karl Hofer, die von wissenschaftlichen Komitees begleitet werden.

Veranstaltungen zum Bericht:
Sarah Schumann - Wirkliche Welt. Collagen und Gemälde von 1958 bis 2008

Quelle: © Van Ham Kunstauktionen

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