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Heinrich Kühn auf Rekordniveau bestätigt

Heinrich Kühn, Ohne Titel (Küstenlandschaft in Italien), wohl 1897/99

Auktion Photographie

Zu den Highlights aus dem Bereich der klassischen Photographie des frühen 20. Jahrhunderts und der Auktion zählend, waren vier großformatige Kombinationsgummidrucke des großen Piktoralisten Heinrich Kühns aus süddeutschem Privatbesitz heftig umkämpft. Mit je 15/20.000 bewertet, wurde die Aufnahme einer italienischen Küstenlandschaft bis auf 42.000 emporgetrieben (Lot 16), während „Wäscherinnen am Strand“ erst bei 37.000 übernommen werden konnten. Lempertz hatte schon mit der Versteigerung von 60 Aufnahmen Kühns aus einer deutschen Privatsammlung im Herbst letzten Jahres ein neues Preisniveau für den Photographen in Europa etabliert – das nun eindrucksvoll bestätigt wurde (Lot 14). Zwei weitere identisch bewertete Kombinationsgummidrucke aus derselben Zeit wurden für € 37.000 und € 35.000 versteigert (Lots 14 und 15).

Ein spektakuläres Objekt der Auktion war der bis dato verschollen geglaubte, 84-seitige „Entwurf zum Berlinbuch“ von Hein Gorny mit zahlreichen Photographien und Photocollagen. Gorny hatte 1946 eine Publikation geplant, die eine Dokumentation der kriegszerstörten Hauptstadt und zugleich eine Anklage an die Hauptverursacher der Krieges, das verbrecherische NS-Regime, sein sollte. Bei der Maquette handelte es sich um ein beeindruckendes Zeitdokument, das nun für 13.600 an deutschen Handel ging (Lot 53, € 8/10.000).

Das frühe Portrait eines Ehepaares aus Herdorf von August Sander gehörte Ebenfalls zu den Edeldrucken. Als großformatiger Bromöldruck handelte es sich hierbei um eine Rarität, die bei 15.000 an einen französischen Sammler ging (Lot 19, € 4/5.000). Hugo Brehmes Konvolut von 173 Ansichten aus Mexiko ist ein beeindruckendes Zeitdokument. Die Aufnahmen des gebürtigen Eisenacher Photographen, der als 25-Jähriger nach Mexiko auswanderte, gingen für 31.000 Euro an einen mexikanischen Bieter (Lot 61, € 25.000).

Zu den interessanten Losen der Auktion gehörte auch das nur in kleiner Auflage erschienene Portfolio „Icons“ mit 15 Aufnahmen von Henry Wessel. Entstanden zwischen 1968 und 1989, bilden sie – mit feinem Sinn für das Skurrile – die Vorstädte an der amerikanischen Westküste und ihre Bewohner ab. Ein amerikanischer Sammler investierte 32.000 Euro (Lot 116, € 25/30.000).

Zeitgenössische Kunst + Photographie

Zu den Highlights photographischer Arbeiten der Auktion „Zeitgenössische Kunst“ gehörte mit € 24.000 u. a. ein photographisches Selbstportrait Gerhard Richters als Schielender in Nahansicht - eine ironische Selbstdarstellung als „Anti-Held“ in Antwort auf das traditionelle, meist idealisierende Konzept des Künstlerselbstbildnisses (Lot 511, € 20.000). Erfolgreich waren auch Jürgen Klauke mit einem C-Print für € 18.600 (Lot 583, € 12.000) und Candida Höfer mit demselben Ergebnis für eine Innenraumaufnahme in Aranjuez (Lot 667, € 15.000).

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1120: Photographie
Auktion 1122: Zeitgenössische Kunst

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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