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Königliches Geschenk – Winterliche Jagdszene gemalt von Königin Elisabeth von Preußen

Elisabeth, Königin von Preußen: König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und

Dem Münchner Auktionshaus NEUMEISTER gelingt der Nachweis der Autorschaft der preußischen Königin. Dank minutiöser Recherche entpuppt sich der Monogrammist EL, der Maler des Gemäldes, als Elisabeth Ludovika, Königin von Preußen, geborene Prinzessin von Bayern (1801 München – 1873 Dresden).

Erste Hinweise darauf, dass es sich beim Künstler oder der Künstlerin um eine hochstehende Persönlichkeit aus dem engeren Umfeld der Wettiner handeln könnte, gaben der originale Rahmen mit Wappenkartuschen des sächsischen Königshauses sowie das bekrönte Monogramm „EL“ mit der Datierung „1841“.

Seit 1822 war die bayerische Prinzessin Amalie (1801 München – 1877 Dresden, Tochter des bayerischen Königs Max I. Joseph, Halbschwester von Ludwig I. König von Bayern und Tante von Elisabeth ‚Sisi‘, der späteren Kaiserin von Österreich) mit Johann von Sachsen (1801 Dresden – 1873 Pillnitz, seit 1854 König) verheiratet. Ihre Zwillingsschwester Elisabeth Ludovika (1801 – 1873), „Elise“, wiederum ehelichte 1823 Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795 Berlin – 1861 Potsdam, preußischer König seit 1840, Sohn der legendären Königin Luise, geborene Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz [1776 – 1810]). Mit ihrem Mann teilte Elisabeth Ludovika verschiedenste geistige Interessen, darunter auch dessen Engagement für die Kunst und Bildung.

Die Hinweise auf die Autorschaft des Bildes durch die preußische Königin verdichteten sich, da Malerei unter anderem zur klassischen Erziehung von Prinzessinnen gehörte. Insbesondere Max I. Joseph kümmerte sich, untypisch für die damalige Zeit, intensiv um die Bildung seiner Kinder. So verantwortete der Archäologe und ehemalige Theologe Friedrich Thiersch den Unterricht von Elisabeth und ihre Schwestern in Geschichte, Literatur und Geographie. Elisabeth, die ihn zeitlebens sehr verehrte, blieb ihm eng bis zu seinem Tode im Jahre 1860 verbunden.

Diese umfassende Bildung in Verbindung mit den eindeutig zu identifizierenden physiognomischen Ähnlichkeiten der beiden Jäger mit den (königlichen) Ehemännern - links Johann von Sachsen, rechts Friedrich Wilhelm - erhärteten den Verdacht weiter, dass Elisabeth die Autorin des Bildes sein könnte und es dem sächsischen Prinzenpaar schenkte, welches es dann entsprechend rahmen ließ. Der letzte Beweis der Autorenschaft der Königin gelang Neumeister dank der Kontaktaufnahme zu Dorothea Minkels, der Autorin verschiedener Publikationen über Königin Elisabeth und ihren Gemahl König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, die im Rahmen einer weiteren Publikation, die 2019 erscheinen soll, auf die Hintergründe der Entstehung dieses Gemäldes eingehen wird. Sie war es auch, die das Gemälde – nach Redaktionsschluss des gedruckten Auktionskataloges – am 13. November 2018 im Original prüfen konnte und die Autorschaft der preußischen Königin bestätigte.

Das vorliegende Gemälde, offensichtlich ein Geschenk der preußischen Königin an ihre Schwester und/oder ihren Schwager, ist in vielerlei Hinsicht ein Rarissimum. Nicht nur ist es ein seltenes Dokument für das künstlerische Talent der preußischen Königin, es ist zudem motivisch im engsten familiären Umfeld derselben zu verorten. Es handelt sich bei diesem Gemälde um ein einmaliges Zeugnis der ausgesprochen freundschaftlich-familiären Beziehungen der Häuser Hohenzollern und Wettin. Nicht nur waren die beiden Zwillingsschwestern einander eng verbunden, auch ihre Gatten pflegten ein über die Maßen gutes und vertrauensvolles Verhältnis miteinander.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion AK382: Alte Kunst

Quelle: © Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

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