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Meissen muss es sein

Rudolf Hentschel, 88 Teile aus dem „Flügelmuster-Service“, Meissen 1901

Die Porzellanarbeiten aus dem Hause Meissen sorgen nach wie vor für herausragende Zuschläge. Das berühmte Flügelmuster-Jugendstilservice von Rudolf Hentschel, Teile aus dem legendären Schwanenservice des Grafen von Brühl oder der große Bär von Max Esser - sie alle sorgten für spannende Bietgefechte und erfuhren nennenswerte Preissteigerungen. Genauso konnte Van Ham wieder mit einem Möbelstück aus der Manufaktur Abraham und David Roentgen sowie mit reizvollen Figuren von Demetre Chiparus überraschen.

Die Porzellanofferte fand beim Publikum großen Anklang, insbesondere die 88 Teile des "Flügelmuster-Service" von Meissen mit einem Dekor von Rudolf Hentschel begeisterten die Sammler. Die Taxe für das elegante Jugendstilgeschirr von 15.000 Euro wurde mit dem Ergebnis von 42.570 Euro beinahe verdreifacht. Auch die beiden hervorgehobenen Privatsammlungen von Jörg Wolfgang Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha und Annemarie Schulte Rauxel Droege erhielten zahlreiche Zuschläge, viele davon über den Erwartungen. Aus der Sammlung von Schulte Rauxel Droege stachen die drei Objekte des Schwanenservices für Heinrich Graf von Brühl hervor: den Flaschenständer sicherte sich ein Saalbieter für 10.965 Euro, ein Speiseteller geht für 9.030 Euro in den britischen Handel und die 4-flammige Girandole wechselt für 4.515 Euro in eine deutsche Privatsammlung. Über 100 Entwürfe schuf Max Esser, Schüler von August Gaul, für die Meissner Manufaktur. Eine besonders schöne und eindrucksvolle Arbeit ist der große Bär von 1929. Die angebotene Arbeit stammt aus dem Besitz der Familie Esser und besitzt damit die beste Provenienz. Der weiße Bär lockte zahlreiche russischer Bieter an die Telefone, die das Ergebnis auf stolze 32.250 Euro hoben.

In den goldenen 20er Jahren in Paris lebend, wurde Demetre Chiparus neben den Strömungen der bildenden Kunst und einem neuen, modernen Frauenbild der Garçonne, sowie durch die glamourösen Revuen, wie sie in den Folies Bèrgere oder dem Moulin Rouge dargeboten wurden, beeinflusst. Exotische Kostüme und Tanzposen inspirierten Chiparus zu seinen fragilen und kostbaren chryselephantinen Figuren, wie der Gruppe "Le Secret", welche ein russischer Bieter für 30.960 Euro ersteigerte. Auch Chiparus' Figuren "Carnaval" und "Danseuse Orientale" gingen für 28.380 Euro und 25.800 Euro nach Russland.

Das Rokoko-Eckschränkchen mit floralen Einlagen zählt zu einer Gruppe von Möbeln die ganz charakteristisch für das Schaffen der Roentgen Manufaktur im Rokoko ist. Die wichtigsten Merkmale sind die weichen fast fließenden Formen in Verbindung mit sehr plastisch wirkenden Huffüßen. Auch die äußerst qualitätvollen Blütenintarsien zeigen das Können der Neuwieder Manufaktur die mit diesem Möbeltypus auf dem Höhepunkt ihrer Rokoko Möbel angelangt sind. Ein Süddeutscher Sammler setzte sich mit einem Preis von 38.700 Euro gegen seine Konkurrenten durch.

Im Ballsaal des Kasseler Schlosses hingen wohl einst diese vier monumentalen Pariser Appliken mit Viktorien aus der Zeit Jérôme Bonapartes. Die Kenner erkannten den Wert für diese prachtvollen Arbeiten trotz ihres restaurierungsbedürftigen Zustands. Für 23.220 Euro wechseln die vergoldeten Bronzen nun in ein e Süddeutsche Sammlung.

Veranstaltungen zum Bericht:
416. Auktion: Europäisches Kunstgewerbe

Quelle: © Van Ham Kunstauktionen

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