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Vorbericht der 57. Kunstauktion

Fritz Beckert, Dresden - Blick von der Brühlschen Terrasse auf die Augustusbrücke. 1916.

Mehr als 1.100 Lose umfasst die Herbstsauktion am 22. September bei Schmidt Kunstauktionen Dresden mit Objekten des 16. bis 21. Jh. aus den Bereichen Gemälde, Grafik, Antiquitäten und Kunsthandwerk.

Unter den Gemälden des 19. Jh. tritt u.a. Carl Spitzwegs kleines Studie "Abendliche Buschlandschaft" in typischer Lichtführung und Akzentuierung des Künstlers hervor (Schätzpreis 5.200 €). Wahrscheinlich handelt es sich bei dem hier vorliegenden, um 1875 entstandenen Werk um eine Vorarbeit für das Gemälde "Rastende Zigeuner" (WVZ Wichmann 1464).

Von 1910-1920 lebte der Spätimpressionist Otto Altenkirch in Dresden, bevor er nach Siebenlehn übersiedelte. In dieser Zeit entstand das Gemälde "Regenloch (Heller am Trompeterwäldchen)" (Schätzpreis 6.000 €). Diese Landschaft im Norden Dresdens mit der spärlichen Vegetation übte besonderen Reiz auf Altenkirch aus. In zahlreichen Gemälden hielt er die Stimmungen von Licht und Wolken zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten sowie Witterungsverhältnissen fest.

Ebenfalls in diesen Jahren entstanden zahlreiche Stadtansichten des Architekturmalers Fritz Beckert. In diesen setzte er die Tradition der Dresdner Vedutenmalerei fort, an die zuvor schon sein Lehrer Prof. Gotthardt Kuehl auf moderne Weise anknüpfte. Mit der Ansicht "Dresden-Blick von der Brühlschen Terrasse auf die Augustusbrücke" von 1916 (Schätzpreis 10.000 €) kann ein großformatiges Bild Beckerts aus dieser frühen Zeit angeboten werden.

Nur wenig später entstand Hans Ungers Gemälde "Der Sommer" (Schätzpreis 13.000 €). Hier zeigte der Künstler einen Dreiviertelakt mit Hut und Tuch, die Gesichtszüge erinnern an seine Ehefrau und Muse Marie Antonia. In zahlreichen Werken hielt Unger ihre für in ideale Schönheit fest bzw. näherte seine Bildnisse dem durch Marie Antonia verkörperten Idealtypus an.

Das Segment der Grafik des 18. und 19. Jh. wird zu einem großen Teil von Werken der Sammlung Sahrer von Sahr, welche auf Carl Sahrer von Sahr (1821-1874) zurückgeht, bestimmt. Diese Sammlung aus Schloss Dahlen vermittelt durch ihren Schwerpunkt auf Porträtdarstellungen des ausgehenden 17.-19. Jh., einen eindrucksvollen Einblick in die adlige und großbürgerlich Repräsentationskultur.

Besondere Erwähnung verdient die Zeichnung von Carl Christian Vogel von Vogelstein (1788-1868) mit dem Bildnis Maria Theresias, Königin von Sachsen, aus dem Jahre 1827 (Schätzpreis 950 €). Diese Zeichnung Vogel von Vogelsteins, welcher seit 1820 dreißig Jahre Prof. der Kunstakademie Dresden war, diente als Vorarbeit für die im gleichen Los angebotene Lithografie der sächsischen Königin.

Aus dem Jahr 1849 stammt die bezaubernde Zeichnung von Adrian Ludwig Richter "Wohl dem, der ein tugendsam Weib hat" (Schätzpreis 1.100 €). Für Theodor Langner (1819-1985) diente sie als zeichnerische Vorlage für eine der vier Radierungen, die im "Deutschen Volkskalender auf das Jahr 1850" erschienen sind (WVZ Hoff/Budde 3161).

Einer von fünf Abzügen auf hauchdünnem japanischen Mino-Kopierpapier und damit sehr selten ist der Holzschnitt von Lyonel Feininger "Zirchow VII, No. 1" von 1918 (WVZ Prasse W 111). (Schätzpreis 5.000 €). Das Blatt, vom Künstler auch als "Alte gotische Kirche" bezeichnet, ist von sehr guter Druckqualität.

Mit Lothar Sells großem stehenden Frauenakt kann eine seltene und frühe Arbeit des Künstlers angeboten werden (Schätzpreis 1.800 €). Die Skulptur ist in der Anfangsphase der Übernahme des Lehrauftrags Sells für Keramik an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle entstanden. In dieser Zeit erarbeitete sich der Künstler das Medium der Keramik neu und experimentierte mit verschiedenen Glasuren.

In der Sparte des Schmucks kommen mehrere hochwertige Pretiosen zum Aufruf. Ein eleganter Damenring mit großem Diamantsolitär (Schätzpreis 11.000 €) und ein Damenring mit großem Brillantsolitär (Schätzpreis 10.000 €) stammen aus dem beginnenden 20. Jh. Weiterhin ist ein moderner Blütenring mit großem kolumbianischen Saphir (Schätzpreis 4.800 €) zu erwähnen.

Ein bemerkenswertes Objekt des Kunstgewerbes ist das exquisit erhaltene Fahnenband des K.u.k. Infanterieregiment Nr. 75 aus Salzburg. Es wurde im Jahr 1912 von der Gemahlin Erzherzogs Franz von Österreich-Este, Herzogin Sophie von Hohenberg, gestiftet (Schätzpreis 3.000 €).

Zur Vorbesichtigung laden wir Sie ab dem 13. September bis zum 21. September 2018, Mo-Fr in der Zeit von 10-20 Uhr und Sa von 10-16 Uhr, herzlich ein.

Veranstaltungen zum Bericht:
57. Kunstauktion - Bildende Kunst des 16. - 21. Jahrhunderts

www.schmidt-auktionen.de

Quelle: © Schmidt Kunstauktionen Dresden

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