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Kunst kann man finden. So oder so.

Richard Pettibone, Blue Marilyn, 1973

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

seit fast 20 Jahren veranstalten wir unsere Auktionen, und am kommenden 17. November steht schon die 40. Veranstaltung vor der Tür. Das Geschäft macht nach wie vor großes Vergnügen, und man könnte sich fragen, ob denn die lange Zeit irgendwelche Erkenntnisse mit sich gebracht hat. Die materielle Reproduktion des Unternehmers steht natürlich im Zentrum des eigenen Interesses, aber darüber hinaus würde man in einer zunehmend verwirrten Welt doch gerne irgendeine Spur hinterlassen. Hat man im großen und globalen Konzert des Kunstmarktes eine eigene Stimme gefunden und wird diese gar gehört?

Als kleines Einzelunternehmen haben wir große Freiheiten. Dem Appell des Hochglanzes müssen wir nicht gehorchen und können uns einiges leisten, das man für Geld nicht kaufen kann. Dazu gehört auch die Zeit für die Betrachtung einzelner und auf den ersten Blick vielleicht unscheinbarer Werke. Angesichts mancher schwer verständlicher Dinge kann man durchaus in Verlegenheit und Ratlosigkeit verfallen, in der man beim besten Willen nicht weiß, was man sagen soll und wie man eine dem Auge offenkundige Qualität des Werkes in eine angemessene und vor allem verständliche Sprache übersetzen kann. Wenn dies nach ausgiebiger Betrachtung und wider Erwarten doch gelingt, dann zählt das zu den besonders erfreulichen Momenten im Arbeitsleben des Versteigerers.

Das Gelingen ist überhaupt eine schöne Kategorie, über die sich in diesem Zusammenhang nachzudenken lohnt. Was bedeutet eigentlich Erfolg und wie lässt er sich messen? Man kann sich fragen, ob es nicht doch noch andere Maßstäbe gibt als die großen Millionenumsätze, die in den Feuilletons für konstante Aufmerksamkeit sorgen. Aber diese Maßstäbe sind kaum zu kalibrieren und bleiben wohl auch in Zukunft im Vorbehalt des Einzelnen, der möglicherweise bemerkt, dass Ruhm und Glanz nicht wirklich sättigend sind.

Man könnte den Verdacht hegen, dass diese Skepsis gegenüber dem kopfstehenden Kunstmarkt einer gewissen Erschlaffung geschuldet ist. Ist es der nicht der mangelnde Ehrgeiz des bourgeoisen Spätlings, der sich in Ressentiment und schlechte Laune verwandelt hat? Ganz und gar nicht: ohne ein sicheres Wissen um die Zukunft des Marktes und der durchkapitalisierten Welt befinden wir uns doch in der Gesellschaft Vieler, die spüren, dass es auch um anderes geht. Von Resignation kann also keine Rede sein, denn es gibt einen Elan und ein mehr als nur geschäftliches Pathos, deren Richtung ebenso klar wie noch kaum in Worte zu fassen ist.

Wir möchten Sie einladen, sich an unseren kommenden Versteigerungen als Einlieferer zu beteiligen. Das durchklingende Sendungsbewusstsein müssen Sie nicht teilen: auch wenn es Ihnen um den Rekordzuschlag geht, sind Sie herzlich willkommen. Dass wir die uns zur Verfügung gestellten Arbeiten mit großer Sorgfalt und Aufmerksamkeit behandeln, ist selbstverständlich. Und Sie dürfen sicher sein, dass die sehr persönliche Abwicklung der Geschäfte einen positiven Einfluss auf die erzielten Zuschläge hat, denn auch die Käufer und Interessenten wissen unsere kundennahen Dienstleistungen und die Stimmung unserer Veranstaltungen sehr zu schätzen.

Auf Ihre Kontaktaufnahme freue ich mich und grüße herzlich

Andreas Sturies

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 40: Moderne und Zeitgenössische Kunst

Quelle: © Sturies Kunst und Auktionen

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