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Für das Elixier der Unsterblichkeit

Seltene blauweiße Doppelkürbisvase (huluping), Sechszeichenmarke Jiajing und aus der Zeit, China, Jiajing-Periode (1522-1566)

In der 960 Lots umfassenden Auktion werden am ersten Tag Objekte aus Indien, Südostasien und Japan angeboten – am zweiten Tag wird Kunst aus China, Tibet und Nepal aufgerufen. An beiden Tagen werden mehrere monothematische Sammlungen angeboten, so z. B. am 8. Dezember Kris/Keris aus einer süddeutschen Sammlung und japanische Teekeramik aus einer Berliner Sammlung. Am Tag darauf werden chinesische Möbel aus Wiener Privatbesitz und chinesische Snuffbottles der Galerie Flachsmann in Kronberg offeriert.

China

Eines der Spitzenstücke der Auktion ist eine seltene blau-weiße Doppelkürbisvase (huluping) mit einer Jiajing-Sechszeichenmarke aus der entsprechenden Periode (1522 – 1566). Die Form und Dekoration dieser Vase sind charakteristisch für Porzellanerzeugnisse aus der Regierungszeit des Kaisers Jiajing (1522 – 1566) der Ming-Dynastie, der ein Anhänger des Daoismus war. Sie spiegeln die Popularität des Daoismus während seiner Zeit und seiner Suche nach Unsterblichkeit wider. Neben dem Drachen und dem Phönix als Symbol der Macht zeigt die Vase glückverheißende daoistische Motive wie den Kranich, die ruyi-förmigen Wolken und lingzhi, den Pilz der Unsterblichkeit. Die Form des Doppelkürbis spiegelt selbst schon den Wunsch nach Unsterblichkeit wider, denn sie ist ein Rebus für "Segen" (fu) und "Reichtum" (lu), den man aus einer offiziellen Position erwirbt. Der Doppelkürbis wird auch mit einem der Acht Unsterblichen, Li Tieguai, in Verbindung gebracht, in dem er seinen Elixier der Unsterblichkeit und eine spezielle Medizin für die Kranken aufbewahrte (Lot 761, 40/80.000).

Aus der heutigen Provinz Yunnan, dem ehemaligen Königreich Dali (12. Jh.) kommt ein weiteres, mit 100/150.000 bewertetes Highlight der Auktion: eine Bronze des Buddha Amitabha, die in den 1920er Jahren im Himalaya erworben wurde. Zwischen dem 7. und 13. Jahrhundert existierte im Gebiet der heutigen Provinz Yunnan das Königreich Dali. Dort gelang es dem Buddhismus erst im frühen 9. Jahrhundert, sich endgültig gegen den indigenen, von Schamanen praktizierten Kult durchzusetzen. Es folgte ein religiöser Aufschwung, nachdem im chinesischen Kernland der Buddhismus seine überragende Stellung bereits eingebüßt hatte (Lot 595).

Unter den Rhinozerosbechern ragt ein großer und mit aufwendig geschnitzter Becher aus der Ming-Zeit heraus. Die aufwendige Schnitzerei zeigt eine Landschaft mit Kiefern und Laubbäumen sowie spazieren Gelehrten und einen Hirschen (Lot 710, 60/80.000).

Ebenfalls aus der Ming-Zeit stammt auch ein mit 20/30.000 bewerteter großer Kopf eines Guanyin aus Kalkstein (Lot 596). Aus dem 19. Jh. kommt ein sehr schönes und dekoratives kaiserliches Winterdrachengewand (chaofu) für 20/25.000 (Lot 719). Aus dem großen Angebot an Möbeln ragt das bedeutende, mit 30/50.000 bewertete Paar Gelehrtenstühle (guanmaoyi) aus Huali-Holz der Qing-Periode heraus (Lot 728).

Südostasien

Aus Thailand kommen u.a. ein sehr großer Buddha in maravijava im Sukhothai-Stil (Lot 71, 40/50.000) und ein ebenso aus Bronze gefertigter, sehr großer Kopf eines Buddha aus dem 14./15. Jh. (Lot 68, 30/35.000).

Japan

Eines der Spitzenlose der Japan-Offerte ist eine außergewöhnliche Arbeit von Morita Shiryû von 1964, von dem Lempertz bereits einige Arbeiten mit großem Erfolg versteigert hat. Das Schriftzeichen "chû" (in den Himmel aufsteigen) in dicker, tief schwarzer Tusche auf grob-faserigem Papier (Lot 271, 20/25.000).

Zu den weiteren Höhepunkten gehört eine imposante Figur des thronenden Monju Bosatsu von über 1,70 m aus dem 18./frühen 19.Jh. (Lot 278, 20/30.000). Ein um 1700 gearbeitetes seltenes Paar oktogonaler Kakiemon-Schalen aus Porzellan mit Phönixdekor um 1700 trägt die Provenienz der Markgrafen von Baden, Baden-Baden. Kakiemon-Schalen wie diese, sowohl große wie kleine sowie Kännchen und Becher wurden auf kleinen Konsolen in einem wandfüllenden, holzgeschnitzten Gitterwerk symmetrisch dekoriert, oft zu beiden Seiten eines Spiegels oder Kamins. Die großen Residenzen in München, Dresden und Berlin hatte alle solche Kabinette und die kleineren Schlösser und Fürsten machte es den Königen nach (Lot 321, 20/30.000). Eine große Schale der Edo-Zeit aus Kyoto mit Signatur von Kenza kommt aus der Sammlung Vollmer-Bergmann und trägt eine Taxe von 20/30.000 (Lot 337). Aus der großen Holzschnitt-Offerte ragt ein Album mit 55 Blättern von Utagawa Hiroshige heraus (Lot 161, 8/12.000).

Lempertz Auktionen 1101
Indien / Südostasien Japan, 8. Dez. 2017, Köln.
China / Tibet / Nepal, 9. Dez. 2017, Köln

Katalog online
http://www.lempertz.com/kataloge.html

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1101: Asiatische Kunst

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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