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Osias Beert d. Ä., Stillleben mit Blumen in einem Flechtkorb und Blumenstrauss in einer Glasvase auf einer Tischplatte

Osias Beert d. Ä., Stillleben mit Blumen in einem Flechtkorb und Blumenstrauss in einer Glasvase auf einer Tischplatte

Öl auf Holz.


53,5 x 75 cm.

Provenienz:
- Galerie M. Schultess, Basel.
- Sammlung W. Hofmann-Hess, Basel.
- Sammlung Robert H. Smith, USA.
- Kunsthandel Richard Green, London, 1987.
- Privatsammlung USA, bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben.

Literatur:
- Hairs, Marie-Louise: Les Peintres Flamands de Fleurs au XVIIe Siècle, Brüssel 1955, S. 195; 2. Ausgabe, Brüssel 1965, S. 348; 3. Ausgabe, Brüssel 1985, Band II, S. 4-5.
- Greindl, Edith: Les Peintres Flamands de Nature Morte au XVIIe Siècle, Brüssel 1983, S. 28 und 34, Abb. 17; 336, Nr. 53.
- Hairs, Marie-Louise: The Flemish Flower Painters of the XVIIth Century, Brüssel 1985, S. 456.
- Hibbs Decoteau, Pamela: Clara Peeters and the Development of Still-Life Painting in Northern Europe, Vol. 5, Lingen 1992, S. 70-71, Abb. III.82.

Losnummer: 3034


Das Gemälde ist im RKD, Den Haag, als ein eigenhändiges Werk von Osias Beert d. Ä. unter der Nr. 14588 archiviert.

Dieses qualitätsvolle Blumenstillleben, das sich lange Zeit in Privatbesitz befand, gelangt nun wieder auf den Kunstmarkt und zählt zu den gesicherten Werken des Antwerpener Stilllebenmalers Osias Beert d. Ä.

Von musealer Qualität, wird dem Betrachter eine Komposition aus zwei prächtig drapierten Blumenbouquets präsentiert, von denen das eine mit üppigem Blattgrün in einem Flechtkorb, das andere in einer gläsernen Vase arrangiert ist. Umgeben von losen Blüten und Blättern auf einer Tischplatte, bietet sich in der Bildmitte eine Blumenpracht dar, deren Farbspektrum vom Weiss der Tulpen, einem Blassblau der Borretschblüten über den Fliederton einzelner Rosen bis hin zu einem ins Braun verlaufenden Rot der Anemonen differiert. Arrangement und Farbgebung bestechen dabei durch Klarheit und Subtilität und heben sich von dem weitgehend in einem dunklen Braun gehaltenen Hintergrund ab. Kleine Details, wie die Libelle im Bildvordergrund oder der kleine Fuchsschmetterling am Rande des Flechtkorbs beleben die Szene und versinnbildlichen gleichzeitig den Vanitas-Gedanken, der bei den Stillleben der Alten Meister des Goldenen Zeitalters zum Grundrepertoire gehörte.

Osias Beert d. Ä. zählte neben Jan Brueghel d. Ä. (1568-1625) und Ambrosius Bosschaert d. Ä. (1573-1621) zu den bedeutendsten Stilllebenmalern zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Die Malerei Jan Brueghels d. Ä. dürfte das Oeuvre Beerts beeinflusst haben, wie sich in einzelnen stilistischen Ähnlichkeiten zeigt. Beert vermochte es allerdings, diesen Einfluss gekonnt in seinen eigenen Stil zu überführen und in vielfältigen Bildmotiven zu prägen. Er zählte zu den Pionieren in der Entwicklung der Stilllebenmalerei als eigenständige Gattung im 17. Jahrhundert.

Geboren in Amsterdam, erlernte er die Malerei unter Anleitung von Andries van Baseroo d. Ä. (1573-1621). Als Mitglied (ab 1596) und später auch als Meister (ab 1602) der Antwerpener Malergilde, zählten unter anderem François Ykens (1601-1693) und Paul Pontius (1603-1658) zu seinen Schülern, und vor allem erster widmete sich ebenfalls der Stilllebenmalerei.

Charakteristisch für die Gemälde des Antwerpener Malers sind im Besonderen die raffiniert ausgeführten und fein strukturierten Oberflächen, mit dem Motivschwerpunkt auf Blumen-, Früchte- und Frühstückstillleben. Das Dargestellte füllt in den meisten Kompositionen den ganzen Bildraum aus, wie sich dies bei dem im März 2016 bei Koller verkauften Gemälde „Stillleben mit Blüten in einem Flechtkorb und Blumenstrauss in einer Porzellanvase“ zeigte (A176, Los 3031, verkauft für CHF 480'500).

Das Arrangement des hier zum Verkauf stehenden Gemäldes zeichnet sich allerdings durch eine luftigere Komposition aus, bei der hier einzelne Bildmotive besonders zur Geltung kommen. Während Beert wiederholt auf die Motive des Flechtkorbes und des chinesischen Lackgefässes zurückreift, gehört die gläserne Vase in unserer Darstellung zu einem seltenen Requisit, worauf Dr. Klara Alen verweist. Ein weiteres Mal verwendet Beert dieses Motiv in dem Stillleben, das sich im Besitz des Rockoxhuis Museum in Antwerpen befindet (Inv.-Nr. 77.167).

Dr. Klara Alen, der wir für ihre wissenschaftliche Auskunft zu diesem Gemälde danken, wird dieses in Kürze in der Fortsetzung ihrer Monographie über die Stillleben von Osias Beert aufnehmen und publizieren.


Veranstaltungshinweise:

Am 18.09.2017 bis 22.09.2017 Auktionswoche A182: Schmuck, Silber & Porzellan, Möbel & Skulpturen, Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts, Teppiche, Bücher


Schätzpreis: 280.000 - 350.000  SFR

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