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Paula Modersohn-Becker, Kopf einer Bäuerin. 1903/04

Paula Modersohn-Becker, Kopf einer Bäuerin. 1903/04

Kohle auf Velin. 19,7 x 19,7cm. Modellrahmen.

Zu der Arbeit liegt eine Echtheitsbestätigung von Wolfgang Werner und Dr. Anne Röver-Kann der Paula Modersohn Becker Stiftung, Bremen, vom 24.04.2006 vor.

Ausstellungen:
Kunsthalle Krems 2010
Galerie St. Etienne, New York 2015/16
Galerie Michael Haas, Berlin 2016

Literatur:
Ausst.-Kat. Paula Modersohn-Becker - Pionierin der Moderne, Kunsthalle Krems, o.O. 2010, S. 135 (Farbabb.)

Losnummer: 62


Nach einer kurzen Ausbildungszeit in London und Berlin nimmt Paula Modersohn-Becker 1897 Kontakt zu den Malern der Künstlerkolonie in Worpswede auf, unter ihnen Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Heinrich Vogeler. Beeindruckt von den Werken der Vertreter des Naturalismus und fasziniert von der norddeutschen Moorlandschaft siedelt sie wenig später in das kleine Dorf bei Bremen über. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie der Bildauffassung ihrer Kollegen nicht folgen kann. So reist sie 1900 erstmals nach Paris, um ihr Studium fortzusetzen - 1903, 1905 und 1906 folgen weitere Aufenthalte in der französischen Kunstmetropole. Dort setzt sie sich mit den Bildern alter Meister und zeitgenössischer Maler auseinander, wobei sie die Arbeiten Paul Cézannes, Vincent van Goghs und später von Paul Gauguins nachhaltig beeindrucken. Zurück in Worpswedes verarbeitet sie dann die neu gewonnenen Eindrücke: Sie löst sich von der abbildhaften Wiedergabe des Naturvorbildes und entwickelt eine ganz eigene Ausdrucksmöglichkeit, mit der sie einfühlsam ihre subjektive Wahrnehmung reflektiert. Dies kommt besonders bei ihrer Darstellung der menschlichen Gestalt zum Tragen. Hierfür wählt sie Bauern und Kinder und vor allem alte Frauen als Modell. Wie bei unserer Kohlezeichnung arbeitet sie mit wenigen, einfachen Mitteln das Charakteristische der wiedergegebenen Person heraus und schildert zugleich subtil und eindringlich deren Ernst, der von einem schlichten und entbehrungsreichen Leben in der herben Moorlandschaft kündet. »Die Art wie Mackensen die Leute hier auffaßt ist mir nicht groß genug, zu genrehaft. Wer es könnte, müßte sie mit Runenschrift schreiben.»(Modersohn-Becker 1.12.1902, zit. nach Günter Busch/Liselotte von Reinken (Hrsg.), »Paula Modersohn-Becker in Briefen und Tagebüchern«, Frankfurt a.M. 1979, S. 331) Bis zu ihrem frühen Tod 1907 strebt sie nach einer aussagekräftigen, einfachen Bildsprache. Mit ihrer Reduzierung der Formen und deren flächigen Zusammensetzung, wie auch mit ihrer symbolträchtigen, empfindungsreichen und gefühlsbetonten Darstellungsweise ist sie eine wichtige Wegbereiterin für die nachfolgende Künstlergeneration.


Veranstaltungshinweise:

Am 31.05.2017 390. Auktion: Modern


Schätzpreis: 12.000 - 15.000  EURO

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