Die Kunst, online zu lesen.

Home



News

Strassburg / Meissen / Paris

Johann Joachim Kaendler und Johann Friedrich Eberlein, Terrine kleinster Sorte, Meißen um 1739/40

Die Auktion Kunstgewerbe wird am 18. Mai mit der Versteigerung von Schmuck eröffnet und am 19. mit Silber, Porzellan, Fayence, Möbel, Glas und Keramik fortgesetzt. Auch diesmal wird es wieder einen Sonderkatalog mit den Spitzenstücken der Auktion geben. Zu den Höhepunkten zählen bemerkenswerte Objekte aus den Bereichen Silber, Porzellan und Schmuck.

Silber

Ein zwischen 1560–1588 gearbeiteter bedeutender Straßburger Becher ist der Höhepunkt der wie immer umfangreichen Silberofferte. Dietrich Brey (auch Théodore de Bry oder Thierry de Bry), war einer der hervorragenden Straßburger Silberschmiede des späten 16. Jahrhunderts. Die Wandung des mit zahlreichen Motiven geschmückten Bechers zeigt in einer umlaufenden, äußerst feinen Gravur den Triumphzugs des Bacchus nach einem Gemälde von Maerten van Heemskerck aus der Zeit um 1536/37 (Lot 804, 40/60.000). Ein seltenes Leipziger Silber-Kalendarium, um 1715 in Leipzig von Hans Heinrich Haußmann geschaffen, ist mit 15/18.000 bewertet (Lot 816). Bei 28/30.000 liegt eine etwa 82 cm große neogotische Turmmonstranz des Genter Edouard Bourdon aus dem Jahr 1892 (Lot 861). Eine Nachbildung der Oberharzer Bergkanne (das Original ist 1652 in Auftrag gegeben worden) ist auf 20/25.000 taxiert (Lot 860). Mit allein 116 cm Breite ist ein von Christofle Paris um 1870 gearbeiteter Napoleon III-Tafelaufsatz von beachtlicher Größe (Lot 850, 10/12.000).

Porzellan

Zu den Höhepunkten der Offerte mit bemerkenswerten Porzellanen des 18. Jh. gehört eine Meißener „Terrine kleinster Sorte“ aus dem Schwanenservice aus der Zeit um 1739 – 1740 nach einem Modell von Johann Joachim Kaendler und Johann Friedrich Eberlein (Lot 823, 40/60.000). Zu den weiteren bedeutenden Objekten gehört auch eine seltene Kumme mit puderblauem Fond aus Meißen, um 1732 – 1739. Sie stammt aus einer Gruppe von Meißener Porzellanen nach japanischen Vorbildern, die teilweise mit Palastnummern versehen sind (Lot 484, 20/25.000). Eine 77 cm große Schneeballenvase mit Vogelbauer-Fuß (Lot 855, 15/20.000) wird von zwei Schneeballen-Kannen in gleicher Größe, evtl. als Beisteller, flankiert (Lots 853/854, je 7/9.000). Es handelt sich um den größten Aufsatz, den Meißen je produziert hat; im späten 19. Jh. entstanden, sind sie nun aus belgischem Adelsbesitz eingeliefert worden

Unter den Porzellanen des frühen 20. Jh. ragt ein beachtliches Angebot mit von van de Velde für Meißen entworfenen Stücken heraus. Bei 15/20.000 liegt die große Terrine „Gemüsenapf" aus dem Jahr 1903/1904 (Lot 862) und bei 8/12.000 die große Saucière (Lot 863). Weiterhin werden neben anderen Stücken auch aus derselben Zeit stammende Servierteller, Bratenschalen Speise- und Suppentellern angeboten (Lots 864 – 871, bis 8.000).

Möbel und Dekoration

Zu den Spitzenstücken bei Möbel und Dekoration gehören die Tischlampe „Dragonfly cone“ von Tiffany (Lot 875, 30/40.000), ein „Bureau plat style Régence“ (Lot 851, 25/30.000), ein seltenes Paar französischer klassizistischer Urnenvasen für 35/40.000 (Lot 849) und ein römischer Prunktisch vom ersten Viertel/Mitte 19. Jh. (Lot 846, 40/60.000). Bei 20/30.000 liegt ein in Paris zwischen 1810 – 1815 entstandener und Jacob-Desmalter zugeschriebener Architekten-schreibtisch nach einem Modell von Percier et Fontaine (Lot 843). 30/40.000 sind für ein klassizistisches Zylinderbureau, von Friedrich Gottlob Hoffman um 1790 in Leipzig geschaf-fen, veranschlagt (Lot 837). Ein weiteres Highlight ist ein ovaler Arbeitstisch aus der Werk-statt David Roentgens (Lot 834, 65/70.000). Aus Flandern, wohl Brüssel oder Tournai/Doornik, stammt eine Tapisserie mit Gastmahl aus der ersten Hälfte des 16. Jh. (Lot 801, 25/30.000).

Schmuck

Das wie immer umfangreiche Angebot, mit knapp 260 Objekten, darunter auch zahlreiche Positionen Künstlerschmuck, wird wiederum in einem eigenen Katalog präsentiert. Spitzenstück ist der Art Déco-Doppelclip „Eventail“ von Suzanne Belperron – eine der raren Art Déco-Arbeiten aus jener Zeit, als die berühmte Pariser Schmuckdesignerin für das Maison Boivin arbeitete (Lot 94, 50/70.000).

Besonderes Interesse dürfte Lot 78 hervorrufen: Das Belle Epoque-Diamantkreuz aus dem Besitz des deutschen Stummfilmstars Henny Porten. Henny Frieda Ulricke Porten (1890 – 1960), Tochter des Opernsängers und Filmregisseurs Franz Porten, war neben Asta Nielsen einer der großen Stars des deutschen Stummfilms (Lot 78, 8.000/12.000). Eine klassizistische Gemmen-Parüre aus dem ersten Viertel des 19. Jh. mit Gemmen aus der Römerzeit und des 17. – 19. Jh. ist mit 12/15.000 bewertet (Lot 14). Antike Gemmen sind auch in einem wohl um 1860/1870 entstandenen, seltenen Collier verarbeitet worden (Lot 19, 8/10.000). Dieselbe Taxe ist auch für ein um 1875 vom Hofjuwelier D. Aron gearbeitetes Rivièrencollier mit Diamanten angesetzt (Lot 63).

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1086: Schmuck - Kunstgewerbe - Ausgewählte Werke

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an





Kunsthaus Lempertz

English Site Kunsthaus Lempertz

News

English Site News

Termine

English Site Termine

Highlights








Copyright © '99-'2017
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum



Zum Seitenanfang Auktionen

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce