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Nicolaes Berchem, Hirten an einer römischen Ruine

Nicolaes Berchem, Hirten an einer römischen Ruine

Öl auf Leinwand (doubliert). 69,5 x 81 cm.

Signiert und datiert unten rechts: Berghem/1660.

Provenienz

Sammlung Edmond Huybrechts. - Seine Versteigerung, Antwerpen, 12.5.1902, Lot 64. - Belgische Privatsammlung.

Ausstellungen

Tentoonstelling van Kunstwerken uit Antwerpsche Verzamelingen. Antwerpsche Propagandawerken. 10.8.-22.9.1935, Antwerpen, Nr. 180.

Losnummer: 1073


Das signierte und 1660 datierte Gemälde stellt die erste Fassung einer Komposition von Nicolaes Berchem dar, die dieser ein Jahr später wiederholt hat. Die spätere Fassung befindet sich heute in der Sammlung des Mauritshuis, Den Haag (Inv.-Nr. 13), und ist im Vergleich zum vorliegenden Gemälde etwas kleiner (63,5 x 76,5 cm).

Im Schatten mächtiger verwitterter Ruinen, überwuchert von Bäumen und Pflanzen, hat sich eine Gruppe von Hirten zur Rast an einer Tränke zusammengefunden. Mit solchen Darstellungen arkadischer Szenen wurde Berchem zu einem der führenden Maler italianisierender Landschaften. Er war der Sohn des angesehenen Haarlemer Stilllebenmalers Pieter Claesz aus Berghem, bei dem er anfangs lernte. Prägend für seine Kunst sollten jedoch Künstler wie Pieter van Laer, Jan Asselijn und Jan Both werden, die nach ihren Aufenthalten in Italien eine neue Landschaftsauffassung in die Niederlande brachten. Berchem übernahm das warme, südliche Licht, die weiten Landschaften und die arkadischen Szenerien und wurde als Maler südlicher Landschaften höchst erfolgreich – ohne jemals selbst in Italien gewesen zu sein.

Die heimischen Betrachter faszinierten seine Darstellungen eines unbeschwerten Landlebens, das Treiben von Hirten, die in Einklang mit der Natur leben, inmitten geschichtsträchtiger monumentaler Ruinen aus der Antike. Der Künstler bediente die Sehnsucht seiner Landsleute mit brillant gemalten, wohl komponierten Landschaften von leuchtender Farbigkeit.

Ein immer wiederkehrendes Motiv, geradezu ein Markenzeichen seiner Landschaften, ist die Hirtin, die auf einem Tier sitzt oder reitet und auch in diesem Gemälde die Protagonistin darstellt. Auch die Ruinen, die die gesamte Höhe des Bildes einnehmen, verwendete Berchem seit den frühen 1650er Jahren immer wieder als imposante Bühne für seine Hirtengruppen. Nicolaes Berchem selbst muss die Komposition für äußerst gelungen gehalten haben; davon zeugt die Tatsache, dass er sie unmittelbar nach ihrer Entstehung in einer zweiten Fassung wiederholt hat.


Veranstaltungshinweise:

Am 20.05.2017 Auktion 1087: Alte Kunst - 19. Jahrhundert


Schätzpreis: 70.000 - 80.000  EURO

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