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Aus Goethes Hand

Johann Wolfgang von Goethe, Tiberlandschaft

Die Auktion "Alte Kunst" bei Van Ham ist auch dieses Frühjahr erstklassig aufgestellt: das 19. Jahrhundert trumpft mit einem Aquarell aus der Hand des deutschen Dichterfürsten Johann W. von Goethe auf- einer außergewöhnlichen Seltenheit auf dem Kunstmarkt. Mit Raden Saleh und Gustav Bauernfeind kommen außerdem zwei Hauptvertreter des Orientalismus zum Aufruf. Das starke Angebot der Altmeister wird dieses Frühjahr von dem flämischen Maler Roelant Savery und einem anmutigen italienischen Altarbild angeführt.

In Johann Wolfgang von Goethes eindrucksvollem zeichnerischen Œuvre findet sich auch ein Zyklus von zehn Tiberlandschaften, die er auf seiner Italienreise 1787 anfertigte und in Briefen deren Fertigstellung mitteilt. Die in zarten Aquarellfarben kolorierte Federzeichnung bei Van Ham ist verso von Goethe eigenhändig bezeichnet - wie die Klassik-Stiftung Weimar bestätigt. Auch die Provenienz macht das gut erhaltene Blatt zu einer wahren Besonderheit, denn unter Goethe bestätigt auch Alexander von Humboldt 1851 handschriftlich die Echtheit der Arbeit, was nahelegt, dass es als Geschenkblatt Goethes entweder an Humboldt selbst oder seinen Freundeskreis gelangt ist. Es ist die erste Arbeit aus diesem Zyklus, die auf dem Kunstmarkt auftaucht (Schätzpreis: 40.000 - 60.000 Euro). Auch Johann Christian Reinhart, ein weiterer Hauptvertreter des Klassizismus und der in Rom ansässigen deutschen Malerkolonie, sucht immer wieder in der Campagna nach Inspirationen für seine romantischen Ideallandschaften. Bei Van Ham ist er nun mit einer der Forschung bisher unbekannten, sehr feinen Federzeichnung vertreten (Schätzpreis: 10.000 - 15.000 Euro).

Zu den Top-Künstlern in der Offerte zählt auch kein Geringerer als der indonesische Prinz und Dresdener Hofmaler Raden Saleh, für den Van Ham seit Jahren den internationalen Auktionsrekord mit € 1.95 Mio. hält. Jetzt kommt wieder eine Löwenjagd - das beliebteste Thema des Künstlers - zur Auktion. Mit 30.000 - 50.000 Euro ist das um 1849 entstandene Gemälde moderat bepreist. Van Ham kann zudem gleich mit zwei Arbeiten des nach Palästina übergesiedelten Malers Gustav Bauernfeind aufwarten - dem wohl berühmtesten deutschen Orientalisten. Das Ölgemälde öffnet ein Panorama über Betlehem mit der Geburtskirche, dem Grab Rahels und dem Moabitergebirge und wurde wohl direkt aus dem Nachlass Bauernfeinds erworben.

Das spannende Portfolio der deutschen Meister wird durch erstklassige Namen der bekannten Akademien ergänzt. Die Düsseldorfer Malerschule ist u.a. mit mehreren typischen Italienansichten von Oswald Achenbach, einem feinen Früchtestillleben von Emilie Preyer und einem Blick in den sommerlichen Park der Villa d’Este von Theodor Groll - jeweils aus privaten Sammlungen - vertreten. Die Münchener Akademie geht allen voran mit Franz Roubaud an den Start. Mit einem Ölgemälde von über 2m in der Breite, das die erste Schlacht bei Polozk auf Napoleons Russlandfeldzug darstellt, kommt ein monumentales Werk des in Odessa geborenen Künstlers zum Aufruf. Sein besonderes Talent und "die ihm eigene Virtuosität in der Komposition von Massenszenen" bestätigt auch die Werkverzeichnisverfasserin und nimmt die Arbeit ins digitale Addendum des Werkkataloges auf (Schätzpreis 80.000 - 100.000 Euro).

Aus dem Altmeister Bereich, der ebenfalls hochwertig bestückt ist, sticht Roelant Savery mit einem unverwechselbaren Meisterwerk hervor. Die moderate Schätzung für das Gemälde "Orpheus und die thrakischen Weiber" von 80.000 - 120.000 Euro lässt für das museale Werk viel Spielraum nach oben. Die reiche Ornamentik auf dem Baldachin und die fein ausgearbeiteten Details in der Kleidung und den Nimbussen auf einem gut erhaltenen Altarbild der Offerte, sind eindeutig Lorenzo di Niccolòs meisterhafter Hand zuzuordnen, wie Prof. Freuler in seinem jüngsten Gutachten bestätigt. Ein Werk dieser Pracht und Größe des Florentiner Meisters ist bisher nicht auf dem Kunstmarkt gewesen (Schätzpreis: 80.000 - 100.000 Euro).

Veranstaltungen zum Bericht:
388. Auktion: Alte Kunst

Quelle: © Van Ham Kunstauktionen

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