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Johann Christoph Volkamer, Nürnbergische Hesperides, 1708-1714

Johann Christoph Volkamer, Nürnbergische Hesperides, 1708-1714

V(olkamer), J(ohann) C(hristoph). Nürnbergische Hesperides, Oder Gründliche Beschreibung Der Edlen Citronat, Citronen, und Pomerantzen-Früchte ... Beneben der Flora, Oder Curiosen Vorstellung Verschiedener raren Blumen ... [und:] Continuation der Nürnbergischen Hesperidum ... 2 Bände. 4 Bl., 255 S., 4 Bl.; 20 nn., 239 (recte 243) num., 2 nn. Bl., 17 S. Mit 2 gestochenen Frontispizen, 26 gestochenen Vignetten und zus. 250 (24 gefaltete; 125 in Pag.) Kupfertafeln. 35 x 21,6 cm. Braunes, kibitz-gesprenkeltes Leder d. Z. (Kapitale lädiert, teils mit Fehlstellen, wenigen Wurmstichen, stärkeren Beschabungen, berieben und gestoßen) über 6 Bünden mit goldgeprägtem (oxidierten) Pergament-RSchild, RVergoldung und rotgesprenkeltem Schnitt. Nürnberg, Erben und Sohn Johann Andreas Endter, 1708-1714.

Losnummer: 589


Nissen 2076. Pritzel 9848. Hunt 420. Wimmer-Lauterbach 196. Feldmann, Blüten und Blätter 43. Raphael 73. Dunthorne 323. Sitwell-Blunt 148. Plesch 798. Ornamentstichsammlung 3324. Lanckoronska-Oehler I, 43. Brunet V, 1350. (alle Bibliographien mit ungenauen Kollationen). – Erste Ausgabe der berühmten Monographie über Zitrusfrüchte von dem Nürnberger Botaniker, Kaufmann, Fabrikanten und Verleger Johann Christoph Volkamer (1644-1720) - eines der schönsten Kupferstichwerke des Barock. Vorhanden ist neben dem 1708 erschienenen Hauptwerk die 1714 erschienene "Continuation der Nürnbergischen Hesperidum, Oder Fernere gründliche Beschreibung Der Edlen Citronat-Citronen- und Pomeranzen-Früchte..." sowie der seltene Anhang: "Obeliscus Constantinopolitanus oder Kurtze Erklärung des zu Constantinopel auf der Renn-Bahn stehenden nun aber auch in der Nürnbergischen Vorstadt Gostenhof nachgehauenen und aufgerichteten Obelisci zu einem Anhang der schon vorhin heraus gegebenen Nünbergischen Hesperidum Von J. C. V." Mit einer mehrfach gefalteten Tafel, die alle vier Seiten des Obelisken und seiner ägyptisierenden Hieroglyphen-Darstellungen (nach dem Hippodrom-Obelisken).

"Durch den Messinghandel und den Besitz einer Seidenfabrik in Rovereto, die bereits sein Großvater gegründet hatte, konnte sich Volkamer infolge der hohen Einkünfte ganz und gar seinen Neigungen und botanisch-wissenschaftlichen Studien widmen. Diese galten in erster Linie seinem Garten in Gostenhof, ohne den sein umfassendes Werk über die Hesperides nicht denkbar gewesen wäre. Unter seiner Anleitung erreichte er die höchste Blüte. Durch Zukäufe von 1693 bis 1702 gelang es ihm, das Gelände fast um das Doppelte seines bisherigen Umfangs zu erweitern. Damit zählte der Garten zu den größten der Stadt. Seine Pracht und Berühmtheit konnte Volkamer zu Lebzeiten noch voll genießen" (Hamann im Nachwort zur Faksimile-Ausgabe der Hesperides, S. 11).

"The fruit and gardens in most of the plates - spherical oranges, lemons, and citrons drifting like eccentric balloons above miniature landscapes - make pleasingly surreal compositions, so that individual plates have frequently been taken from dismembered copies of the book ... The vignettes and tailpieces, about 30 of them, are so attractive that they have often been borrowed to decorate later books" (Raphael).

Die prachtvollen Kupfertafeln zeigen neben einigen allegorischen Darstellungen überwiegend Zitrusfrüchte sowie verschiedene exotische Pflanzen, zumeist in Verbindung mit sehr schönen Garten-, Schloss- und Gehöftansichten aus Süddeutschland und Oberitalien, des Weiteren eine Karte des Gardasees mit Umgebung, eine gefaltete Ansicht des Genueser Vorortes S. Pietro d'Arena, eine Ansicht von Luogo die Nervi sowie des Palazzo Doria zu Genua. "An astonishing book with a series of magnificent plates in which the fruits and flowers are almost subordinate to views of gardens" (Plesch). – Die Kollation setzt sich in der Reihenfolge zusammen: Band I. 4 Bl., 255 S., 4 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, 19 Vignetten und 155 (6 gefalteten) Kupfertafeln. Band II. 20 nn., 239 (recte 243) num., 2 nn. Bl. Mit gestochenem Frontispiz, 7 gestochenen Vignetten und 125 (9 gefalteten, alle in Pag.) Kupfertafeln. Anhang: 17 S. Mit 10 (9 gefalteten) Kupfertafeln.

Damit gehört das (in der Tafelzahl fast immer abweichenden) Exemplar mit zusammen 250 (!) Kupfertafeln zu den wenigen kompletten Exemplaren, die nachweisbar sind. Eine Tafel ("pag. 160.a") im ersten Band verso mit schwachem Plattenabklatsch, Titel dieses Bandes mit kleiner alter, überklebter Rasur im weißen Rand. Band II mit kleinen Wurmstichen am unteren Rand gegen Ende, sonst nur ganz vereinzelt und meist unwesentlich gebräunt oder fleckig. Ein im Block prachtvoll erhaltenes, fast fleckenfrei frisches, vollständiges und zeitgenössisch gebundenes Exemplar mit den Kupfern in durchgehend bestem ersten Zustand, klar, kontrastreich, gratig und in kraftvollem Abdruck.


Veranstaltungshinweise:

Am 13.10.2016 bis 15.10.2016 108. Auktion: Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen


Schätzpreis: 40.000,-  EURO

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