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Steg im Hafen von Finkenwerder

 •  Norddeutscher Maler • 

Steg im Hafen von Finkenwerder

Gretchen Wohlwill (27.11.1878 Hamburg - 17.5.1962 Hamburg)

Losnummer: 161


Steg im Hafen von Finkenwerder. Ende der 1920er Jahre, Öl/Lw., 75,5 x 94 cm, verso weitere Darstellung des Finkenwerder Hafens. - WVZ: Rosenkranz 9 &10. - Ausst.: Drei Malerinnen der Hamburgischen Sezession: Anita Rée, Alma del Banco und Gretchen Wohlwill, BAT-Haus, 1986. Da Frauen das Akademiestudium noch verwehrt war, besuchte W. ab 1894 den Unterricht Ernst Eitners und Arthur Illies’ an der „Malschule für Damen“ von Valesca Röver. Sie ging 1904/05 nach Paris, um sich an der Académie Stettler fortzubilden, 1909/10 nahm sie gemeinsam mit Franz Nölken, Walter Rosam und Friedrich Ahlers-Hestermann im Atelier von Henri Matisse Unterricht. 1909 bestand sie in Berlin das Zeichenlehrerexamen und trat eine Stelle an der Emilie-Wüstenfeld-Schule in Hamburg an, wo 1993 zwei von ihr geschaffene Wandbilder wieder freigelegt werden konnten. Sie gehörte 1919 zu den Mitbegründerinnen der Hamburgischen Sezession, an deren Ausstellungen sie bis 1933 teilnahm. Sie unternahm zahlreiche Studienreisen, darunter mit Alma del Banco nach Italien und mit Eduard Bargheer nach Belgien sowie in die Niederlande, nach England, Italien und Paris. Als Jüdin wurde sie 1933 aus der Hamburgischen Künstlerschaft ausgeschlossen und aus dem Schuldienst entlassen. 1940 emigrierte sie nach Lissabon, wo sie unter Entbehrungen den Krieg überstand. Nach Hamburg zurückgekehrt stellte ihr die Kulturbehörde 1952 ein Atelier zur Verfügung, 1959 wurde sie Ehrenmitglied des BBK.
W. begann mit impressionistischen Bildern aus ihrer Heimat, nahm aber, angeregt u.a. durch ihre wiederholten Aufenthalte in Paris, die zeitgenössi-schen künstlerischen Strömungen auf. Ihr künstle-risches Spektrum reicht von expressionistischen und neusachlichen Bildern zu solchen im Stile der Hamburger Sezession und sichert ihr einen Platz unter der künstlerischen Avantgarde Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jhs. Öff. Slg.: Hamburger Kunsthalle, Altonaer Museum, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Gottorf u.a. Ausst: 2000 Ahlen Kunstmus., Die große Inspiration (Kat.); 2005 Hamburger Kunsthalle: Ausgegrenzt (Kat.).
Lit: Der Neue Rump; Bahlmann: G.W., in: Der Kreis 1927, H. 11; Bruhns, G.W. – eine jüdische Malerin aus Hamburg, mit Werkverz. der Gemälde (bearb. von B. Rosenkranz), Hamburg 1989.



Veranstaltungshinweise:

Am 28.02.2015 Kunstauktion am 28. Februar 2015 mit Sonderkatalog 'Norddeutsche Moderne'

Maße: 75,5 x 94 cm

signiert


Schätzpreis: 7.000,-  EURO

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