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Alfons Walde, Winterlandschaft, 1926

Alfons Walde, Winterlandschaft, 1926

Öl, Tempera auf Papier, auf weißem Karton aufgeklebt
15,8 x 21,8 cm (21,4 x 27,3 cm)
Signiert im Bild links unten: A. Walde
Signiert in Bleistift rechts unten, bezeichnet links untenauf dem Unterkarton: Winterlandschaft A.Walde (Kitzbühel

Losnummer: 1


Provenienz
Privatbesitz Deutschland
Gutachten: Alfons Walde, Winterlandschaft
Das mir am 13. Oktober 2014 im Original vorgelegte Gemälde „Winterlandschaft“ ist m.
E. ein eigenhändig vom Kitzbühler Maler Alfons Walde (1891–1958) gemaltes Werk.
Das Gemälde ist in Öltempera auf Papier gemalt, misst in der Höhe 16,0 cm und in
der Breite 21,7 cm. Alfons Walde hat das Gemälde rechts unten mit seinem Namen A.
Walde mit blauer Farbe signiert (vgl. Gert Ammann, Alfons Walde 1891-1958, 6. Auflage,
Innsbruck-Wien 2012, S. 179, rechte Spalte, 2. Signatur von unten). Der Bildträger
Papier ist auf einen weißen Karton aufgeklebt, dieser hat die Maße 21,4 cm in der Höhe
und 27,3 cm in der Breite. Auf diesem Karton notierte Alfons Walde handschriftlich
mit Bleistift links unten: Winterlandschaft und rechts unten: A. Walde (Kitzbühel). (vgl.
Schriftzug bei Gert Ammann, a. a. O., Seite 179, rechte Spalte unten)
Das Motiv entspricht bis auf wenige Abänderungen dem großen Ölgemälde der
„Winterlandschaft“ aus dem Jahre 1926 (Öl auf Leinwand, 114,5 x 157 cm; Tiroler
Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck, Inv.Nr. Gem 3126; Farbabbildung bei
Gert Ammann, a. a. O., S. 91), das erstmals in der Weihnachtsausstellung des
Künstlerhauses Wien 1926 ausgestellt war. Dieses Gemälde ist geprägt von der
Prägnanz der Linie und Raumtiefe sowie der Harmonie von Licht und Schatten. Die
Realität der Wahrnehmung, die Empfindung von „Natur pur“ und die atmosphärische
Ruhe bestimmen dieses Motiv. „ …die Berge, Kuppen, Hügel hast du alle fein im
Licht und Schatten […] Die ‚Anatomie‘, die ‚Perspective‘ des Aethers, des Azurs, der
Luft, der Atmosphäre ist sehr gut […] Die Linie muss so scharf sein wie ein Haar.
Die Formen mächtig und unverdorben wie die Natur. Die Flächen einfach.“ schreibt
Waldes Freund, der Bildhauer Gustinus Ambrosi, über dieses Gemälde in seinem
Brief vom 5. Dezember 1926 an Walde (Gert Ammann, a. a. O., S. 162). Alfons Walde
malt diese Winterlandschaft im Kleinformat mit gleicher Intensität wie im großen
Format. Er betont vielleicht sogar noch mehr die Prägnanz der Formenstruktur und
der Modulation der Farbtonwerte. Die Grundfarbtöne Weiß/Grau, Schwarz und Blau
werden in ihrer Nuancierung fein abgestimmt, durch die Lichtbereiche zu einer
Plastizität von Räumlichkeit und Tiefenwirkung geführt; sie beleben so das Wechselspiel
von Mulden und Bergkuppen, von Licht- und Schattenpassagen, vom Grauweiß der
Schneepartien und dem Schwarz der Waldbereiche. Das Hellblau des wolkenlosen
Himmels ist deutlich differenziert zum dunkleren Blau der Schatten. Die in der Sonne
liegenden Schneepartien auf den Bergen im Hintergrund sind mit pastosem Weiß
gehöht. Die schwarzen Waldzonen bzw. Baumgruppen wirken wie in die Schneefelder
eingeschobene Elemente.
Das Motiv ist auch in einer von Alfons Walde signierten, 17,7 x 24,5 cm kleinen
skizzenhaften Fassung in Öl auf Karton bekannt (Auktionshaus Hassfurther,
Wien, Auktion am 25. November 2013,Nr.8).Das vorliegende Gemälde ist ein
charakteristisches Werk für die Naturauffassung und Malweise von Alfons Walde, in
dem er die Landschaftsformen und Naturstimmungen zu einem harmonischen Klang
zusammenführt.
Univ.-Prof. Dr. Gert Ammann 2014-10-15


Veranstaltungshinweise:

Am 24.11.2014 Auktion 60: Alte Meister · 19. Jhdt. · Moderne


Schätzpreis: 30.000 - 60.000  EURO

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