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Friedrich Gauermann, Rehe am Waldbach

Friedrich Gauermann, Rehe am Waldbach, 1828

Friedrich Gauermann
(Miesenbach 1807 - 1862 Wien)

Rehe am Waldbach
(Die Wehre aus dem Posteldamm mit Rehen)
Öl auf Leinwand; 126 x 90 cm
Signiert und datiert rechts unten: Friederich Gauermann f 1828
Provenienz: Privatbesitz Österreich (vom derzeitigen Besitzer 1967 angekauft)
Literatur: vgl. Rupert Feuchtmüller, Friedrich Gauermann, Rosenheim 1987, S. 273, WV-Nr. 43; Wolfgang Krug, Friedrich Gauermann, 1807-1862, Wien-München 2001, S. 114, 115.

Losnummer: 27


"Was die Kunst betriftt so war ich immer fleißig und bins noch fortwährend, was zwar kein großes Verdienst ist, indem mich außer der Kunst nichts interessiert, und (ich) mich von einem Tag auf den Anderen schon wider aufs malen freue."
(Friedrich Gauermann in einem Brief an seinen Freund Wilhelm Fink)


"Der Postlwald war ein beliebtes "Studienrevier" der Brüder Gauermann und Josef Högers, noch dazu ein vom Gauermannhof schnell erreichbares. Immer wieder stößt man in Gauermanns Studienblättern und Skizzenbüchern auf Motive aus dem Postlwald und auf Landschaften beim Postldamm. Der hier noch urbelassene Auwald bot malerische Einblicke und zahlreiche reizvolle Details, insbesondere entlang des Mühlgangs. Auch in Gauermanns malerischem Werk sind diese Motive mehrfach anzutreffen. Schon 1825 führte der Künstler als großformatiges Gemälde eine "Wehre aus dem Posteldamm mit Rehen" aus (WV-nr. 43), 1827 folgte eine noch größere Ausarbeitung des Motivs mit Wölfen über einer toten Hirschkuh (WV-Nr. 64). 1830 dürften Gauermanns "Einnahmebuch" zufolge gleich drei Fassungen dieses Bildes entstanden sein, mit einem unterhalb des Mühlganges liegenden toten Schimmel "(WV-nr. 112)." (Wolfgang Krug, S. 114)

In unserem Bild, welches mit 1828 datiert ist, zeigt Gauermann im Vordergrund zwei Rehe, die am Ufer des Miesenbaches, direkt unterhalb des Mühlganges ihren Durst löschen. Exakt und akribisch wurde jedes noch so kleine Detail festgehalten. Seien dies die Pflanzen und Steine im Vordergrund oder die mächtigen Bäume, auf zum Teil felsigen Terrain, deren Laub sich schon zu verfärben beginnt, nichts ist dem genauen Blick des Künstlers entgangen. Besonders reizvoll ist auch die Lichtsituation. So liegt das Bachbett im Schatten, das rechte Ufer hingegen, mit seinem steil zum Bach hin abfallenden Gelände, ist sonnenbeschienen. Dem erst 21-jährigen Gauermann gelang hier die Darstellung einer wildromantischen Landschaft, die er mit Hilfe von zahlreichen Naturstudien in ihrer landschaftlichen Eigenheit festgehalten hat.


Veranstaltungshinweise:

Am 23.04.2013 Meisterwerke - 300 Jahre Palais Kinsky

Maße: 126 x 90 cm

signiert datiert


Schätzpreis: 50.000 - 100.000  EURO

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