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Die Sprache des Silbers – „Dr. Heller’s Lexicon“

Andreas Schissler, Schraubflasche, Neusohl 1670

Sotheby’s versteigert in London eine opulente Privatsammlung edler europäischer Silber- und Goldschmiedekunst, die Arbeiten von über vier Jahrhunderte umspannt.

Am 30. Oktober 2012 wird in den Räumen von Sotheby’s in München eine erlesene Auswahl mitteleuropäischer Silber- und Goldschmiedekunst aus der Auktion "Dr. Heller’s Lexicon" präsentiert. Von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr haben Münchner Freunde der hohen Silber- und Goldschmiedekunst die Gelegenheit - um es mit den Worten des Sammlers Dr. Dr. István Heller zu formulieren - „einen faszinierenden Einblick in die Ästhetik und Geschichte eines Kunsthandwerks zu erhalten.“

Die Sammlung

Die Sammlung, welche mehr als 200 Arbeiten aus über vier Jahrhunderte umfasst – vom 16. bis zum 20. Jahrhundert – stammt aus der Sammlung des namenhaften Radiologen und Kunsthistorikers Dr. Dr. István Heller. Diese bedeutenden Objekte kommen aus den berühmtesten Werkstätten und Zentren Mitteleuropas wie Nürnberg, Maastricht, Amsterdam und Augsburg, "der Stadt der Goldschmiede" (80 Objekte), jedoch auch aus einigen der seltenen anzutreffenden Nebenzentren wie Olmütz, Riga und Rostock. Von Dr. Dr. Heller wurden sie im Laufe von etwa 50 Jahren zusammengetragen. Es wird geschätzt, dass diese einzigartige und wissenschaftlich wichtige Sammlung, welche am 4. Dezember 2012 in London versteigert wird, mehr als ₤ 1,8 Millionen umsetzen wird.

Der Sammler

„Dr. Heller’s Lexicon“ wurde vor 50 Jahren mit dem ersten Erwerb eines historistischen Messkelches aus Hanau bei einem Uhrmacher in Frankfurt begründet – bezahlt in drei Raten. Nach seinem Umzug nach Rotterdam, wo er 30 Jahre als Chefarzt an der Sint Franciscus Gasthuis Klinik tätig war, begann Dr. Dr. Heller, in großem Stil zu sammeln und ließ sich von dem berühmten Silberexperten Dr. Johan ter Molen beraten. Beinahe 50 Exemplare niederländischer Goldschmiedearbeit stellen einen wichtigen Teil von „Dr. Heller’s Lexicon“ dar.

Die Ausstellung

Im Mittelpunkt der Ausstellung, das eines der Höhepunkte in der Sammlung darstellt, steht eine teilvergoldete silberne Trinkschale in Muschelform (Abb. Titelseite), geschätzt auf £ 60.000-90.000, aus dem 17. Jahrhundert vom Hofe Rudolfs II. in Prag, auf dessen elegantem Blattstamm der Mundschenk von Gábor Bethlen, Fürst von Siebenbürgen, einst seinen Daumen ruhen ließ.

Ebenso gebührt einem weiteren Ausstellungsstück ein besondere Notiz: Eine Deckelkanne, Silber, teilvergoldet, Ungarn, Hans (Johannes) Henssel Hermannstadt, datiert 1605, Höhe 24,3 cm, die auf £ 40,000-70,000 geschätzt ist.

Neben diesen aufgeführten Objekten wird die Ausstellung ergänzt durch eine schöne Präsentierplatte auf Fuß – die Platte hat die Form eines Rebenblattes - Silber, vergoldet, Johann Jakob Adam, Augsburg, 753-1755, 26,5 cm lang (Schätzpreis: £ 12,000-18,000); einen Doppelpokal, Silber, vergoldet, Balduin Drentwett, Augsburg, circa 1600, 34 cm hoch (Schätzpreis: £ 30,000-50,000); eine silberne Schraubflasche, teilvergoldet, Andreas Schissler, Ungarn, Neusohl, 1670, 16,7 cm hoch (Schätzpreis £30,000-50,000); einen Satz von sechs Faust- oder Stehaufbechern mit Deckel, teilvergoldet, Jürgen Richels Hamburg, um 1670 (Schätzpreis: £ 30,000–50,000) sowie ein Paar achteckiger Prunkteller, teilvergoldet, Andreas Eckhardt, Ungarn, Hermannstadt, um 1658, Durchmesser 24,1 (Schätzpreis: £ 20,000 – 30,000).

Sotheby’s
Odeonsplatz 16
80529 München
Tel.: 089 – 291 31 51

Veranstaltungen zum Bericht:
Die Sprache des Silbers - „Dr. Heller’s Lexicon“

Quelle: © Sotheby’s Deutschland

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