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Vorbericht zur Auktion 102 am 24.04.2012

Katalog Auktion 102

102. Auktion: Jugendstil - Art Déco - Moderne Kunst

Vorbesichtigung:
19./20. April 10 - 18 Uhr
21./22. April 13 - 17 Uhr
23. April 10 - 15 Uhr

Mit 978 Positionen findet am 24. April 2012 die 102. Auktion in den Räumen des Hauses Quittenbaum statt. Zu den Highlights der Auktion gehören dieses Mal nicht nur Gläser des Jugendstils und des Art Déco. Besonders reich und qualitätvoll ist unsere Offerte an Schmuck, darunter eine Kollektion von schönen und seltenen Krawattennadeln aus dem Nachlass des Glasexperten Dan Klein.

Glas - Keramik
Zuerst einmal kommen jedoch, wie gewohnt, französische und österreichische Gläser zum Aufruf. Als Erstes ein Becher von Gabriel Argy-Rousseau mit dem Titel ,Violettes de Parme‘, der mit € 4.000 - 5.000 geschätzt ist. Es folgt eine sehr seltene Vase ,Algues et Poissons‘ für € 12.000 - 14.000. Von Burgun Schverer & Co. stammt eine Vase ,Cyclamens‘ mit Silbermontierung, die durch die Schönheit ihres Dekors zwischen den Glasschichten besticht (€ 4.000 - 5.000). Aus der Glaswerkstatt der Gebrüder Daum in Nancy verdienen einige Exemplare eine besondere Erwähnung, darunter die Vase ,Arbres en hiver’ (€ 3.500 - 4.500) und eine ,Primevères‘, entworfen von Henri Bergé und Emile Wirtz (€ 5.000 - 6.000).
Aus dem sehr guten Angebot von Emile Gallé ragt die Vase ,Chêne Lorrain‘ mit voll geschnittenem Dekor heraus, die aus der ehemaligen Sammlung Dr. Karl Funke-Kaiser in Köln stammt und bei Alain Le Sieutre in Paris erworben wurde (€ 17.000 - 20.000). Um ein bedeutendes Stück handelt es sich auch bei der mit emaillierten Tulpen verzierten Vase aus der Zeit um 1895, die mit € 13.000 - 16.000 aufgerufen wird. Erwähnenswert ist auch eine dekorative Vase aus den 1920er Jahren ‚Cinéraires‘ (€ 4.500 - 5.500).
Es folgt eine ausgesuchte Offerte von Vasen und Schmuck von René Lalique. Die Vase ,Tourbillons‘ wurde erstmals 1925 auf der internationalen Ausstellung für dekorative Kunst in Paris vorgestellt. Das besondere Stück aus farblosem stark reliefierten Pressglas ist geschätzt mit € 24.000 - 28.000. Von Amalric Walter werden mehrere Schmuckstücke und Schalen angeboten, darunter eine Visitenkartenschale mit einem Taschenkrebs nach einem Entwurf von Henri Bergé (€ 4.500 - 5.500). Bei dem ausgesuchten Angebot von Vasen von Johann Lötz Wwe. ragt besonders eine äußerst seltene Vase mit dem Dekor ,Titania Perlglas‘ mit Silbermontierung heraus, die mit € 5.000 - 6.000 aufgerufen wird.

In Deutschland selten auf dem Markt sind einige Keramikteller und Keramikvasen aus Italien, darunter ein Wandteller aus der Hochschule für angewandte Kunst Castello Sforzesco in Mailand mit der Darstellung des Kopfes der Medusa (€ 1.500 - 1.800). Nach dem Entwurf von Galileo Chini entstand eine Vase mit reichen Pflanzenmotiven und Frauenköpfen bei Arte della Ceramica, Florenz (€ 7.000 - 9.000). Bei den französischen Keramiken verdienen eine Schale von Jean-Léon Mayodon (€ 3.800 - 4.400), eine große japonisierende Vase von Auguste Delaherche (€ 5.800 - 6.500) sowie eine Wandplatte von Théodore Deck (€ 3.500 - 4.000) besondere Erwähnung. Eine Sammlung von Keramiken von Rozenburg, Den Haag, wird im weiteren Verlauf der Auktion aufgerufen, darunter eine Vase mit Vögeln, gemalt von Roelof Sterken (€ 7.000 - 9.000), eine von J. W. van Rossum mit einen Goldfasan verzierte Henkelkanne (€ 7.000 - 10.000) und schließlich eine Henkelvase mit filigranen Malereien von Samuel Schellink, die einen Fasan und Mohnblüten zeigen (€ 10.000 - 14.000).

Bei den deutschen Porzellanfiguren werden mehrere Teile aus dem Hochzeitszug von Adolph Amberg ihre Liebhaber finden. Auf € 6.000 - 8.000 taxiert ist ein Araber in der frühen Ausführung von 1911. Unter den österreichischen Keramiken figurieren einige Arbeiten aus der Manufaktur von Ernst Wahliss. Karl Kraus entwarf eine Frauenfigur mit Vögeln in sogenannter Serapis-Fayence (€ 3.000 - 4.000). Zu den Highlights unter den Keramiken gehört eine Kanne von Pablo Picasso, "Tête de femme", 1963 bei Madoura in Vallauris ausgeführt (€ 5.000 - 6.000).

Metallarbeiten - Skulpturen
Die Abteilung Metalle wird angeführt von einer großen Vase von Camille Fauré mit emailliertem Dekor aus Seerosen und anderen Blüten, um 1925 (€ 5.000 - 6.000).
Das Kaffee- und Teeservice von Joseph-Maria Olbrich, das 1902 auf der Ausstellung der Mathildenhöhe in Darmstadt sowie 1904 auf der Weltausstellung in St.-Louis ausgestellt wurde, kommt für geschätzte € 5.000 - 6.000 unter den Hammer. Es folgt ein Paar vergoldete Kerzenleuchter von Friedrich Adler, die mit € 6.000 - 7.000 EUR geschätzt sind. Aus der Zeit des Art Déco stammt ein Modell für ein Altargerät von Theodor Wende; es stammt aus dem Besitz des Künstlers und wird für € 3.000 - 3.500 angeboten. Unter den Arts & Crafts-Metallarbeiten verdient ein Kaffee- und Teeservice von Christopher Dresser besondere Erwähnung (€ 5.000 - 6.000).
Zudem kommt eine repräsentative Sammlung von Petschaften, Plaketten und Medaillen zum Aufruf. Darunter eine Medaille von Rudolf Bosselt zur Einweihung der Darmstädter Künstlerkolonie (€ 600 – 700). Die meisten Objekte rangieren im Preis zwischen € 200 - 700.

Aus dem reichhaltigen Angebot von Bronzen und Skulpturen ragen folgende Arbeiten besonders hervor: Eine Figur der Jeanne d’Arc aus Bronze und Elfenbein von Louis-Ernest Barrias, gegossen von Susse Frères in Paris (€ 4.000-5.000). Weiterhin ,L'innocence‘ von Démètre Chiparus (€ 14.000 - 18.000) und ,Tarantella‘ von Joé Descomps (€ 7.000 - 9.000). Angeboten wird zudem eine schöne figürliche Tischleuchte von Pierre le Faguays mit Glaseinsätzen von Daum in Nancy (€ 6.000 - 7.000) sowie ein Panther von Maurice Prost, gegossen von Susse Frères in Paris (€ 8.000 - 10.000).
Im weiteren Verlauf der Auktion werden Silberbestecke und stilvolle Accessoires für einen schön gedeckten Tisch aufgerufen. Besonders schön sind die sechs Eierbecher von Jean Després (€ 3.000 - 3.500). Eine Aufsatzschale von Georg Jensen, Kopenhagen, wird für € 4.000 - 5.000 aufgerufen. 242 Teile umfasst das Pyramiden-Besteck von Harald Nielsen (€ 18.000 - 20.000). Als Höhepunkt dieser Sektion figuriert ein Tablett von Henry van de Velde, ausgeführt für seinen persönlichen Freund, den Maler Curt Hermann (€ 55.000 -60.000).

Schmuck
Wie eingangs erwähnt ist die Abteilung für Schmuck ein besonderer Höhepunkt der Versteigerung. Es konnte, neben bedeutenden Preziosen von René Lalique, Henri Vever, Edgar Brandt oder Henry van de Velde, die Sammlung von Krawattennadeln des bekannten Londoner Experten Dan Klein akquiriert werden. Diese Kollektion enthält Stücke aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert bis um 1960, darunter eine Nadel von René Lalique, verziert mit einer Meerjungfrau (€ 5.000 - 6.000) oder eine weitere, Lalique zugeschriebene, mit einer Distelblüte auf der Vorderseite und zwei tanzenden Mädchen auf der Rückseite (€ 900 – 1.000), sowie eine Nadel und zwei Manschettenknöpfe der Wiener Werkstätte (€ 2.000 - 2.200). Der besondere Höhepunkt der Schmuckabteilung ist wohl ein Anhänger von René Lalique mit einer 120 cm langen Kette, verziert mit einer Mädchengestalt mit einem fächerartig, in der Art eines Pfauenrades, auslaufenden Kleid. Das kostbare Stück wird aufgerufen mit € 60.000 - 70.000. Es kommen noch weitere Schmuckstücke von Lalique zum Aufruf, wie ein Goldring (€ 3.000 - 4.000). Weitere bedeutende Schmuckstücke von französischen Juwelieren bilden unter anderem ein Anhänger von Henri Vever, ausgeführt in Gelb- und Weißgold mit ca. 157 Brillanten (€ 15.000 – 20.000). Eine besondere Kostbarkeit, jedoch in Schmiedeeisen ausgeführt, ist ein Anhänger von Edgar Brandt (€ 5.800 - 6.500). Von Henry van de Velde kommt eine Krawattennadel zum Aufruf für € 5.000 - 7.000. Im weiteren Verlauf wird ein goldener Siegelring, Unikat, aus dem persönlichen Besitz von Theodor Wende, Pforzheim, aufgerufen mit € 5.000 - 6.000. Wie im Bereich der Keramik ist das jüngste Stück der Abteilung ein Entwurf Pablo Picassos, 1956 in 20 Exemplaren in Gold ausgeführt von Pierre Hugo, Aix-en-Provence, "Profil de Jacqueline" (€ 18.000 - 20.000).
Am Anfang der Möbelabteilung wird ein Teetisch von Emile Gallé, verziert mit Glasvasen und einem Landschaftsausschnitt, 1895 (€ 4.500 - 6000) angeboten. Im weiteren Verlauf kommt ein größeres Ensemble von Louis Majorelle zum Aufruf, als erstes ein Buffet mit Gänsen (€ 16.000 - 20.000), dann ein Speisezimmer "Chicorées" (€ 16.000 - 20.000), des weiteren eine große Anrichte aus dieser Einrichtung (€ 7.000 - 10.000). Es folgen mehrere Einrichtungsgegenstände von Darmstädter Künstlern, als erstes ein Paar Armlehnstühle aus einem Musikzimmer von J. M. Olbrich (€ 6.000 - 8.000) und eine Blumensäule (€ 6.000 - 8.000). Ein weiteres Objekt der Darmstädter Kolonie ist ein Notenpult aus Gusseisen von Albin Müller, ausgeführt vom fürstl. Stolbergschen Hüttenamt, Ilsenburg (€ 3.000 - 4.000). Aus der Zeit des Art Décos stammt eine große Poudreuse von Dominique, Paris, das futuristisch anmutende Ensemble wird für € 6.000 - 8.000 aufgerufen.
Am Ende der Auktion kommen Gemälde und Zeichnungen der Moderne zum Aufruf. Als erstes eine Landschaft bei Dachau von Tina Blau-Lang (€ 12.000 - 15.000). Dann ein Mädchen im Café von François Gall (€ 16.000 - 18.000). Des weiteren eine Genreszene des beliebten Auguste Toulmouche, "Fasching", für € 6.000 - 9.000. Ein besonders repräsentatives Dokument des Wiener Jugendstils bildet ein Entwurf von Koloman Moser für den Fries der Kranzträgerinnen am Gebäude der Wiener Secession, 1897/98. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, der Fries vernichtet (€ 5.000 -8.000). Das jüngste Gemälde aus dem Angebot stammt von Christian Rohlfs, "Blauer Mondschein am Lago Maggiore", 1933, und wird aufgerufen für € 40.000 - 50.000.

Veranstaltungen zum Bericht:
102. Auktion: Jugendstil - Art Déco - Moderne Kunst

Quelle: © Quittenbaum Kunstauktionen

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