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Aus Salomon Guggenheims Schlafzimmer

Rudolf Bauer, Triptych Symphony: Third Movement, 1930-1934

Höhepunkt der Auktion „Moderne Kunst“ ist erneut ein Hauptwerk Rudolf Bauers aus den Jahren 1930 bis 1934 (Los 336/ Schätzpreis: € 250.000 – 300.000/ Format: 140 x 165 cm). Für Rudolf Bauer hält VAN HAM die beiden höchsten Auktionsergebnisse. Ein dritter könnte nun die Erfolge krönen. Eine Besonderheit ist die Provenienz des Werks „Triptych Symphony Third Movement No. 134“: Es kommt aus der Sammlung Guggenheim, wo es im privaten Schlafzimmer hing. In der Auktion „Zeitgenössische Kunst“ gehören vor allem wieder großformatige Skulpturen zu den Spitzenlosen, so z.B. die Skulptur eines Adlers von Georg Baselitz (Los 18/ Schätzpreis: € 150.000 – 200.000).

Auktion „Zeitgenössische Kunst“

Spitzenlos ist eine Adler-Skulptur von Georg Baselitz aus dem Jahr 2007. Aus Bronze und Stahl gefertigt hat sie eine überragende Größe von 250 x 80 x 80 cm (Los 18/ Schätzpreis: € 150.000 – 200.000). Seiner Anerkennung entsprechend gibt es immer wieder aktuelle Ausstellungen zu Georg Baselitz, zuletzt 2010 in Baden-Baden „50 Jahre Malerei und 30 Jahre Skulptur“.
Im Frühjahr kommen zahlreiche Werke von Sigmar Polke zum Aufruf. Zum einen ein Interferenzbild in Blau auf Papier, Schätzpreis € 100.000 bis 150.000 (Los 204), zum anderen eine sehr interessante Sammlung von Kirchenfenster-Entwürfen zu St. Mariä Himmelfahrt in Wesel am Rhein (Lose 206 – 212/ Schätzpreise zw. € 8.0000 – 60.000). Vom Architekten des Wiederaufbaus, Karl Wimmenauer, ermutigt, schuf Polke die Entwürfe zu den Fenstern der Kirchenvorhalle. Wimmenauer, von 1962 bis 1979 Professor für Baugeschichte an der Kunstakademie Düsseldorf, lernte Polke kennen, als dieser von 1961 bis 1967 an der Akademie studierte. 1968 wurden Polkes Vorschläge von der Kunstkommision des Bischöflichen Generalvikats in Münster abgelehnt mit der Begründung: Sie „erscheinen ... dilletantistisch verspielt und ohne künstlerische Aussagekraft“ (Der Brief liegt VAN HAM im Original vor). Da Polkes Malerei zur damaligen Zeit noch umstritten war und eine Auseinandersetzung mit seiner Kunst im Allgemeinen ausblieb, war den Entscheidungsträgern eine Anerkennung der tief hintergründigen und geistigen Art des Künstlers wohl nicht möglich.
Nachdem Markus Lüpertz zu Beginn der 1960er Jahre die "Dithyramben" in seine Bildsprache eingeführt hat, malt er in der Zeit danach einfache, alltägliche Dinge. Ein interessantes Gemälde aus dieser Zeit ist die „Dachpfanne“ von Markus Lüpertz. Das Gemälde ist 146 x 146 cm groß und wird für € 40.000 bis 60.000 angeboten (Los 145).
Eine herausragende Arbeit des Informel ist das Gemälde von Peter Brüning. Das große Werk „Ohne Titel“ von 1960/61 ist 120 x 145 cm groß und kommt für € 40.000 bis 60.000 zum Aufruf (Los 31).
Auf großes Interesse wird ferner ein frühes Materialbild von Antoni Tàpies stoßen: „Forma verde sobre negro“, 1962 (Los 266/ Schätzpreis: € 70.000 – 100.000).
Thomas Rentmeister ist eher selten auf dem Auktionsmarkt vertreten. Nun kommen drei seiner Skulpturen mit ihren faszinierend schimmernden Oberflächen bei VAN HAM zum Aufruf. Die größte Skulptur ist für € 15.000 bis 20.000 in der Auktion angesetzt (Los 220). Das etwas kleinere, aber durch seine Vielzahl an Wölbungen, sehr dekorative Objekt, ist 38 x 124 x 97 cm groß und kommt für € 10.000 bis 15.000 zum Aufruf (Los 221). Es war zuletzt im Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam zu sehen. Rentmeister, heute Professor in Braunschweig, hat im Herbst eine große Ausstellung im Kunstmuseum Bonn.

Ein lang gepflegtes Thema bei VAN HAM: ZERO. Das große Spiegelobjekt von Adolf Luther aus dem Jahre 1981 besteht aus 602 blau getönten quadratischen Spiegeln, die zu einer großen konkaven Wölbung im Kastenrahmen angelegt sind (Los 154/ Schätzpreis: € 25.000 – 35.000 | Format: 87,5 x 262 x 16,5 cm). Ebenfalls im Programm: Lucio Fontana. Aus „Concetto spaziale – Teatrino“ werden drei Arbeiten angeboten „rosso“, „nero“ und „blanco“ (Los 56/ Schätzpreis: € 25.000 – 30.000 | Multiples aus der 6-teiligen Serie). Selten werden drei Arbeiten aus der Serie zusammen angeboten. Das Gips-Objekt „Weiße Struktur“ von Gerhard von Graevenitz kommt für € 10.000 – 15.000 zum Aufruf (Los 78).
Ebenfalls dabei ist eine kleine Berühmtheit: Das Aquarell „Schädel, Urschlitten und Bewusstseinszeichen“ von Joseph Beuys war bereits im letzten Jahr in der großen Beuys Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ausgestellt (Los 25/ Schätzpreis: € 20.000 – 30.000). Dies verdeutlicht die große Bedeutung, die Aquarelle und Zeichnungen in dessen Werk spielten.
Wie üblich präsentiert VAN HAM umfangreiche Graphik von Andy Warhol (Lose 293-310). Verkauft wird ein sehr seltener Siebdruck „Hesse“ für € 25.000 bis 30.000, außerdem „Freud“ und „Goethe“ sowie „Truck“. Ferner kommen alle bestehenden Versionen der Cologne Cathedral zum Aufruf: die Vierer-Serie (Schätzpreis: € 25.000 – 30.000), eine Trial Proof (Schätzpreis: € 20.000 – 30.000) und die Version black in black (Schätzpreis: € 6.500- 8.500).

Auktion „Moderne Kunst“

Raoul Dufy war ein französischer Maler des Fauvismus. Vom 14. April bis 26. Juni 2011 wird ihm eine Ausstellung in Paris im Museum Marmottan Monet gewidmet: „Raoul et Jean Dufy - Complicité et rupture“. Im Frühjahr kommt eines seiner Werke, Falaise von 1902, bei VAN HAM für € 50.000 bis 80.000 zum Aufruf (Los 388).
Von Lesser Ury sind zwei Gemälde in der Auktion vertreten. Zum einen das Gemälde „Unter den Linden“, das den Blick auf die Universität öffnet (Los 538/ Schätzpreis: € 80.000 – 120.000), zum anderen das Brandenburger Tor (Los 539/ Schätzpreis: € 30.000 – 40.000).
Auf dem Kunstmarkt konstant nachgefragt sind die Aquarelle Emil Noldes, von denen zwei angeboten werden. Seine Roten Pfingstrosen kommen für € 80.000 bis 120.000 zum Aufruf (Los 487). Ein paar Jahre früher entstand das attraktive Aquarell von Helga und Eva Goerger, das Otto Müller 1917 malte (Los 486/ Schätzpreis: € 40.000 – 50.000). Das Aquarell von George Grosz zeigt einen Damenfrisiersalon und wurde 1926 in der Galerie Alfred Flechtheim ausgestellt (Los 409/ Schätzpreis: € 80.000 – 120.000). Über das Museum Stettin ging es schließlich in rheinischen Privatbesitz über. Momentan läuft die Ausstellung „Max Liebermann - Wegbereiter der Moderne“ in der Bundeskunsthalle Bonn (21. April – 11. September 2011). Ein sommerliches Pastell des Malers, „Blumenterrasse im Wannseegarten“, kommt für € 50.000 bis 70.000 zum Aufruf und wird nicht nur Berlin-Liebhaber überzeugen (Los 444). Es hing bis vor kurzem in der Wannsee-Villa Liebermanns.

Unter den Skulpturen ist „Allegro“ von Georg Kolbe das Highlight (Los 437/ Schätzpreis: € 80.000 – 120.000). Das Werk ist ein seltener Lebzeitguss, der vor dem 2. Weltkrieg in die USA exportiert wurde.

Veranstaltungen zum Bericht:
300. Auktion: Moderne Kunst und Zeitgenössische Kunst

Quelle: © Van Ham Kunstauktionen

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