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Karl Schmidt-Rottluff

Geboren: 1884 in Rottluff bei Chemnitz
Gestorben: 1976 in Berlin

Stilrichtungen

- Expressionismus

- Moderne Kunst

BiographieAusstellungenLiteraturArbeiten

Zum Künstler


"Der Rhythmus, das Rauschen der Farben, das ist das, was mich immer bannt und beschäftigt", verrät Karl Schmidt-Rottluff in einem Brief an Gustav Schiefler (zit. nach: Wietek. 1984, S. 57.)

Dementsprechend sind auch Karl Schmidt-Rottluffs Bilder: Ihre Farben pulsieren und leuchten und der Rhythmus der gezielt geführten Linie strukturiert die Komposition und führt das Auge des Betrachters über das Bildszenario.
Am Anfang war Karl Schmidt-Rottluffs Werk stark vom französischen Impressionismus beeinflusst. Als Motive tauchten häufig norddeutsche und skandinavische Landschaften auf. Jedoch löste sich Karl Schmidt-Rottluff schnell von der impressionistischen Malerei. Inspiriert von den emotionsgeladenen Werken Van Goghs und den damals eigensinnig wirkenden Arbeiten Emil Noldes findet der junge Maler schnell zu seiner eigenen Malweise, die expressiver wird: Die Form wird klar und die Farbe intensiv.
Dabei konzentriert sich Karl Schmidt-Rottluff nicht nur auf die Ölmalerei. Zu seinem Gesamtwerk zählen Aquarelle, Tuschpinselzeichnungen, Holzschnitte, Radierungen, Lithographien und Holzplastiken.
Als Gründungsmitglied der Künstlergruppe "Brücke" geht Karl Schmidt-Rottluff in die Kunstgeschichte als ein bedeutender Mitstreiter des deutschen Expressionismus ein. Karl Schmidt-Rottluff ist auch das "Brücke"-Museum in Berlin zu verdanken, das aus seiner Initiative errichtet und 1967 eröffnet worden ist.
Die Kunst von Karl Schmidt-Rottluff wurde bereits zu Lebzeiten geachtet, in zahlreichen Ausstellungen gewürdigt und durch Kunstpreise, wie zum Beispiel Kunstpreis der Stadt Berlin, Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf oder Lovis-Corinth-Preis der Stadt Regensburg geehrt.


Biographie


1884
Am 1. Dezember wird Karl Schmidt als Sohn eines Mühlenwerkführers geboren.
1998-1905
Erster Zeichenunterricht bei Prof. Dr. Otto Uhlmann
Während dieser Zeit entsehen die ersten signierten und datierten Aquarelle sowie die ersten Ölbilder.
1904
Erste Austellung einiger Aquarelle in "Kunsthütte" in Chemnitz
1905
Abitur
Beginn eines Architekturstudiums in Dresden
Gründung der Künstlergruppe "Brücke", gemeinsam mit Erich Heckel, Ernst L. Kirchner und Fritz Bleyl; seitdem nennt sich der Künstler Schmidt-Rottluff.
1906
Abruch des Architekturstudieums
Nachdem Schmidt-Rottluff in der Arnold Galerie Werke von Emil Nolde sieht (1905), besucht er den damals nocht unbekannten Künstler im Sommer auf der Ostseeinsel Alsen in Guderup. Dort entstehen zahlreiche Aquarelle und Tuschzeichnungen.
1910
Bezug eines Dachateliers in Hamburg
Mitgliedschaft in der Berliner "Neuen Seuession"
1911
Reise nach Norwegen (Lofthus)
Umzug von Dresden nach Berlin, wo der Maler ein Atelier und Wohnung besitzt.
1913
Auflösung der"Brücke"
Beginn eines Aufbaus einer Sammlung von außereuropäischen Kunst
1915-1918
Kriegsdienst in Litauen und Russland
Wähend der drei Jahre schafft Schmidt-Rottluff zahlreiche Holzschnitte und erste Holzplastiken.
1918
Rückkehr in die Heimat
Heirat mit der langjährige Lebensgefährtin Emy Frisch, die selbst auch künstlerisch als Fotografin tätig ist.
1920-1922
Aufenthalt in Jershöft in Pommern
Zu dieser Zeit lernt Schmidt-Rottluff Franz Radziwill und Wassily Kandinsky kennen.
1923-1929
Reisen nach Italien, Paris, Spalato (heute Split) Dalmatien und Ascona im Tessin
1930
Studiengast der Villa Massimo in Rom (Deutsche Akademie)
1931-1933
Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin
Zeitweiliger Unterricht in Malen und Zeichnen an der privaten Berliner-Malerschule von Bloch-Kerschbaumer
1937-1943
50 Werke von Schmdt-Rottluff werden in der Münchner Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt
608 seiner Areiten werden in deutschen Museen beschlagnahmt
Erhalt des Berufsverbots
Ausschluss aus der "Reichskammer der bildenden Künste"
Zerstörung während eines Bombenangriffs sowohl Schmidt-Rottluffs Wohnung als auch seines Ateliers in Berlin
Umzug ins Elternhaus nach Rottluff
1947
Rückkehr nach Berlin
Beginn des Unterrichts an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg
1952-1974
Verleihung mehrerer Preise, unter anderem: Kunstpreis der Stadt Berlin (1952), Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf (1955), Großer Kunstpreis des Landes Nordhein-Westfalen (1958), Kunstpreis der Stadt München (1961) und Lovis-Corinth-Preis der Stadt Regensburg (1974, erstmalig vergeben)
1956-1974
Mehrere Ehrungen: Verleihung der Friedensklasse des Ordens "Pour le mérite" (1954), Ernennung zum Ehrenbürger von Berlin (1970), Aufnahme als Ehrenmitglied der "American Academy of Arts and Letters", New York (1974)
1964
Schenkung des eigenen Nachlasses an die Stadt-Berlin
Diese Schenkung ist jedoch mit der Initiative zur Errichtung eines der Künstlergruppe "Brücke" gewidmeten Museums verbunden. 1967 - noch zu Lebzeiten des Künstlers - wird das Museum eröffnet.
1976
Am 10. August stirbt Karl Schmidt-Rottluff in seiner Wahlheimat Berlin im Alter von 92 Jahren.



BiographieAusstellungenLiteraturArbeiten

Ausstellungen


Aktuelle und vergangene Ausstellungstermine:
11.03.2010
"Neuerwerbungen XXIII"
15.03.2012
"Neuerwerbungen XXVI" - Frühlingsausstellung 2012
11.11.2010
"Neuerwerbungen XXIV"
17.10.2013
"Neuerwerbungen XXIX"
20.03.2014
Frühlingsausstellung 2014 - Neuerwerbungen XXX
20.06.2013
"Blumenpracht"
13.09.2012
"Neuerwerbungen XXVII"


Weitere Termine:

1904
Ausstellung einiger Aquarelle durch die Initiative von Uhlmann in "Kunsthütte" in Chemnitz
1905
Erste Ausstellung der "Brücke" in der Kunsthandlung P. H. Beyer & Sohn in Leipzig
1910
Erste Einzelausstellung in der Hamburger Galerie Commeter
Große Ausstellung der "Brücke" in der Galerie Arnold in Dresden
1936
Erste Ausstellung in den USA in der Galerie Westermann in New York
1937-1943
50 Arbeiten werden in der Münchner Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt
1958
Erste Retrospektive-Ausstellung der "Brücke" im Museum Folkwang in Essen, auf der Schmidt-Rottluff mit 82 Arbeiten vertreten ist



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Literatur


Pressemitteilungen:
19.01.2010
Neuerwerbungen XXIII
05.11.2010
Herbstausstellung 2010 - Neuerwerbungen XXIV
02.05.2011
Rückblick: Frühlingsausstellung 2011 "Neuerwerbungen XXV"
08.03.2012
"Neuerwerbungen XXVI" - Frühlingsausstellung 2012
14.06.2013
"Blumenpracht" - Sommerausstellung


Weitere Publikationen:

Wietek, Gerhard: Karl Schmidt-Rottluff. Plastik und Kunsthandwerk, Werkverzeichnis. München: Hirmer, 2001.

Moeller, Magdalena M. und Belgin, Tayfun (Hrsg.): Karl Schmidt-Rottluff. Ein Maler des 20. Jahrhunderts. Ausstellungskatalog Museum am Ostwall Dortmund/ Kunsthalle Kiel/ Museum der Bildenden Künste Leipzig 2001/02. München: Hirmer, 2001.

Moeller, Magdalene M. (Hrsg.): Karl Schmidt-Rottluff. Tuschpinselzeichnungen. Ausstellungskatalog Galerie Jahrhuderthalle Hoechst/ Salzburger Landessammlungen Rupertinum Graphische Sammlung - Moderne Galerie 1995/96. Müchen: Hirmer, 1995.

Moeller, Magdalena M. (Hrsg.): Karl Schmidt-Rottluff - der Maler. Ausstellungskatalog Städtische Kunsthalle Düsseldorf/ Städtische Kunstsammlungen Chemnitz/ Brücke-Museum Berlin 1992/93. Stuttgart: Hatje, 1992.

Thiem, Günter und Zweite, Armin (Hrsg.): Karl Schmidt-Rottluff. Retrospektive. Ausstellungskatalog Kunsthalle Bremen/ Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1989. München: Prestel, 1989.



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