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Hans Arp, Petite figure appuyée dite l'égyptienne,  1938

Hans Arp, Petite figure appuyée dite l'égyptienne,  1938

Bronze. Höhe 25,3 cm. Unbezeichnet. Eines von 5 Exemplaren. - Mit goldbrauner, glänzender Patina.

Giedion-Welcker/Hagenbach 57 (hier als Exemplar 3/5 aufgeführt)

Losnummer: 202


Provenienz

Sammlung Will Grohmann, Berlin; seitdem in Familienbesitz

Ausstellungen

Dresden 2012/2013 (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunsthalle im Lipsiusbau), Im Netzwerk der Moderne. Kirchner, Braque, Kandinsky, Klee, Richter, Bacon, Altenbourg und ihr Kritiker Will Grohmann, Kat. Nr. 6, mit Abb. S. 87 (Katalogband)
Literatur

Ionel Jianou, Jean Arp, Paris 1973, S. 69, Nr. 57; Stefanie Poley, Hans Arp, Die Formensprache im plastischen Werk, Stuttgart 1978, S. 143, mit Abb. Nr. 150,; Hans Arp. Skulpturen - eine Bestandsaufnahme, hrsg. von Arie Hartog, Ostfildern, 2012, S. 261, Nr. 57

Hans Arp und Will Grohmann lernten sich in den 1920er Jahren über die Tänzerin Mary Wigman kennen, mit der Sophie Taeuber während ihrer Tanzausbildung bei Rudolf von Laban gemeinsam auf der Bühne gestanden hatte. Grohmann begeisterte sich für Wigmans Ausdruckstanz und setzte sich seinerseits für deren Übersiedlung von Berlin nach Dresden ein. Zwischen Arp und Grohmann entwickelte sich ein fortwährender Austausch, in dessen Folge der Kritiker den seit 1926 im französischen Meudon lebenden Künstler mehrfach besuchte. Der Kontakt überdauerte auch die Kriegszeit, die der von den Nazis verfemte Arp im südfranzösischen Exil verbringen musste. In den 1950er Jahren schrieb Grohmann wiederholt über Arp, der wiederum beeindruckt von dessen Verständnis für sein Werk war.

Bei einem der Besuche seines Freundes Arp in Meudon erhielt Grohmann diese köstliche Bronzeplastik geschenkt, für die er anschließend in Briefform dankte: „Lieber Hans Arp, Ihre schöne Plastik steht auf meinem Schreibtisch und erfreut mein Herz. Ich brachte Sie unerkannt in meinem Koffer über die Grenze, und als ich sie hier noch nonchalant wie eine Büchse Nescafé auspackte, fielen die Zuschauer vor Staunen fast um, und Annemie erklärte, sie hätte es ja immer gewußt, daß Arp nicht nur ein ganz großer Bildhauer wäre, sondern auch ein ganz besonders großer und lieber Mensch. Der Meinung bin ich ja auch, und wenn ich mit Curt [Valentin] zusammen war, wurde mir doppelt klar, welches Glück es war, Sie schon so lange zu kennen. Ihr Geschenk war für mich eine echte Überraschung, denn ich hätte nie daran zu denken gewagt, daß wir jemals uns auf dieser Ebene zu begegnen würden. Nun ist die Freude umso größer, und ebenso der Dank […]“ (Will Grohmann an Hans Arp, Brief vom 23. Mai 1956, Staatsgalerie Stuttgart/Archiv Will Grohmann, zit. nach: Dresden 2012/2013, Katalogband S. 87).


Veranstaltungshinweise:

Am 29.11.2019 Auktion 1143: Moderne Kunst


Schätzpreis: 80.000 - 100.000  EURO

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