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Armin Göhringer, o.T.

Armin Göhringer


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Zum Künstler


Zu meiner Arbeit
Ausgangspunkt meines Studiums war die Malerei.
Erst später entdeckte ich für mich die dreidimensionale Ausdrucksweise.
Heute gehören beide künstlerischen Arbeitsfelder zu meinem Wirkungskreis. So gibt es bestimmte Zeiten, wo ich fast ausschließlich an plastischen Dingen arbeite, Holz besäge, aus einem Stamm solange Teile herausschneide, oder Schnitte setze, bis das Ergebnis mir stimmig erscheint (übrigens geschieht das alles mit der Kettensäge), oder mich mit Papierabdrücken befasse, die als sogenannte „ weiche Plastik „ die bildhauerische Arbeit ergänzen.
Aber es gibt auch jene Arbeitsphasen, in denen ich mich intensiv mit der Malerei beschäftige, wo das Riechen der Farbe und das Kneten des Pigments zum sinnlichen Erlebnis werden, welches ich auch als Bildhauer niemals missen möchte.
So gesehen ist das künstlerische Feld auf dem ich mich bewege, ein recht breites und ist nicht selten Grenzüberschreitend wirksam. Bilder also, die bildhauerische Qualitäten aufweisen, und Skulpturen welche von malerischer Verwandtschaft zeugen, und manchmal sogar Arbeiten die weder der einen noch der anderen Sparte zuzuordnen sind. Die Arbeiten, zeigen einen vorläufigen Endpunkt einer langen Themenreihe zur Polarität.
Diese basiert auf dem künstlerischen Ausloten von Extremen,von Gegensätzen und komplementären Dingen.
Dabei galt mein Interesse nie den polaren Strukturen an sich, sondern dem direkten Aufeinandertreffen innerhalb einer Arbeit und somit dem, was sich zwischen den Extremen abspielt. Auch bei den "Porträtstudien" und den "Doppelfiguren", den "Figuren mit Rad" , sowie den "Variablen", um einige Arbeitsthemen der frühen 80er Jahre zu benennen, stand die Fragestellung und Auseinandersetzung mit komplementären Strukturen im Mittelpunkt.
Ab 1994 tauchten dann erste Arbeiten mit dem Titel der "Kreuzschichtung" auf. Dies war der Beginn einer intensiven Beschäftigung mit der senkrechten und der waagrechten Linie, die bis heute anhält. Die senkrechte Linie, Symbol für das Aufrechte, Verbindungslinie zwischen Himmel und Erde, Metapher für Entwicklung und Fortschritt, für positives Streben und Kraft. Die waagrechte Linie, Schnittstelle zwischen Himmel und Erde, Horizont fürs Auge, Symbol für Stille und Ruhe, die Horizontale als Endpunkt. Assoziationen zum Leben, zu mir selbst entstehen. Die Vertikale, bewusst gesägt, gefurcht, wie mit dem Lineal gesetzt, aufgereiht, wie ein mechanischer Fächer, exakt, pflichtbewusst, durchdacht, notwendig um zu überleben.

Dagegen Die Horizontale, spielerisch, fast lustvoll geprägt, ohne tiefes Nachdenken, aus dem Bauch heraus entstanden, die Kür der Spontaneität. Und nun stelle man sich vor, beides trifft direkt aufeinander, ist gleichzeitig vorhanden, durchdringt, beeinflusst, behindert und stabilisiert zugleich, ja bedingt sich förmlich um existent zu sein.
Beim Umgang mit der Säge stets der Gedanke nicht zu tief zu sägen, denn eine Spur zuviel und das Gefüge bricht zusammen. Und doch, dem Dazwischen gilt mein Interesse, dem öffnen des Raumes. Neue Formen entstehen, Töne die dazwischen liegen, losgelöst vom Material, freie Räume, getragen von den Kraftlinien die sie umschließen. Erinnert dies nicht an uns Menschen. Ist dies nicht ein gemaltes Bild unseres Lebens, unserer Ambivalenz ja unserer Zerbrechlichkeit. Ein Symbol für das Spiel der Kräfte, für die Polarität der Dinge.
Mit den Papierabdrücken erweitert sich das inhaltliche Themenfeld meiner Kunst. Die Holzarbeiten, die als Grundstock oder Unterlage für die Abdrücke dienen, werden im Papier weitergeschrieben, verändert und gestrafft. Mit den Fingern wird dieses in die Oberflächenstruktur des Holzes hineingedrückt und abgeformt. Bei der Trocknung werden Gerbsäure und Farbstoffe dem Holz entzogen und beeinflussen malerisch das Papier. Es entsteht eine Haut, ein weiches Gebilde um einen harten Kern, auf den ersten Blick eine Verpackung , ein Schutz. Die vermeintliche Schutzhülle wird jedoch auf den zweiten Blick ins Gegenteil verdreht.
Das Stabile gerät nach Innen, das zarte, weiche bildet das Außen, fragil, schutzlos dem Betrachter ausgeliefert. Es zeigen sich Spuren des tiefen Innern, die zuvor unsichtbar im Verborgenen schlummerten. So entstehen Bilder und Skulpturen, so entsteht meine Kunst. Nähert man sich auf diese Weise den Arbeiten, so könnte sich der Betrachter auf eine Reise in sein eigenes ich begeben.
Ein schöner Gedanke, wenn es denn gelingt.


Biographie


1954 Nordrach
1976-82 Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main



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Ausstellungen


2000 Galerie A. Knecht, Karlsruhe( mit Müller)
Ritterhaus Museum, Offenburg
Zentscheuer,Möglingen,(mit Braxmaier)
Galerie im Torschloß, Tettnang
Kunstverein Spritzenhaus, Bahlingen
Kunstverein Neustadt, (mit Albi Maier)
Argilend, (Hewlett- Packard), Bilder u. Skulpturen, bei Ettlingen
2001 Galerie für Gegenwartskunst , Bonstetten bei Zürich,
Galerie Roland Aphold, Allschwil bei Basel,
Galerie Winter, Wiesbaden,
Galerie Donath, Troisdorf,
Museum Engen
Galerie Fischerplatz, Ulm
KV Hohenlohe, Langenburg
2002 Skulpturenkabinett, Freiburg
Kunst-Kabinett, Regensburg
2003 Kunstverein Heidenheim
Galerie Hrobsky, Wien
Galerie Alfred Knecht, Karlsruhe
2004 Kunstverein March, Freiburg
Galerie Wohlhüter, Thalheim
Galerie Winter, Wiesbaden
Fischerplatz Galerie, Ulm
Kunstkabinett, Regensburg



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© Galerie Noack - Mönchengladbach    




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