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Georg Kolbe, Allegro, 1929 (Entwurf)

Georg Kolbe, Allegro, 1929 (Entwurf)

Bronze, rot-braun patiniert. 72 x 50 x 23cm. . Ex. I. Monogrammiert und nummeriert auf der Plinthe: GK I sowie bezeichnet "Made in Germany".
Auf der hinteren Plinthenkante Gießerstempel H. Noack Berlin-Friedenau.

Losnummer: 437


Es liegt eine schriftliche Bestätigung von Frau Dr. Ursel Berger, Georg-Kolbe Museum Berlin, vom 30.10.2003 in Kopie vor. Wir danken Frau Dr. Ursel Berger, Georg-Kolbe Museum Berlin, für die freundliche Unterstützung.

Ausstellungen:
Der schreitende, springende, wirbelnde Mensch, Georg Kolbe und der Tanz, Georg- Kolbe-Museum, Berlin/Edwin Scharff Museum, Neu-Ulm 2003

Literatur:
Beucker, Ivo: Georg Kolbe, Auf Wegen der Kunst, Berlin 1949, S. 103 (Abb. des Werkmodells)
Ausst.-Kat. Der schreitende, springende, wirbelnde Mensch, Georg Kolbe und der Tanz, Georg- Kolbe-Museum, Berlin/Edwin Scharff Museum, Neu-Ulm 2003, Kat. Nr. VIII. 2

Für die Skulptur "Allegro" stand Eva Rechlin (später Eva Grossmann), ausgebildete Gymnastikerin und Mitglied des Berliner Tanzensembles "Die Roten Tänzer", Kolbe Modell. Die junge Frau galt seinerzeit im Zusammenhang mit der Körperkultur-Bewegung als Idealbild der sportübenden Frau. Die besondere Bewegungsfreude und der unverkrampfte Umgang mit Nacktheit, spiegelt sich in Kolbes "Allegro" wider. Die Skulptur ist für die Schaffensphase der späten 1920er Jahre insofern besonders, als dass in jener Zeit - bedingt durch den plötzlichen Tod seiner Frau Benjamine - Trauerfiguren zu seinem Hauptthema werden. "Eine Kolbe-Figur von 1929 unterscheidet sich jedoch deutlich vom damals vorherrschenden schwermütigen Gehalt der Werke: Allegro, eine Frauengestalt, die heiter und sieghaft die Arme nach oben reckt, genauso wie dies Eva Rechlin auf einem Aktfoto vorführt. Man könnte glauben, dass Kolbe durch die Präsenz dieses Modells, das - wie bei dem Künstler üblich - eigenständig im Atelier Bewegungen testete, für eine gewisse Zeit aus seiner Depression gerissen wurde." (Ausst.-Kat. 2003, S. 80f)
Zwei weitere Details machen die Skulptur zusätzlich außergewöhnlich und liefern Zeugnis ab, über die erfolgreichste Periode des Bildhauers Georg Kolbe: der Stempel "Made in Germany" sowie die Nummerierung "I". Sie sind auf jenen Skulpturen zu finden, die vor dem II. Weltkrieg in die USA eingeführt wurden. Auf die mit "I-III" nummerierten Exemplaren fiel keine Steuer an und so gelangten jene Plastiken teils als Ausstellungsexponate, aber in nicht unerheblichen Mengen auch als Verkäufe an Privatsammler (so konnte beispielsweise die Familie Rockefeller gleich mehrere Kolbe-Plastiken zu ihrem Besitz zählen) nach Übersee.
Von Georg Kolbes "Allegro" existieren laut Frau Dr. Ursel Berger lediglich 8 Lebzeit-Güsse aus dem Jahr 1929 sowie 3 nachweisbare spätere Güsse aus den 1960er Jahren. Das hier vorgestellte Exemplar zählt somit zu einem der äußerst seltenen, frühen Exemplare und zu einer ausgesprochen gelungenen Formfindung Kolbes.


Veranstaltungshinweise:

Am 31.05.2011 300. Auktion: Moderne Kunst und Zeitgenössische Kunst


Schätzpreis: 80.000 - 120.000  EURO

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