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Jesuskind, Mechelen 16. Jahrhundert

Jesuskind, Mechelen 16. Jahrhundert


Höhe ca. 35 cm


Stilrichtung:: Renaissance
Kunstsparte:: Skulptur
Material/Medium/Technik:: Holz


Weitere Details:


Auf einem mit Kissen geschmückten Sockel erhebt sich dieser Christusknabe. Die rechte Hand hat er zum Segensgestus erhoben, in der Linken hält er den goldenen Reichsapfel zum Zeichen seiner Herrschaft.

Der Körper Christi ist realistisch gestaltet, seine kindlich-drallen Oberschenkel wölben sich kräftig und kontrastieren treffend mit dem schlanken Körper des Knaben. Sein rundes Antlitz mit den schmalen Augen erscheint fast ein wenig spitzbübisch, und der Blick des Jesuskindes ist voller Leben. Sein schön gelocktes Haar, das am Oberkopf eng anliegt, wölbt sich zu den Seiten und bildet so einen spannungsvollen Rahmen für das kindliche, aber charakterstarke und ausdrucksvolle Gesicht Christi.

Die Schnitzarbeit misst 34,5 cm inklusive des Sockels und trägt die originale polychrome Fassung und Vergoldung.

Die Figur zeigt den typischen Stil der Mechelener Schnitzwerke des 16. Jahrhunderts. Schon der Gesichtstypus – rund geformt, mit schmalen Augen, zarter Nase und lieblichem Mund – verweist klar auf Mechelen als Entstehungsort des Werkes. Hinzu kommt die nur wenig Tiefe erzeugende Komposition, die besonders in der Seitenansicht augenscheinlich wird und die als charakteristisch für die Werke der viel gerühmten Schnitzkunst der Mechelener Renaissance bezeichnet werden kann.

Auch die Behandlung des Haares, das am Oberkopf platt anliegt, zu den Seiten hin aber ausschwingt, spricht deutlich für diese Einordnung. Vergleichsobjekte wie das Christkind aus dem Augustinermuseum in Freiburg im Breisgau, um 1510, können diese Einordnung bestätigen (siehe Vergleichabbildung).

Welche Funktion Christkinder wie dieses hatten, ist ungeklärt. Es ist bekannt, dass Novizinnen in Nonnenklöstern kleine Christusfiguren zum Geschenk erhielten, wobei insbesondere der liegende Christusknabe als Wickelkind eingesetzt wurde. Die stehenden Christkinder, die oftmals, wie auch in unserem Falle, in der Pose des Salvator Mundi gezeigt sind, könnten für die private Andacht genutzt worden sein oder im monastischen Kontext ihre Bestimmung gefunden haben.


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