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Antikentausch zwischen Dresden und Berlin

Kopf eines bärtigen Gottes, 1. Jahrhundert v. Chr.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Staatlichen Museen zu Berlin haben Kunstgegenstände ausgetauscht, die zum Besitz des jeweils anderen Instituts gehören. In den Antikensammlungen in Dresden und Berlin befanden sich diese Objekte und wurden als Fremdbesitz verwahrt. Ein langjähriges Forschungsprojekt zur Klärung der Kriegsverluste stieß nun auf diese Fehler und konnte in der Bundeshauptstadt 14 Objekte identifizieren, die eigentlich Teil der Dresdner Antikensammlung sind. Vice versa führte Dresden zwölf Werke, die bei den Staatlichen Museen zu Berlin als Verluste galten. Die falsche Zuordnung der Antiken lässt sich auf die Folgen des Zweiten Weltkriegs zurückführen, als die Kunstwerke in die Sowjetunion abtransportiert wurden. Im Zuge der Rückgabe kamen 1958 etwa 1,5 Millionen Objekte wieder zurück in die DDR, Teile davon in die falschen Sammlungen. Zunächst wurden sie als Altbesitz geführt, später als Fremdbesitz.

Die Berliner Antikensammlung erhält mehrere kleine Bronzestatuetten, aus Knochen gefertigte Geräte, darunter drei Löffeln, ein Siegel aus Speckstein und eine Tonkanne. Die Dresdner Sammlungen freuen sich über die Rückgabe von zwei Bronzestatuetten, mehreren Bronzegefäßen und -geräten sowie über ein marmornes Relieffragment mit der Darstellung eines bärtigen Götterkopfes. Als Teil der um 1900 in Ägypten entstandenen Sammlung des Stuttgarter Unternehmers Ernst von Sieglin dürfte der Männerkopf das bedeutendste Stück des Austausches darstellen.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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