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Landschaften von Harald Sohlberg in Wiesbaden

Harald Sohlberg, Landstraße II, 1916

Unter dem Titel „Mittsommernacht“ zeigt das Museum Wiesbaden ab heute eine Retrospektive zu Harald Sohlberg. Anlass ist der 150. Geburtstag des in Zentraleuropa weitgehend unbekannten norwegischen Landschaftsmalers. In sechs Kapiteln präsentiert die Schau anhand von über 50 Gemälden und zehn Zeichnungen den Werdegang des skandinavischen Künstlers. Die oft menschenleeren Landschaften Sohlbergs stehen zwischen der traditionellen Landschaftsmalerei und der Moderne. In ihnen verbinden sich Elemente der Romantik, des Symbolismus und der Neuen Sachlichkeit. In den Städteszenen, lichtdurchfluteten Naturschilderungen und Bauten tauchten nur vereinzelt Menschen auf. Unter den grafischen Arbeiten befinden sich Studien für Gemälde aber auch Experimente, mit denen Sohlberg neue Techniken erprobte. Ferner machte sich der Landschaftsmaler das Medium der Fotografie zunutze, arbeitete unter freiem Himmel und suchte unentdeckte Orte seiner Heimat.

Als Leihgabe des Kooperationspartners, des Nasjonalmuseet Oslo, ist sein Hauptwerk „Winternacht in Rondane“ von 1914 erstmals seit einem Jahrhundert außerhalb Norwegens zu sehen. Das Gemälde vereint Romantik, Jugendstil und Symbolismus. In einem Schneefeld kurz unterhalb des höchsten norwegischen Gipfels Høgronden ist unauffällig eine Kreuzform dargestellt. Sie befindet sich auf der gleichen Höhe wie der helle Stern, der im Zentrum der Komposition leuchtet. In dieser Verbindung von christlichem Symbol und Stern wird der spirituell überzeitliche Anspruch des Werks offensichtlich. Sohlberg selbst sagte: „Ich habe alle meine Fähigkeiten mobilisiert, um diese schwierige Aufgabe zu lösen: Die Details, das Monumentale und die großen dekorativen Effekte, zu einer Gesamtheit zu kombinieren, wie ich es am persönlichsten sehe und fühle. Dies ist der zentrale Punkt in meiner Kunst.“

Harald Sohlberg kam 1869 als Sohn eines Pelzhändlers in Kristiania, heute Oslo, zur Welt. Seine künstlerischen Wurzeln liegen in der Dekorations- und Theatermalerei. Er lernte unter Wilhelm Krogh und nahm Unterricht an der Königlichen Kunst- und Handwerksschule in Kristiania. Nach nur vier Jahren wandte er sich jedoch von der klassischen Handwerkerlehre ab. Sohlberg bereiste in den 1890er Jahren Kopenhagen, Paris und Weimar. Insbesondere der mehrmalige Besuch an der Kunstschule Weimar und das Umfeld um Arnold Böcklin spiegeln sich in seinem künstlerischen Interesse am Symbolismus wieder. Die romantischen Werke Caspar David Friedrichs hatten ebenfalls großen Einfluss auf sein Schaffen. Einen eigenen Stil, der sich spätestens mit dem Werk „Abendrot“ von 1893 bemerkbar machte, erarbeitete der Norweger kurz vor der Jahrhundertwende, nachdem er bei Künstlern wie Eilif Peterssen, Erik Werenskiold oder Harriet Backer Techniken und Malstile auslotete. Seine Kunst erfuhr in den Folgejahren durch internationale Ausstellungsbeteiligungen, darunter in Helsinki, Rom, Wien, New York, London und Barcelona, vielfach Anerkennung. 1935 verstarb der Künstler im Alter von 66 Jahren nach langer Krankheit.

Die Ausstellung „Mittsommernacht: Harald Sohlberg – Ein norwegischer Landschaftsmaler“ läuft vom 12. Juli bis zum 27. Oktober. Das Museum Wiesbaden hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr und am Wochenende bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro; an jedem ersten Samstag im Monat ist er frei. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hirmer Verlag für 25 Euro.

Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2
D-65185 Wiesbaden

Telefon: +49 (0)611 – 335 2250
Telefax: +49 (0)611 – 335 2192

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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