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Mel Ramos gestorben

Mel Ramos ist tot. Der US-amerikanische Künstler, der zu den Pionieren der Pop Art zählt, starb am vergangenen Sonntag in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien. Er wurde 83 Jahre alt. Bekannt ist er für seine Beautyqueens, die sich auf seinen Gemälden, Grafiken und Skulpturen zusammen mit Dingen des Alltags oder Tieren räkeln. Ramos kam am 24. Juli 1935 im kalifornischen Sacramento als Sohn portugiesischer Einwanderer zur Welt. Dort und in San Jose besuchte er ab Mitte der 1950er Jahre das College, studierte Kunst etwa bei Wayne Thiebaud und setzte sich schon früh vom vorherrschenden Abstrakten Expressionismus ab.

Ähnlich wie sein New Yorker Kollege Andy Warhol begann Ramos seine Karriere zum Beginn der 1960er Jahre zunächst als Gebrauchsgrafiker. Hier beschäftigte er sich mit den Alltagsmythen seiner Zeit – mit Figuren aus Comic-Strips und den synthetischen Träumen der Werbewelt. Seit 1963 entwickelte er eine Vorliebe für die gängigen erotischen Fantasien über Frauen, angefangen bei Cartoon-Superheldinnen, über Dominas bis zu Pin-up Girls. Dafür griff Ramos auf das populäre Bildmaterial der Comics, der Werbespots und der Sexmagazine zurück. Mit diesen Werken nahm er schon 1963 an der wichtigen Ausstellung „Pop! Goes the Easel“ im Contemporary Art Museum in Houston teil. 1966 folgte dann die Schau „11 Pop Artists“, die durch die USA tourte, ein Jahr später eine Personale im San Francisco Museum of Art.

In Ramos’ Konsumgüterbildern in knalligen Farben posieren die nackten Schönheiten mit bekannten Markenartikeln. Die Frau wird zur Ware oder Warendekoration degradiert und ist zum genauso schnellen Verzehr gedacht, wie Ketchup, Coca-Cola oder eine Zigarre. Mel Ramos drapierte seine Pin-up Girls in vulgär-vitaler Pose auf gemalten Warenartikeln und parodierte damit die Werbemasche, die die Kauflust mit sexuellen Signalen nach dem Motto „Sex Sells“ schürt. Daneben schuf er Bilder von verherrlichten Comic-Helden oder von nackten Frauen, die sexuell doppeldeutig mit Tieren interagieren.

Kritik für seine expliziten Frauendarstellungen erhielt Mel Ramos schon in den 1960er Jahren von konservativer, später auch von feministischer Seite, die darin nur die Fantasie von Männern sahen. Dabei „verarbeitete“ Mel Ramos seine Frauengestalten in so unmöglichen Posen, etwa liegend in einem Martini-Glas oder reitend auf einer überdimensionalen Zigarre, dass der ironische Kommentar auf Waren- und Werbewelt nicht zu übersehen ist. In den 1980er und 1990er Jahren kamen seine Weibsbilder etwas in die Jahre; Mel Ramos wiederholte sich, fand keine neuen Inhalte, und die Kunstwelt verabschiedete sich von ihm. Erst in den letzten zehn Jahren entdeckten die Museen seine Kunst wieder und präsentierten ihn etwa in der Kunsthalle Tübingen, in der Albertina in Wien oder dem Ludwig Museum in Koblenz.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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