Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 27.10.2018 Auktion 49

© Auktionshaus Lehr

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Die Pattern- und Decoration-Bewegung in Aachen

Miriam Schapiro, Geometry in Flowers, 1978

Das Ludwig Forum für Internationale Kunst stellt ab heute die amerikanische Pattern- und Decoration-Bewegung der 1970er Jahren vor. Das Aachener Museum besitzt die größte Sammlung dieser Art im europäischen Raum und möchte eine Neubewertung dieser Kunstrichtung einleiten. Etwa 65 Exponate von dreizehn Künstlern wie Brad Davis, Frank Faulkner, Tina Girouard, Kim MacConnel oder Joyce Kozloff illustrieren die Vielfalt dieser Strömung: Sie reicht von orientalisch anmutenden Mosaiken bis hin zu monumentalen Textilcollagen, Malereien, Grafiken und Rauminstallationen ebenso wie Video-Performances. Allen Werken der Patchwork- und Decoration-Bewegung ist die Verwendung des Ornaments eigen, das sich aus vielen Quellen und Traditionen nährt, darunter islamischen, mexikanischen, asiatischen und nordamerikanisch-indianischen Einflüssen. Im Unterschied zum damals gängigen Kunstbetrieb strebten die Künstler bewusst die Nähe zur Folklore an. Ergänzend begleiten einige zeitgenössische Arbeiten die Schau, darunter von Polly Apfelbaum, Christine Streuli oder Rashid Rana. Letztere verdeutlichen das Nachwirken der formalen und inhaltlichen Errungenschaften der US-amerikanischen Strömung bis in die Gegenwart.

Die Pattern- und Decoration-Bewegung, die sich in der Mitte der 1970er Jahren in den USA entwickelte, vereint vermeintliche Widersprüche: Einerseits farbenfrohe Patchworkarbeiten und dekorative Muster, andererseits politisch-emanzipatorische Ansprüche. Laut den Kuratorinnen Esther Boehle und Denise Petzold war hier wie in keiner anderen Strömung eine Vielzahl an Frauen beteiligt. Sie brachen radikal mit der puristischen Minimal Art und der rationalen Konzeptkunst und holten die „Fantasie, Farbe, Formenvielfalt und das Affektive in die Kunst“ zurück. Auch Männer beteiligen sich an der Pattern- und Decoration-Idee. Robert Kushner, Joe Zucker und Robert Zakanitch hinterfragten nicht nur tradierte Vorstellungen von Kunst, sondern setzten sich auch für den Stellenwert der Frauen, die amerikanischen Ureinwohner oder ethnischen Minderheiten im Kunstbetrieb und in der Gesellschaft ein.

Valerie Jaudon erinnert in ihrem 1979 datierten Gemälde „Hattiesburg“ an orientalische Mosaike. Die schwarze Leinwand strukturieren komplexe geometrische Muster, die durch weiße Konturen definiert sind und mit Spitz- sowie Rundbögen auch architektonisch wirken. Als Halbkreis kombinierte Miriam Schapiro 1978 in „Geometry in Flowers“ mehrere Textilien und Malereien zu einer bunten Collage vegetabiler und geometrischer Muster. Indem sie die Form eines Fächers vergrößerte und als Leinwand nutzte, erhält dieses typisch weibliche kleine Objekt eine heroische Wirkung. Schapiro gilt als eine Pionierin feministischer Kunst und bezog sich gezielt auf das Kunsthandwerk. So setzte sie etwa die Farbe Rosa und Muster ein, die besonders mit Frauen in Verbindung gesetzt werden, darunter Herzen oder Blumen. Bei den zeitgenössischen Positionen fällt Adriana Czernins „Selbstportrait II“ von 2018 auf. Ihre Person tritt zugunsten einer kaleidoskopartigen Wirkung zurück. Lediglich graue, weiße und schwarze Dreiecke und Polygone bevölkern in unterschiedlicher Größe und Dichte das Blatt.

Die Ausstellung „Pattern and Decoration. Ornament als Versprechen“ läuft vom 21. September bis zum 13. Januar 2019. Das Ludwig Forum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt an Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester und Neujahr. Der Eintritt beträgt regulär 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Besucher bis 21 Jahre ist er frei. Der begleitende Katalog kostet im Ludwig Forum 25 Euro.

Ludwig Forum für Internationale Kunst
Jülicher Straße 97-109
D-52070 Aachen

Telefon: +49 (0)241 – 18 07 104
Telefax: +49 (0)241 – 18 07 101

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 21

Seiten: 1  •  2  •  3

Events (1)Adressen (1)Variabilder (5)Künstler (14)

Veranstaltung vom:


21.09.2018, Pattern and Decoration - Ornament als Versprechen

Bei:


Ludwig Forum

Variabilder:

Miriam Schapiro, Geometry in Flowers, 1978
Miriam Schapiro, Geometry in Flowers, 1978

Variabilder:

Robert Zakanitch, Blue Hound, 1978
Robert Zakanitch, Blue Hound, 1978

Variabilder:

Joyce Kozloff, Ceramic Tile Floor, 1978/79
Joyce Kozloff, Ceramic Tile Floor, 1978/79

Variabilder:

Valerie Jaudon, Hattiesburg, 1979
Valerie Jaudon, Hattiesburg, 1979

Variabilder:

Adriana Czernin, Selbstportrait II, 2018
Adriana Czernin, Selbstportrait II, 2018

Künstler:

Miriam Schapiro

Künstler:

Valerie Jaudon








News vom 22.10.2018

Hans Poelzigs Architekturzeichnungen in Berlin

Hans Poelzigs Architekturzeichnungen in Berlin

Ellen-Auerbach-Stipendium an Annette Frick

Bernd Zimmers Kristallwelt in Kassel

Bernd Zimmers Kristallwelt in Kassel

Internationale Einigung über Benin-Kunstwerke

Internationale Einigung über Benin-Kunstwerke

Zwickau freut sich über neuen Pechstein

Zwickau freut sich über neuen Pechstein

News vom 18.10.2018

Cologne Fine Art-Preis für Horst Antes

Cologne Fine Art-Preis für Horst Antes

George Grosz in Berlin

George Grosz in Berlin

Ara Güler gestorben

Ara Güler gestorben

News vom 17.10.2018

Thomas Meier-Castel in den Kunstsammlungen Chemnitz

Thomas Meier-Castel in den Kunstsammlungen Chemnitz

Zweimal Szeemann in Düsseldorf

Zweimal Szeemann in Düsseldorf

Sigrid Neubert ist tot

Sigrid Neubert ist tot

Balderers Szenario in Luzern

Balderers Szenario in Luzern

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Koller Auktionen AG - Antwerpener Meister, Kopfstudie eines Mönchs nach oben blickend, um 1610-1615

Wiederentdeckte Altmeister dominieren Auktionen von Koller Zürich
Koller Auktionen AG

Van Ham Kunstauktionen - Guido de Werd (2. von rechts) neu im Beirat von Van Ham Kunstauktionen

Guido de Werd im Beirat von Van Ham Kunstauktionen
Van Ham Kunstauktionen

Kunsthaus Lempertz - Malagan-Figur, Nördliches Neuirland, Papua-Neuguinea

A Sculptor’s Eye – Exzeptionelle Privatsammlung Ozeanischer Kunst
Kunsthaus Lempertz

Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn - -	Lot 1267: Bedeutendes Objekt „Oscillating Echo Cipher“, Michael Glancy, 2002, Erlös: 33.000 Euro

Nachbericht Auktion 266 'Bedeutende Privatsammlung' und 'Europäisches Glas und Studioglas'
Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn - Lot 122: Teller aus dem Militärservice, St. Petersburg, Kaiserliche Porzellanmanufaktur, Periode Nikolaus I (1825-1855), D. 24 cm

Vorbericht Auktion 267 'Russian Art & Icons'
Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce