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Ei Arakawa in Düsseldorf

in der Ausstellung „Ei Arakawa. Performance People“

Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf widmet Ei Arakawa mit „Performance People“ die erste institutionelle Ausstellung in Deutschland. Der 1977 geborene japanisch-amerikanische Künstler entwirft seit mehr als zehn Jahren in Interaktionen mit Personen, Alltagsgegenständen und Kunstwerken seine Performances, hybriden Szenografien und Installationen. Die Schau in Düsseldorf bildet die Fortsetzung der Befragung der performativen Potentiale von Malerei, die Ei Arakawa bereits 2017 bei den Skulptur Projekten Münster in seiner audiovisuellen Installation „Harsh Citation, Harsh Pastoral, Harsh Münster“ thematisierte. In der aktuellen Ausstellung bilden historische Performances, etwa „May I help you?“ von Andrea Fraser aus dem Jahr 1991 und Lee Lozanos „Untitled (Boycott Women)“ von 1971, den Ausgangspunkt. Ei Arakawa stellt hier eine alternative Lesart der Performance vor.

„Die Zeitgebundenheit der vorgestellten Arbeiten wird im Kunstverein durch astrologische Analysen ihrer jeweiligen Geburtsstunde sowie Geburtsorte aktiviert, die von der amerikanischen Künstlerin Sarah Chow erstellt wurden“, so Kuratorin Eva Birkenstock. Derart kann der in Berlin und New York lebende Ei Arakawa die historischen Performances in seiner multimedialen LED-Installation als „Personen“ adressieren inklusive ihrer jeweiligen psychologischen Eigenheiten, ihrer karmischen Bestimmungen und der Kraft ihres zwischenmenschlichen Wollens. So stellen sich die Fragen: Wie denken und fühlen Performances? Wie setzen sie sich zu uns in Beziehung? Wie manifestieren sie ihre medienspezifischen Träume? Die einzelnen „Horoskop-Persönlichkeiten“ der Performances werden als Kreis vor einem an Batiktechnik erinnernden Trägergrund vorgestellt: In dem Rund sind die Symbole der Sternzeichen samt Planeten mit trennenden weißen Linien angeordnet, in der Mitte bildet sich ein unregelmäßiges Konstrukt blauer und roter Geraden. Zudem entspricht der Rhythmus der Ausstellung der Merkurbewegung der Monate Mai bis Juli.

Ei Arakawas Ziel sei es, die Wiederholung von Kunstgeschichten, die Warenförmigkeit von Erfahrung, das verbreitete Bedürfnis nach Authentizität und die vermeintliche Intimität sozialer Netzwerke zu unterlaufen, so Eva Birkenstock. Dazu knüpft er an künstlerische Strategien der Nachkriegsavantgarde wie der japanischen Künstlergruppe Gutai, die Fluxusbewegung oder der New Yorker Performancekunst der 1970er bis 1990er Jahre an. Ei Arakawa studierte von 2000 bis 2006 an der School of Visual Arts in New York und am Bard College in Annandale-on-Hudson. 2014 wurde er mit dem Villa Romana Preis geehrt. Er stellt international aus, etwa im Museum of Modern Art in New York, in der Tate Gallery of Modern Art in London und auf der Biennale in Venedig.

Die Ausstellung „Ei Arakawa. Performance People“ läuft bis zum 5. August. Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 6 Euro, ermäßigt 3 Euro, jeden zweiten Sonntag im Monat ist er kostenlos. Während des Sommers erwarten die Besucher Radiosendungen, Aufsätze, Musik und fiktive Interviews, die in Zusammenarbeit mit Sarah Chow und dem Musiker Christian Naujoks produziert wurden.

Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen
Grabbeplatz 4
D-40213 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 32 70 23
Telefon: +49 (0)211 – 32 90 70


14.05.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


12.05.2018, Ei Arakawa - Performance People

Bei:


Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf

Variabilder:

in der Ausstellung „Ei Arakawa. Performance People“
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Künstler:

Ei Arakawa








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