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Zwei Zick-Bilder für Koblenz

Januarius Zick, Alexander der Große und die Familie des Darius, um 1780/90

Das Mittelrhein-Museum Koblenz darf sich über die Neuerwerbung der Gemälde „Alexander der Große und die Familie des Darius“ und „Die Enthaltsamkeit des Scipio“ von Januarius Zick freuen. Den Ankauf unterstützte neben der Kulturstiftung der Länder auch die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und der Verein der Freunde des Mittelrhein-Museums. Damit kann das Museum, das über den weltweit größten Zick-Bestand verfügt, nun auch Werke der späten Schaffensphase zeigen. Die zwei Gemälde waren wohl Teil der Ausstattung des Kurfürstlichen Schlosses in Koblenz, das unter Erzbischof Kurfürst Clemens Wenzeslaus ab 1777 erbaut wurde.

Januarius Zick war seit 1760 kurtrierischer Hofmaler und zählte zu seinen Aufträgen auch Decken- und Wandmalereien für kurfürstliche Schlösser. Die zwei allegorischen Gemälde der griechischen und römischen Antike von 1780/90 sollten das vorbildliche Handeln eines Herrschers demonstrieren. So zeigt der Griechenkönig Alexander seinen Großmut beim Besuch der Familie des besiegten Perserkönigs Darius, da dessen Mutter ihn mit seinem Freund Hephaistion verwechselte und jenem die größere Ehre zuteil werden ließ. Die Besorgnis um die Folgen des Fehlverhaltens der Alten ist insbesondere in den schreckgeweiteten Augen der Frau zu erkennen. Das zweite Gemälde thematisiert die Hochherzigkeit des römischen Feldherrn Scipio, der für die Eroberung einer Stadt ein schönes junges Mädchen erhalten sollte. Scipio aber gibt die Frau ihrem Bräutigam zurück, schenkt dem Paar das angebotene Lösegeld und führt sogar die Hände der Brautleute zusammen. Der Trierer Kurfürst ließ sich von diesen Ideen der Aufklärung leiten, baute ähnlich großzügig das Schulwesen aus und schuf gemeinnützige Einrichtungen. Die Französische Revolution beendete dieses Tun des Kurfürsten, der letztlich 1794 aufgrund der politischen Entwicklungen selbst fliehen musste.

Bei der Vorbereitung des Ankaufs aus der Bremer Galerie Neuse lag ein Verdacht für einen verfolgungsbedingten Entzug vor. Diese zwei Gemälde von Zick und ein weiteres waren in den 1920er Jahren in der Sammlung des Koblenzer Fabrikanten Willy Mayer-Alberti verzeichnet. Aufgrund der Politik der Nationalsozialisten war die jüdische Familie im Herbst 1938 gezwungen, ihre Fabrik und weitere Besitztümer zu verkaufen, und emigrierte 1939 nach England. Im November 1938 versteigerte das Auktionshaus Lempertz in Köln, die von einer Person „M.“ eingelieferten zwei Gemälde von Januarius Zick für 3.000 Reichsmark. Forschungen ergaben weder Hinweise auf die Identität des Einlieferers, noch auf die des Käufers. Des Weiteren ist unklar, ob diese Auktion ein Zwangsverkauf der Familie Mayer-Alberti war. Auch nach dem Kontakt zu den Nachfahren der Fabrikantenfamilie fanden sich keine Hinweise, die den Raubkunst-Verdacht bestätigten. Das Mittelrhein-Museum Koblenz will mit einer Tafel an die ehemaligen Eigentümer erinnern.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Variabilder:

Januarius Zick, Alexander der Große und die
 Familie des Darius, um 1780/90
Januarius Zick, Alexander der Große und die Familie des Darius, um 1780/90

Variabilder:

Januarius Zick, Die Enthaltsamkeit des Scipio, um 1780/90
Januarius Zick, Die Enthaltsamkeit des Scipio, um 1780/90

Künstler:

Januarius Zick








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