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Augsburg zeigt Max Kaminski

Max Kaminski, Ohne Titel, 2011

Aus Anlass des 80. Geburtstags von Max Kaminski richten die Kunstsammlungen und Museen Augsburg dem Maler eine umfangreiche Ausstellung aus. Seit dem Wochenende sind im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast mehr als 120 Gemälde und eine Fülle von Arbeiten auf Papier, darunter Gouachen, Zeichnungen und Radierungen, zu sehen, die einen breiten Einblick in das neoexpressive Schaffen Kaminskis geben. Die Retrospektive vereint erstmals Exponate aus all seinen Werkphasen und spannt einen Bogen von den 1960er Jahren bis zu seinen letzten großen Zyklen zu den Fresken im Schaezlerpalais aus dem Jahr 2011 und der noch in Marseille entstandenen „Rue Paradies“-Serie.

Am 9. Mai 1938 im ostpreußischen Königsberg geboren, war Kaminskis Jugend von Flucht und Vertreibung geprägt, was sich bis heute in im Werk des lange Jahre an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe tätigen Lehrers widerspiegelt. So treten Verweise auf den Tod wie leblose Schädel, verlöschende Kerzen, Kreuze oder dunkle soldatische Gestalten häufig in seinen figurativen Bildern auf. Schon in den 1960er Jahren wandte sich Max Kaminski von vorherrschenden abstrakten Strömungen ab und einer neuen Figuration zu. Eine eigenwillige, teils zersplittert anmutende Formensprache, eine verschachtelte Raumgliederung sowie intensive Farbigkeit prägen sein umfangreiches Werk. Die vielfältigen Bildelemente zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, Figur und Fragment verwebt Kaminski dabei zu einem assoziativen malerischen Kosmos.

Die Ausstellung „Max Kaminski. Retrospektive“ ist bis zum 2. September zu sehen. Das H2 – Zentrum für Gegenwartskunst hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro. Der Katalog aus dem Wienand Verlag kostet 49,80 Euro.

H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast
Beim Glaspalast 1
D-86153 Augsburg

Telefon: +49 (0) 821 – 324 41 69
Telefax: +49 (0) 821 – 324 40 97


16.04.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Max Kaminski, Ohne Titel, 2011
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