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Wuppertal rückt Jankel Adler wieder ins Rampenlicht

Jankel Adler, Selbstbildnis, um 1924

Lange war er in Vergessenheit geraten. Erstmals wurden 1955 Bilder von Jankel Adler im Wuppertaler Von der Heydt-Museum ausgestellt, danach nur noch 1985 in der Kunsthalle Düsseldorf. Jetzt sind wieder drei Jahrzehnte vergangen, und Wuppertal versucht erneut, dem Maler zu mehr Präsenz zu verhelfen. „Ich halte ihn für einen der wichtigsten Künstler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der auf Augenhöhe mit den Größen seiner Zeit verkehrte“, so begründet Wuppertals Museumschef Gerhard Finckh das opulente Ausstellungsprojekt. „Jankel Adler und die Avantgarde. Chagall / Dix / Klee / Picasso“ lautet der Titel der von Antje Birthälmer kuratierten Präsentation. Es ist eine Gruppenschau mit über 200 Werken, von denen rund die Hälfte von Adler selbst stammt. Der zweite Werkkorpus ist 47 anderen bedeutenden Zeitgenossen zuzuordnen, was Adlers gleichberechtigte Stellung im Kunstgeschehen dokumentiert.

1895 im seinerzeit russisch unterstellten Lodz geboren, absolvierte der Spross einer orthodox jüdischen Familie eine Lehre als Graveur und Goldschmied. Ab 1912 hielt sich Jankel Adler bei seinen Geschwistern in Wuppertal auf, wo er ab 1916 an der Kunstgewerbeschule studierte. Rasch knüpfte der umtriebige Künstler enge Kontakte zu den Kölner Progressiven, dem Jungen Rheinland in Düsseldorf oder der Novembergruppe in Berlin, einer weiteren Lebensstation. Nach Reisen in die polnische Heimat oder die Sowjetunion emigrierte er 1933 nach Paris, bis er schließlich nach England fliehen musste, wo er 1949 verstarb. Gut vernetzt und an wichtigen Ausstellungen beteiligt, praktizierte Jankel Adler ein gegenseitiges Geben und Nehmen, was intelligente Dialoge in der Ausstellung verifizieren. So interessierte sich etwa Paul Klee für technische Experimente Adlers, der sich wiederum für Klees schöpferischen Geist begeisterte.

Stilistisch spannt sich der Bogen in Adlers Schaffen von frühen dunkeltonigen expressionistischen Gemälden und Grafiken über die politisch zu begreifende konstruktivistische Ausdrucksweise hin zum einem ruhigeren Klassizismus Ende der 1920er Jahre mit fließenden, voluminösen Formen in rauen Strukturen. Jankel Adler nahm zeitlebens aufgrund der dichterischen Ausdruckskraft seiner Sujets, die einen „mystischen Schimmer des Unwirklichen“ implizierten, eine Sonderposition ein. Darüber hinaus bewegte sich Adler in einer stark dem jüdischen Glauben verpflichteten Kunstwelt. Dies bot den Nationalsozialisten eine gezielte propagandistische Projektionsfläche, um ihn als entartet zu brandmarken. Nach all dem ertragenen Leid überrascht es umso mehr, wie schöpferisch und kraftvoll sich das Werk in den Jahren bis 1948 entfaltete, in denen er in London mit Francis Bacon und weiteren Größen der zeitgenössischen Kunstszene ausstellte.

Die Ausstellung „Jankel Adler und die Avantgarde. Chagall / Dix / Klee / Picasso“ läuft vom 17. April bis zum 12. August. Das Von der Heydt-Museum hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 25 Euro.

Von der Heydt-Museum Wuppertal
Turmhof 8
D-42103 Wuppertal

Telefon: +49 (0)202 – 563 62 31
Telefax: +49 (0)202 – 563 80 91


Infos: www.jankel-adler-ausstellung.de


16.04.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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17.04.2018, Jankel Adler und die Avantgarde - Chagall | Dix | Klee | Picasso

Bei:


Von der Heydt-Museum

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August Sander, Maler (Jankel Adler), 1924
August Sander, Maler (Jankel Adler), 1924

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Jankel Adler, Sabbat, 1925
Jankel Adler, Sabbat, 1925

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Jankel Adler, Paar, um 1921
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Amedeo Modigliani, Mädchenkopf mit Pony, o.J.
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Jankel Adler, Bildnis Else Lasker-Schüler, 1924
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Jankel Adler, Komposition, 1946
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