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Schenkung Brabant in Wiesbaden

Ein Blick in die Wohnung und die Sammlung von Frank Brabant

Von heute an präsentiert das Museum Wiesbaden die Sammlung Brabant und macht damit auf eine bedeutende Schenkung aufmerksam. Denn der 1938 in Schwerin geborene Geschäftsmann Frank Brabant überlässt seine rund 600 Werke umfassende Kollektion deutscher Kunst der Klassischen Moderne nach seinem Tod dem hessischen Museum und dem Staatlichen Museum Schwerin in einer Stiftung. Die Ausstellung „Von Beckmann bis Jawlensky“ versammelt nun eine Auswahl an 138 Werken und deckt vom Expressionismus über Magischem Realismus bis zur Neuen Sachlichkeit und Verismus das breite Spektrum der Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ab. In neun thematische Abschnitte gliedert sich die Schau und widmet einen Raum etwa den zahlreichen Blumendarstellungen, darunter von Maria Caspar-Filser, Siegfried Donndorf, Carlo Mense, Grethe Jürgens oder Max Beckmanns „Stillleben mit grüner Kerze“ von 1941. In einem filmischen Interview gibt Frank Brabant zudem spannende Einblicke in seine Sammlertätigkeit und in seine mit Kunst übervolle Wohnung und stellt daraus sogar Mobiliar für die Wiesbadener Präsentation zur Verfügung.

Seine Liebe zur Kunst entdeckte Frank Brabant 1964 mit dem Holzschnitt „Der Redner“ von Hermann Max Pechstein, den er sich von dem Geld kaufte, das er eigentlich für seinen ersten VW-Käfer gespart hatte. Ihm folgten bald Werke von August Macke, Otto Dix, Georg Tappert und weiteren Künstlern. Heute gehören zu der reichhaltigen Kollektion neben großen Namen wie Wassily Kandinsky, Karl Schmidt-Rottluff, Karl Hofer oder Alexej von Jawlensky auch viele Künstlerinnen, etwa Käthe Kollwitz, Jeanne Mammen, Elfriede Lohse-Wächtler, Alice Sommer oder Hanna Höch, deren Schaffen erst in jüngerer Zeit vom kunstgeschichtlichen Diskurs wiederentdeckt wird. Brabant erwarb zielgerichtet Werke der Avantgarde, zumeist von Malern der Künstlervereinigungen „Brücke“, „Der Blaue Reiter“ oder „Junges Rheinland“ sowie der Berliner Gruppen „Neue Sezession“, „Freie Sezession“, „November-Gruppe“ oder „Sturm“. In ihnen spiegelt sich die Vielfalt, die das Kunst- und Kulturgeschehen sowie die politischen und sozialen Verwerfungen, Ängste, Hoffnungen und Utopien der Menschen zwischen den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts umtrieb.

Die Ausstellung „Von Beckmann bis Jawlensky – Die Sammlung Frank Brabant“ läuft vom 13. April bis zum 30. September. Das Museum Wiesbaden hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, am Dienstag und Donnerstag zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Jeder erste Samstag im Monat ist frei. Der Katalog zur Schau ist für 29,90 Euro im Museum zu haben.

Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2
D-65185 Wiesbaden

Telefon: +49 (0)611 – 335 2250
Telefax: +49 (0)611 – 335 2192

Quelle: Kunstmartk.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


13.04.2018, Von Beckmann bis Jawlensky – Die Sammlung Frank Brabant

Bei:


Museum Wiesbaden

Bericht:


Werke der Sammlung Brabant in Schwerin

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Ein Blick in die Wohnung und die Sammlung von Frank Brabant
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Der Sammler Frank Brabant
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Conrad Felixmüller, Frühlingsabend in Klotzsche, 1926
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Karl Hofer, Mädchen mit blauer Vase, 1923
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Alexej von Jawlensky, Madame Curie, um 1905⁄06
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Hermann Max Pechstein, Der Redner, 1918
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