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Die Breitenwirkung des Kombinierens von Ramon Llull

Otto Piene, Light Ballet

Das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe weist mit der Ausstellung „Dia-Logos“ auf die Tradition hin, die die Ratio in den Dienst der Religion stellt. Zentral sind die Arbeiten des aus Mallorca stammenden katalanischen Philosophen, Theologen, Logiker und Mystiker Ramon Llull (um 1232-1316). Er formalisierte in einer Art theologischer Komparatistik die Religionskonzepte von Judentum, Christentum und Islam, um der religiösen Wahrheit auch eine Beweiskraft zu unterlegen. Aus dieser Begriffsformalisierung entstand die logische Schule der „ars combinatoria“, die bis in die aktuelle künstlerische Gegenwart hinein sichtbar ist. Neben der Präsentation historischer Materialien werden auch spätere Philosophen und Mathematiker angesprochen, etwa Gottfried Wilhelm Leibniz, ebenso wie Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter Salvador Dalí, Anselm Kiefer, Daniel Libeskind, Yunchul Kim und Adam Slowik. Ergänzend stellt das ZKM Bezüge zu Autoren wie Umberto Eco oder Musikern wie John Cage vor.

Ramon Llull schuf auf drehbaren Scheiben, die mehrere Begriffe kreisförmig anordneten, eine Art „Papiercomputer“, der formal-logische Korrespondenzen zwischen diesen Begriffen ableiten ließ. Dies war ein erster Versuch, „um Wahrheit und Beweisbarkeit, Logik und Glauben als Gegengift zu religiösem Fanatismus und Fundamentalismus miteinander zu verschränken“, so die Kuratoren Amador Vega, Peter Weibel und Siegfried Zielinski. Der Einfluss der Überlegungen und Konzepte von Lull lebt noch heute in Literatur, Bildender Kunst, Musik und Philosophie ebenso wie in Informationstheorie und Medientechnologie bis hin zu neuesten generativen und algorithmischen Prinzipien fort. Ramon Lulls Hauptwerk ist die 1308 entstandene „Ars generalis ultima“ als Zeugnis eines interkulturellen Dialogs. Um eine größere Leserschaft zu erreichen, verfasste der Mallorquiner mehr als 250 Bücher auf Katalanisch, Latein sowie Arabisch.

Insbesondere im Deutschland des 16. und 17. Jahrhunderts verbreitete sich die Denkschule des Lullismus. Der Humanist Nikolaus Cusanus (1401-1464) und der Universalgelehrte Athanasius Kircher (1602-1680) setzten sich mit Llulls „ars combinatoria“ auseinander. Für Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), einen der wichtigsten Begründer der mathematischen Logik, dessen Denkweise und Konzeption von Apparaten wie der Rechenmaschine die Felder von Philosophie und Technik revolutionierten, waren Llulls Schriften eine wichtige Inspiration. Diverse Künstler des 20. und 21 Jahrhunderts ließen sich ebenfalls von Ramon Llulls Ideen inspirieren. Hierbei interessierte etwa Antoni Tàpies die Alchemie und Mystik. Otto Pienes Lichträume verdeutlichen „ähnlich wie bei Llull, eine Erfahrung kosmischer Verbundenheit, Eingebung und Kontemplation. Dahinter steckt der Gedanke eines friedvollen menschlichen Miteinanders, den Piene den schrecklichen Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges entgegenstellt“, so die Kuratoren.

Die Ausstellung „Dia-Logos. Ramon Llull und die Kunst des Kombinierens“ läuft bis zum 5. August. Das Museum für Neue Kunst am ZKM hat mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt bis zum 29. April 4 Euro, ermäßigt 3 Euro, danach liegt der reguläre Preis bei 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog.

ZKM – Museum für Neue Kunst
Lorenzstraße 19
D-76135 Karlsruhe

Telefon: +49 (0)721 – 81 000
Telefon: +49 (0)721 – 81 00 11 39

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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