Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 28.09.2018 Auktion A186: Gemälde des 19. Jahrhunderts

© Koller Auktionen AG

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Die Breitenwirkung des Kombinierens von Ramon Llull

Das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe weist mit der Ausstellung „Dia-Logos“ auf die Tradition hin, die die Ratio in den Dienst der Religion stellt. Zentral sind die Arbeiten des aus Mallorca stammenden katalanischen Philosophen, Theologen, Logiker und Mystiker Ramon Llull (um 1232-1316). Er formalisierte in einer Art theologischer Komparatistik die Religionskonzepte von Judentum, Christentum und Islam, um der religiösen Wahrheit auch eine Beweiskraft zu unterlegen. Aus dieser Begriffsformalisierung entstand die logische Schule der „ars combinatoria“, die bis in die aktuelle künstlerische Gegenwart hinein sichtbar ist. Neben der Präsentation historischer Materialien werden auch spätere Philosophen und Mathematiker angesprochen, etwa Gottfried Wilhelm Leibniz, ebenso wie Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter Salvador Dalí, Anselm Kiefer, Daniel Libeskind, Yunchul Kim und Adam Slowik. Ergänzend stellt das ZKM Bezüge zu Autoren wie Umberto Eco oder Musikern wie John Cage vor.

Ramon Llull schuf auf drehbaren Scheiben, die mehrere Begriffe kreisförmig anordneten, eine Art „Papiercomputer“, der formal-logische Korrespondenzen zwischen diesen Begriffen ableiten ließ. Dies war ein erster Versuch, „um Wahrheit und Beweisbarkeit, Logik und Glauben als Gegengift zu religiösem Fanatismus und Fundamentalismus miteinander zu verschränken“, so die Kuratoren Amador Vega, Peter Weibel und Siegfried Zielinski. Der Einfluss der Überlegungen und Konzepte von Lull lebt noch heute in Literatur, Bildender Kunst, Musik und Philosophie ebenso wie in Informationstheorie und Medientechnologie bis hin zu neuesten generativen und algorithmischen Prinzipien fort. Ramon Lulls Hauptwerk ist die 1308 entstandene „Ars generalis ultima“ als Zeugnis eines interkulturellen Dialogs. Um eine größere Leserschaft zu erreichen, verfasste der Mallorquiner mehr als 250 Bücher auf Katalanisch, Latein sowie Arabisch.

Insbesondere im Deutschland des 16. und 17. Jahrhunderts verbreitete sich die Denkschule des Lullismus. Der Humanist Nikolaus Cusanus (1401-1464) und der Universalgelehrte Athanasius Kircher (1602-1680) setzten sich mit Llulls „ars combinatoria“ auseinander. Für Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), einen der wichtigsten Begründer der mathematischen Logik, dessen Denkweise und Konzeption von Apparaten wie der Rechenmaschine die Felder von Philosophie und Technik revolutionierten, waren Llulls Schriften eine wichtige Inspiration. Diverse Künstler des 20. und 21 Jahrhunderts ließen sich ebenfalls von Ramon Llulls Ideen inspirieren. Hierbei interessierte etwa Antoni Tàpies die Alchemie und Mystik. Otto Pienes Lichträume verdeutlichen „ähnlich wie bei Llull, eine Erfahrung kosmischer Verbundenheit, Eingebung und Kontemplation. Dahinter steckt der Gedanke eines friedvollen menschlichen Miteinanders, den Piene den schrecklichen Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges entgegenstellt“, so die Kuratoren.

Die Ausstellung „Dia-Logos. Ramon Llull und die Kunst des Kombinierens“ läuft bis zum 5. August. Das Museum für Neue Kunst am ZKM hat mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt bis zum 29. April 4 Euro, ermäßigt 3 Euro, danach liegt der reguläre Preis bei 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog.

ZKM – Museum für Neue Kunst
Lorenzstraße 19
D-76135 Karlsruhe

Telefon: +49 (0)721 – 81 000
Telefon: +49 (0)721 – 81 00 11 39

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


17.03.2018, Dia-Logos – Ramon Llull und die Kunst des Kombinierens

Bei:


Zentrum für Kunst und Medien

Variabilder:

Athanasius Kircher, Ars magna Sciendi, 1669
Athanasius Kircher, Ars magna Sciendi, 1669

Variabilder:

Thomas Le Myésier, Breviculum ex artibus Raimundi Lulli electum – Cod. St. Peter
 perg. 92, um 1321
Thomas Le Myésier, Breviculum ex artibus Raimundi Lulli electum – Cod. St. Peter perg. 92, um 1321








News vom 21.09.2018

Archäologie und Migration in Berlin

Archäologie und Migration in Berlin

Berliner DAU-Kunstprojekt abgesagt

Berliner DAU-Kunstprojekt abgesagt

Die Pattern- und Decoration-Bewegung in Aachen

Die Pattern- und Decoration-Bewegung in Aachen

News vom 20.09.2018

Robert Venturi gestorben

Robert Venturi gestorben

Kunst und Revolution in Altenburg

Kunst und Revolution in Altenburg

Geta Bratescu gestorben

Geta Bratescu gestorben

News vom 19.09.2018

Zarte Männer in Berlin

Zarte Männer in Berlin

Gottfried Bechtold erhält Kunstpreis der Klocker Stiftung

Gottfried Bechtold erhält Kunstpreis der Klocker Stiftung

Chur: Sara Masüger errichtet einen Fels im Kunstmuseum

Chur: Sara Masüger errichtet einen Fels im Kunstmuseum

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Frank Fluegel - Katz - Laura 3

Alex Katz: Zwei neue Editionen erschienen
Galerie Frank Fluegel





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce