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Maria Tackmann arrangiert „Zeichen“ des Alltags

Maria Tackmann, Mezzanin, 2016

Das Wilhelm-Hack-Museum präsentiert ab dem Wochenende in seiner Projektgalerie für aktuelle und zeitgenössische Kunst, benannt nach Rudolf Scharpf, Maria Tackmanns „Zeichen“. Die Ausstellung, kuratiert von Astrid Ihle, wirft einen besonderen Blick auf Gegenstände unseres Alltags, die sonst weniger Beachtung finden, wie alte Ziegelsteine, Betonstücke, verwittertes Holz oder erodiertes Gestein. Oft handelt es sich dabei um Fundstücke der Künstlerin. Tackmann legt besonders Wert auf die Gebrauchsspuren an den Objekten, von alten Farbmarkierungen bis hin zu Abdrücken von Strukturen. In neuem Kontext entreißt sie die Gegenstände ihres ursprünglichen Zusammenhanges und komponiert zugleich einen neuen. Die Künstlerin lenkt in ihren assoziationsstarken Inszenierungen den Blick des Betrachters so auf die Ästhetik der Objekte.

Tackmann bezieht die Rudolf-Scharpf-Galerie dabei mit ein. Ihr Werk stimmte sie auf die gegebenen Räumlichkeiten ab. Die in den Fokus gestellte Materialität, Ästhetik und neu geschaffene Ordnung lassen kunsthistorisch Anklänge an die Arte Povera oder Land Art erkennen. Eine teils stark angelegte Systematik der Fundstücke erinnert an das Werk von Herman de Vries. Doch gerade Tackmanns intuitives ungeplantes Vorgehen führt diese Vergleiche häufig ad absurdum. Stärker stellt sie die individuelle Geschichte und daraus resultierende optische Wirkung der Gegenstände mit all ihren Gebrauchsspuren in den Mittelpunkt und macht so den „Ausstellungsbesucher zum Spurenleser“, so Astrid Ihle.

Maria Tackmann wurde 1982 in Wattenwil im Schweizer Kanton Bern geboren. Zunächst besuchte sie von 1999 bis 2004 die Fachklasse Grafik an der Schule für Gestaltung in Bern, dann studierte sie von 2007 bis 2012 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Helmut Dorner und Silvia Bächli. Bis 2013 war sie anschließend Meisterschülerin bei Bächli. Verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen präsentierten Tackmanns Werk. Jüngst erhielt sie das Atelierstipendium Cité Internationale des Arts in Paris. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Karlsruhe.

Die Ausstellung „Maria Tackmann – Zeichen“ läuft vom 13. Januar bis zum 8. April. Die Rudolf-Scharpf-Galerie hat Donnerstag bis Sonntag, inklusive Feiertage, von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog.

Rudolf-Scharpf-Galerie
Hemshofstraße 54
D-67063 Ludwigshafen am Rhein

Telefon: +49 (0)621 – 504 30 45
Telefax: +49 (0)621 – 504 37 80

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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Maria Tackmann








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