Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 29.06.2018 Auktion A185: Schweizer Kunst

© Koller Auktionen AG

Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Anzeige

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Kunst im Nationalsozialismus in Regensburg

in der Ausstellung „artige Kunst. Kunst und Politik im Nationalsozialismus“

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg widmet sich seit dem Wochenende der Kunst und Politik im Nationalsozialismus. Anhand von 97 Exponaten kontrastiert die Schau „artige Kunst“ die regimekonformen Werke der NS-Zeit mit den verpönten Arbeiteten der sogenannten „Entarteten Kunst“. Die Präsentation der Stiftung Situation Kunst in Bochum endet nach der Kunsthalle Rostock als dritte Station in Regensburg. Dabei stammen 27 Werke aus der Sammlung der Ostdeutschen Galerie, die um die Filme „Zeitdokumente: Ausstellung ‚Entartete Kunst‘ im Lichthof des Dresdner Rathauses“ von 1933 und „Große deutsche Kunstausstellung München“ von 1943 bereichert werden. Agnes Tieze, Direktorin und Kuratorin der Schau in Regensburg, erklärt: „Massenmord, Terror, Leid und Krieg wurden ausgeblendet oder beschönigt, damit die ‚artige Kunst‘ systemstabilisierend und entlastend wirken konnte.“ Die systemfreundlichen Arbeiten wurden vorwiegend von der nationalsozialistischen Elite erworben.

Das Fehlen einer kritischen Haltung sowie eines humanistischen und künstlerischen Anspruchs charakterisiert die „artige Kunst“ unter den Nazis. Die heile Welt der „Familienidylle, gesunden, kraftstrotzenden Sportlerkörpern und überdimensionierten Prachtbauten und Bauprojekten“ finden sich bei der konformen Kunst, während zeitgleich der Krieg seine Zerstörung auslebte. Heroisch gibt sich etwa Sepp Happs Soldat vor aufgetürmter Erde auf der linken Seite des Triptychons „Über allem aber steht unsere Infanterie“ von 1943. Mühelos steht er in sauberer Uniform, während der braune Grund weder die Schrecken des Krieges noch der Infanterieschlacht mit Schützengräben aufzeigt.

Deutlich schärfere Töne schlägt der Karikaturist Max Radler 1945 im „Politischen Jahrmarkt“ an. Das bunte Treiben der viel besuchten Stätte trieft vor sarkastischen Slogans, wie der „Verkauften Braut“ mit dem kurzen Eheglück, die prompt Hitler persönlich ehelicht. Auf einer hohen weißen Stange hängen Flaggen mit Hakenkreuz, eine verzerrte Figur des Propagandameisters Joseph Goebbels hat ihren Mund weit aufgerissen. Dahinter dreht sich ein Karussell mit deutschen und japanischen Flugzeugen, im Hintergrund brennen Türme. Kritische Künstler und jene, die einem individuellen oder innovativen Stil folgten, wurden rasch als „entartet“ im Sinne von krank und gefährlich diffamiert.

Die Themen der damals akzeptierten Kunst waren neben der Landschaft das Genre, Stillleben und Portrait. Offene politische Propaganda ist eher selten anzutreffen, wie der Katalogtext der Schau von 1937 das Ziel der NS-Kunstpolitik erklärt: Es sollten einzig künstlerische „Höchstleistungen“ präsentiert werden, die „der Größe der aus Blut und Boden, aus nationalsozialistischer Haltung und Weltanschauung geborenen neuen Zeit“ Ausdruck verleihen sollten. Die Illustration der Macht der Nazis sollten auch öffentliche Bauten verdeutlichen. Ab 1933 begann die Gestaltung der Reichsautobahnen, in München wurde das Haus der Kunst als erster monumentaler Propagandabau errichtet.

Die Ausstellung „artige Kunst. Kunst und Politik im Nationalsozialismus“ läuft bis zum 29. Oktober. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Der begleitende Katalog kostet im Museum 28 Euro.

Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Straße 5
D-93049 Regensburg

Telefon: +49 (0)941 – 297 14 0
Telefax: +49 (0)941 – 297 14 33

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


14.07.2017, Artige Kunst. Kunst und Politik im Nationalsozialismus

Bei:


Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Variabilder:

in der Ausstellung „artige Kunst.
 Kunst und Politik im Nationalsozialismus“
in der Ausstellung „artige Kunst. Kunst und Politik im Nationalsozialismus“








News vom 19.06.2018

Neubesetzungen im Museum Folkwang

Neubesetzungen im Museum Folkwang

Sam Gilliam: Farbenrausch im Kunstmuseum Basel

Sam Gilliam: Farbenrausch im Kunstmuseum Basel

Friedrich Werthmann gestorben

Friedrich Werthmann gestorben

News vom 18.06.2018

Aenne Biermann in Köln

Aenne Biermann in Köln

Bâloise-Kunstpreis vergeben

Bâloise-Kunstpreis vergeben

Kunsthochschule in Glasgow ging wieder in Flammen auf

Kunsthochschule in Glasgow ging wieder in Flammen auf

News vom 15.06.2018

Zac Langdon-Pole gewinnt BMW Art Journey

Zac Langdon-Pole gewinnt BMW Art Journey

Sebastian Speckmann im Museum Franz Gertsch

Sebastian Speckmann im Museum Franz Gertsch

Etel Adnan in Bern

Etel Adnan in Bern

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Kunsthaus Lempertz - Piero Manzoni, Achrome, um 1958

Manzoni mit großem Erfolg
Kunsthaus Lempertz

Beckmanns „Ägypterin“: Der höchste Auktionspreis, der je in Deutschland für ein Gemälde erzielt wurde
Grisebach GmbH

Photoauktion bei Grisebach: Quantensprung auf dem Deutschen Photomarkt – 488.000 EUR für Photogramm von László Moholy-Nagy
Grisebach GmbH

Galerie Frank Fluegel - Aldridge - New Utopias #1

Ausstellung 28.09.2018: „Miles Aldridge – Dazzling beauty“
Galerie Frank Fluegel





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce