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Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf

Kunst aus NRW und mehr



Die Düsseldorfer sind stolz auf ihre historische „Kunstachse“. Zu den ältesten Institutionen dieser Kulturmeile gehören der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen und die Kunstakademie, deren Geschichten eng miteinander verbunden sind. Schon die Gründung des Vereins im Jahr 1829 war maßgeblich von dem zweiten Direktor der Kunstschule, Wilhelm von Schadow, angeregt und ausgearbeitet worden. Obwohl wiederholte Auseinandersetzungen zwischen konservativen und progressiven Malern zu Abspaltungen und neuen Ausstellungsmöglichkeiten, wie dem 1849 gegründeten Malkasten, führten, wurde der Verein ein Forum der jungen Düsseldorfer Malerschule. Durch das Interesse an der Kunst aus dem Rheinland verzeichnete der Verein schon im letzten Jahrhundert auch Mitglieder in Amerika. Die Kunstfreunde wurden durch regelmäßige Verlosungen von Drucken und Bildern Düsseldorfer Künstler geworben.


Der erste Paragraf der Satzung, die der Verein 1968 aktualisierte, lautet: „Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen hat seinen Sitz in Düsseldorf und dient ausschließlich und unmittelbar dem gemeinnützigen Zweck, die bildende Kunst zu fördern, indem er zu allgemeiner Teilnahme an dem Schönen anregt, Künstler und Kunstjünger in ihren Bestrebungen aufmuntert und den Schmuck des öffentlichen und Privatlebens durch Werke der Kunst erleichtert, insbesondere aber indem er Veranstaltungen von Kunstausstellungen durchführt.“ Diesem Ziel kam der Verein durch zahlreiche Ausstellungen von Anfang an nach. Zusätzlich wurden mit Hilfe der erwirtschafteten Gelder große Projekte für den öffentlichen Raum und für Kirchen finanziert. Besonders bedeutend sind die Fresken von Alfred Rethel, der ab 1840 im Aachener Rathaus Szenen aus der Geschichte Karls des Grossen darstellte. Bis heute befinden sich öffentliche Zeugnisse der von dem Düsseldorfer Kunstverein finanzierten Kunst nicht nur im Rheinland, sondern in Deutschland und sogar in Bethlehem. Künstler wurden nicht nur durch den Ankauf ihrer Arbeiten gefördert, sondern auch direkt über die Vergabe von Stipendien für Studienaufenthalte im Ausland.

Zu der überwiegend einheimischen Kunst zeigte der Verein im neuen Jahrhundert verstärkt die Tendenzen der überregionalen Avantgardekunst. Ausgestellt wurden unter anderem Max Liebermann und Lovis Corinth, sowie die Expressionisten Emil Nolde und Christian Rohlfs. Erst Ende der 1920er Jahre wurden in der Maler-Stadt Düsseldorf Bildhauer wie Georg Kolbe und Edwin Scharffs mit einer Ausstellung geehrt. Die aktuellen Tendenzen in Deutschland wurden ergänzt durch die Präsentation von Tiroler Malerei und Ausstellungen von Südsee-Plastiken, altchinesischer Malerei und finnischen Ryen. Nach den Jahren der nationalsozialistischen Barbarei war das Hauptanliegen des Vereins, die verpassten Tendenzen aufzuholen und dem deutschen Publikum den internationalen Anschluss zu ermöglichen. Internationale Größen wie Pablo Picasso und Henri Matisse wurden neben den Rheinländern Ewald Mataré und Otto Pankok gezeigt. Junge Akademiestudenten fanden Gelegenheit, Einblicke in ihr Schaffen zu geben. So wurden allein in den Jahren von 1949 bis 1954 etwa siebzig Ausstellungen ausgerichtet.

Am Anfang seiner Geschichte war der Kunstverein gezwungen, seine Ausstellungen im Jägerhof und in der Tonhalle zu veranstalten. Nachdem in der Nacht vom 19. auf den 20. März 1872 der Besitz des Kunstvereins im alten Schloss abgebrannt war, teilte sich die wiederholt heimgesuchte Institution ab April 1881 ein Gebäude mit der Kunsthalle. Der Wunsch nach einem eigenen Haus erfüllte sich für den Kunstverein in Düsseldorf erst neunzig Jahre nach seiner Gründung. Eine Bleibe und Ausstellungsräume fand er 1919 im heutigen Hindenburgwall 42. Doch die Unterkunft blieb nicht lange erhalten: in der Nacht vom 11. zum 12. Juni 1943 ging das Gebäude bei einem Bombenangriff in Flammen auf. Der Panzerschrank mit den Unterlagen stürzte in den Keller, wo er tagelang in der Glut lag. Da an Ausstellungen ohnehin nicht mehr zu denken war, wurden die täglichen Geschäfte mit den geretteten Akten in dem Keller der Kunstakademie fortgesetzt. Die ersten Nachkriegsausstellungen fanden in der Ruine der abgebrannten Kunsthalle statt, bis 1967 ein gemeinsames Gebäude am Grabbeplatz entstand, in dem die Kulturträger bis heute sitzen.

Zuletzt übernahm Direktor Raimund Stecker die kuratorische Leitung bis zum 31. Juli 2000. Durch die Ausstellungen „Schnitt“ und „It is the beginning of a real good friendship – Horten und Site“, an denen Studenten der Kunstakademien in Düsseldorf und Münster teilnahmen, bewies er bis zuletzt sein Interesse an junger Kunst aus Nordrhein-Westfalen. Im Januar 2001 übernimmt Rita Kerstin die künstlerische Leitung des Vereins. 1969 in Gogh am Niederrhein geboren studierte sie in Köln Kunstgeschichte. Ausstellungserfahrungen sammelte sie in den Niederlanden, in Krefeld und Köln, wo sie unter anderem an der Organisation von „I love New York“ beteiligt war. Sie wird sich daher nicht nur in der Kunstentwicklung des Rheinlandes gut auskennen, sonder auch mit zeitgenössischen internationalen Tendenzen in Düsseldorf aufwarten.

Kontakt:

Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf

Grabbeplatz 4

DE-40213 Düsseldorf

Telefon:+49 (0211) 32 70 23

Telefax:+49 (0211) 32 90 70

E-Mail: mail@kunstverein-duesseldorf.de



15.09.2000

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Lars Breuer

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