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Monika Sosnowska in der Hamburger Kunsthalle

Kein Ausgang, nirgends



Monika Sosnowska, Ohne Titel, 2004

Monika Sosnowska, Ohne Titel, 2004

Raum 138 in der Hamburger Kunsthalle diente bisher als bessere Besenkammer, als Kabuff und Abstellraum für Plakatrollen und alte Kataloge. Als nun die letztjährige Preisträgerin des 5. Bâloise Kunst-Preises, Monika Sosnowska, einen Raum für ihre neue Arbeit suchte, gefiel ihr eben dieser unscheinbare Ort in der ersten Etage der Galerie der Gegenwart. „Dieser Raum erschien mir echter und interessanter, um ihn zu transformieren, als ein normaler Ausstellungsraum“, erläutert die 1972 geborene Polin.



Die Transformation des Abstellraumes in ein verwirrendes Labyrinth aus weißen, verschlossenen Türen, winzigen, ineinander verschachtelten, fensterlosen Räumen, Korridorgängen und tapezierten Verschlägen in dezent-altmodischer Optik ist Monika Sosnowska gelungen: Nur ein Weg führt einmal durch das Labyrinth hindurch und zurück zum Ausgangspunkt, der Besucher bleibt allein in einem klaustrophobisch anmutenden Ambiente mit allerlei Sackgassen und architektonischen Kunstgriffen. Eine begehbare architektonische Skulptur mit kafkaesken Anklängen - geradeso, als hätte man den in der Parabel „Vor dem Gesetz“ vom Türhüter bewachten Paragraphendschungel wirklich betreten.

“Ich wollte diesen Raum in etwas transformieren, was menschlicher ist, in etwas, was mehr mit der Realität verbunden ist“, beschreibt Monika Sosnowska ihre neueste Arbeit. Die Polin ist längst kein Geheimtipp mehr. Auf der Manifesta 2002 in Frankfurt überraschte sie mit einem klinisch-weißen Türenlabyrinth, in dem sich verblüffte Besucher die Klinke in die Hand gaben. Auf der Biennale in Venedig realisierte sie einen schmalen, sich verjüngenden Korridor mit Trompe l’oeil-Effekt. Und spätestens mit ihrem Auftritt bei der Galerie Foksal auf der Art Basel 2003, als sie für ihren Endlos-Korridor bei den Art Statements eben jenen mit 25.000 Schweizer Franken dotierten Förderpreis der Bâloise-Versicherung für junge Künstler erhielt, der jetzt eine Schenkung an die Hamburger Kunsthalle zur Folge hat, ist sie vielen Kuratoren und Ausstellungsmachern ein Begriff. Zur Zeit arbeitet die gefragte Newcomerin parallel an mehreren Projekten in Mexico City, Polen und Rennes.

Die Architektur eines Raumes begreift Monika Sosnowska als das Material, mit dem sie arbeitet. „Ich bin nicht daran interessiert, Geschichten zu erzählen“, stellt sie klar. Obwohl sie von Erinnerungen und Büchern inspiriert ist, geht es ihr nicht vordergründig um den narrativen Aspekt ihrer Arbeit. Also keine abenteuerlichen Geschichten von wunderlichen Hausmeistern oder bösen Putzfrauen à la Gregor Schneider, die in Sosnowkas Räumen ihr Unwesen treiben könnten. Vielmehr geht es um das Schaffen von körperlich erfahrbaren Architekturen und um die Transformation des Vorhandenen in ein paralleles Reich voller Geheimnisse. Der real erfahrbare Raum wird so auch zum Reflexionsraum für den Betrachter.

Schließlich noch eine gute Nachricht für die Galerie der Gegenwart: Die Bâloise-Gruppe hat die ursprünglich bis 2004 vereinbarte Zusammenarbeit um weitere fünf Jahre verlängert. Die Hamburger können sich also auch in den nächsten Jahren über spannende Schenkungen freuen.

Monika Sosnowskas Labyrinth bleibt mindestens bis Herbst 2006 in der Galerie der Gegenwart eingerichtet. Geöffnet ist die Hamburger Kunsthalle täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr und am 1. Mai von 13 bis 18 Uhr.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



13.05.2004

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing und Heiko Klaas

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27.04.2004, 5. Bâloise Kunstpreis in der Hamburger Kunsthalle - Monika Sosnowska

Bei:


Hamburger Kunsthalle

Bei:


Kunstforum Baloise

Bericht:


Monika Sosnowska im Kunstmuseum Liechtenstein

Variabilder:

Monika
 Sosnowska, O.T., 2004
Monika Sosnowska, O.T., 2004

Variabilder:

Monika Sosnowska, Ohne Titel, 2004
Monika Sosnowska, Ohne Titel, 2004

Variabilder:

Monika Sosnowska in ihrer labyrinthischen Arbeit in der
 Hamburger Kunsthalle
Monika Sosnowska in ihrer labyrinthischen Arbeit in der Hamburger Kunsthalle

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Monika Sosnowska, Ohne Titel, 2004
Monika Sosnowska, Ohne Titel, 2004

Variabilder:

Monika Sosnowska, Untitled (Corridor), 2002
Monika Sosnowska, Untitled (Corridor), 2002







Monika Sosnowska, O.T., 2004

Monika Sosnowska, O.T., 2004

Monika Sosnowska, Ohne Titel, 2004

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Monika Sosnowska in ihrer labyrinthischen Arbeit in der Hamburger Kunsthalle

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Monika Sosnowska, Untitled (Corridor), 2002

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