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Aktuellzum Archiv:Auktionshausportrait

111 Jahre Auktionshaus Michael Zeller

Zukunft als Dienstleistungsunternehmen



Vorbesichtigung bei Zeller in den 1970er Jahren

Vorbesichtigung bei Zeller in den 1970er Jahren

Das Auktionshaus Michael Zeller gehört zu den traditionellen Familienunternehmen der malerischen Bodenseestadt Lindau. Auf 111 Jahre Firmengeschichte kann es heuer zurückblicken. 1893 wurde es vom Großvater des heutigen Inhabers, Joseph Zeller, gegründet. Mit einem Programm, das aus der Bodenseeregion erwächst, aber auch überregionale Aspekte aufgreift, kann der mittelständische Betrieb mit 20 Mitarbeitern auf eine gewachsene Kundschaft zurückgreifen, aber auch ein neues Publikum gewinnen. Als Generalist offeriert Michael Zeller alles, was Kunst, Kunsthandwerk und angewandte Kunst seit der Antike in der Welt hervorgebracht hat. Das Zahlenjubiläum feiert man mit der Versteigerung vom 6. bis zum 8. Mai, bei der wieder mehr als 4.300 Objekte den Besitzer wechseln sollen. Mit Michael Zeller sprach Jennifer Kox.



Welche Höhepunkt gab es in Ihrer Firmengeschichte?

Michael Zeller (lacht): Mein Geburtstag am 2. April, der am selben Tag ist, wie der meines Großvaters, des Firmengründers. Ein wesentlicher Höhepunkt unserer Firmengeschichte war 1985 der Umzug in eines der schönsten Patrizierhäuser auf der Insel.

Wie war es damals möglich im und nach dem Krieg im Auktionswesen zu überleben?

Michael Zeller: Das Überleben wurde durch einen intensiven Tauschhandel garantiert.

Was war der höchste Zuschlag in Ihrem Haus?

Michael Zeller: Ein Genrebild mit einer venezianischen Szene des italienischen Gründerzeitmalers Alessandro Milesi, 2001 noch zu einem Preis von 280.000 Mark.

Sind Sie schon auf Fälschungen gestoßen?

Michael Zeller: Ja, das kommt vor. Durch das Wissen unserer Experten gelangen Fälschungen normalerweise nicht in den Katalog. Wird dennoch eine entdeckt, nehmen wir das Objekt zurück. Fälschungen werden dann angefertigt, wenn der Markt für gewisse, gesuchte Dinge überhitzt ist und der Bedarf nicht gedeckt werden kann. In Südamerika sind etwa 95 Prozent der Kunstwerke Corots Fälschungen.

Wer ist Ihr prominentester Käufer?

Michael Zeller: Der prominenteste Einkäufer ist der, der am schnellsten bar zahlt.

Wie sieht die Käuferstruktur Ihres Hauses aus?

Michael Zeller: Der Privatanteil unter den Käufern ist sehr hoch, aber auch Händler und Museen sind stark vertreten. Da wir als Generalist in Bezugnahme auf das breitgefächerte Angebot unter den Auktionshäusern tätig sind, ändert sich die Käuferstruktur ständig. Im Durchschnitt sind unsere Kunden zwischen 20 und 80 Jahre. Der Großteil unserer Kunden kommt aus Bayern und Baden Württemberg, darüber hinaus auch noch aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und England.

Was tun Sie dafür um neue Käufer zu finden?

Michael Zeller: Wir greifen immer wieder neue Sammelgebiete auf. Aktuell beschäftigen wir uns verstärkt mit Fotografie und Design. Hier hat sich herausgestellt, dass ein ordentliches Käuferpotenzial vorhanden ist. In der kommenden Auktion versteigern wir 28 Werke von einem der großen deutschen Fotografielegenden, Toni Schneiders.

Erschweren oder erleichtern die rechtlichen Rahmenbedingungen den Auktionshandel?

Michael Zeller: Es handelt sich hier nicht nur um Erschwerung, sondern auch um Wettbewerbsverzerrung, da z.B. in England überhaupt keine Folgerechtsabgabe existiert. Zukünftig sollte es eine europäische Harmonisierung geben. Ansonsten sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in Ordnung. Unsinn ist nur, dass Versteigerungen am Sonntag nicht erlaubt sind.

Gibt es Barrieren im Handel mit dem Ausland, vor allem in die nahegelegene Schweiz, die nicht zur EU gehört?

Michael Zeller: Der Zoll erschwert den Kunsthandel schon. Ansonsten bedeutet die EU ein großes Glück.

Wächst der Umsatz Ihres Hauses oder stagniert er aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rezessionsphase?

Michael Zeller: Der Umsatz wächst und besonders 2003 konnten wir von einem richtigen Umsatzzuwachs sprechen. Als die Börse haussiert hat, war das ganz schlecht für das gesamte Auktionswesen. Die Rezessionsphase hat bewirkt, dass die Käufer, bzw. Sammler zurück kommen. Es gibt immer mehr Moden. Auf das, was im Moment gefragt ist, muss das Auktionswesen sich einlassen. Die allgemeinen Sammler stellen ihre Kunst heute oft unter den gesellschaftlichen Aspekt oder der reinen dekorativen Ausgestaltung ihrer Wohnung. Die wissenden, engagierten Sammler gehen leider auf vielen Gebieten verloren.

Wie sehen Sie die Zukunft Ihres Hauses?

Michael Zeller: Ich sehe die Zukunft unseres Hauses als Dienstleistungsunternehmen. Wir dienen nicht nur dem Verkäufer, sondern auch dem Käufer mit unserem Wissen und Sachverstand. Seriöse Häuser werden immer einen Zukunft haben.

Bleibt es bei dem breiten Angebot oder wird etwas anderes ins Auge gefasst? In welche Richtung könnte es in der Zukunft gehen?

Michael Zeller: Wir bleiben bei der großen Bandbreite, damit können Marktschwankungen ausgeglichen werden. Momentan werden z.B. die russische Kunst und das Kunsthandwerk besonders nachgefragt.

Kontakt:

Internationale Bodensee-Kunstauktion - Auktionshaus Michael Zeller

Bindergasse 7

DE-88131 Lindau

Telefon:+49 (08382) 93020

Telefax:+49 (08382) 26535

E-Mail: art@zeller.de



28.04.2004

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jennifer Kox

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Vorbesichtigung bei Zeller in den 1970er Jahren
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