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Designerportrait Otl Aicher

Ein Meister der klaren Form



Er zählte zu den erfolgreichsten und international renommiertesten deutschen Gestaltern. Auf ihn gehen die Piktogramme jeder Sportveranstaltung und -sendung ebenso zurück wie der Lufthansa-Schriftzug oder die Corporate Identity von BMW und Braun. Die Rede ist von Otl Aicher, der am 13. Mai 1922 in Ulm-Söflingen geboren nach Kriegsende für kurze Zeit Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte. Aber bereits 1948 zog es ihn in seine Heimatstadt zurück, wo er ein eigenes grafisches Atelier eröffnete. Zusammen mit seiner späteren Frau Inge Scholl sowie dem Schweizer Maler und Designer Max Bill gründete Aicher 1953 die Hochschule für Gestaltung in Ulm.


Im Gedenken an die im Nationalsozialismus ermordeten Geschwister Hans und Sophie Scholl war die Hochschule antifaschistisch, international und demokratisch konzipiert und verstand sich zunächst in pädagogischer, inhaltlicher und politischer Hinsicht als Nachfolger des Bauhauses, der die Kunst als höchste Ausdrucksstufe des Lebens sah und das Leben als Kunstwerk einrichten wollte. In der Produktgestaltung vertrat die HfG einen Funktionalismus, der unter anderem einfache Formen mit rechten Winkeln und eine verhaltene Farbigkeit propagierte. Alle dort entworfenen Produkte sollten benutzerfreundlich sein. Die studierenden Designer sollten mit einer modernen, der Gesellschaft gegenüber verantwortbaren Einstellung die Ausbildung beenden.

Otl Aicher zählte als zeitweiliger Rektor (1962-1964) zu den bedeutendsten Lehrern. Er vertrat die Ansicht, dass der Designer nicht mehr übergeordneter Künstler sein solle, sondern gleichwertiger Partner im Entscheidungsprozess der industriellen Produktion. Als Leiter der Fachrichtung „Visuelle Kommunikation“ gelang es Aicher, Maßstäbe im Bereich des Grafikdesign zu setzen. Aichers Kompetenz in designtheoretischen Fragen sowie sein Eintreten für die klare, geometrische Form waren so hoch geschätzt, dass man ihm die visuelle Gestaltung der Olympischen Spiele 1972 übertrug. Besondere Popularität erlangten dabei seine Piktogramme der verschiedenen Sportarten, die er auch für die Olympischen Spiele 1976 in Montreal kreierte.

Darüber hinaus machte sich Aicher als Gestalter der Corporate Identity für bedeutende Firmen wie BMW, Braun, Lufthansa oder die Westdeutsche Landesbank einen Namen. Aber auch das ZDF, der Frankfurter Flughafen oder die Küchenfirma Bulthaupt tragen seine Schrift. Als Typograph entwarf Aicher das Schriftbild der Allgemeinen Sonntagszeitung und präsentierte 1988 mit der "Rotis" eine neue Schrift, die er nach dem Dorf im Allgäu benannte, in dem er bis zu seinem Tod 1991 gelebt hatte.

Nachdem die Familie Aicher-Scholl im Sommer 1996 dem Archiv der Hochschule für Gestaltung in Ulm den Werknachlass Otl Aichers, bestehend aus der Korrespondenz zu rund 350 Projekten, 4000 Plakaten, 27000 Entwürfen und 30000 Dias sowie zahlreichen Ausstellungstafeln, Fotos und Schriften, übergab, konnte er dort nach der konservatorischen Sicherung der Materialien in Form einer komplexen Datenbank wissenschaftlich aufgearbeitet und dem Aicher-Archiv zugänglich gemacht werden, das anlässlich des 88. Geburtstags des Designers im Frühjahr 2000 eröffnete. In dem im HfG-Archiv integrierten Archiv können die Materialien im Rahmen wissenschaftlicher Arbeiten eingesehen werden. Die Publikationen Aichers sind in einer Präsenzbibliothek zugänglich. Eine kleine Dauerausstellung gibt darüber hinaus Einblick in das umfangreiche Werk des Gestalters.

Kontakt:

Hfg-Archiv

Basteistrasse 46

DE-89073 Ulm

Telefax:+49 (0731) 1614373

Telefon:+49 (0731) 1614370



17.08.2000

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Petra Jendryssek

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